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Die acht Wagen starke Kolonne von US-Vize Mike Pence auf Mackinac Island. twitter

Autofrei kennt er nicht – US-Vize Pence sorgt auf Mackinac Island für einen Eklat



Mackinac Island ist eine Insel im Huronsee im US-Bundesstaat Michigan. Sie ist bekannt für ihre viktorianischen Hütten, ihre Süssigkeiten-Shops – und einem strikten Fahrverbot seit rund 121 Jahren.

Obwohl die Bewohner eine temporäre Fahrerlaubnis beantragen können, bewegen sich Bewohner und Besucher der Insel mit dem Fahrrad, auf Schneemobilen oder zu Fuss. Der einzige amtierende US-Präsident, der Mackinac Island jemals besucht hatte, Gerald Ford, reiste per Kutsche. Ein Auto war wohl auf die Insel gebracht worden, verwendet wurde es jedoch nicht.

Dieses Wochenende besuchte Vizepräsident Mike Pence die Insel – und sorge wohl für die erste Autokolonne in der Geschichte der Insel. Pence reiste vom Flughafen zur Mackinac Republican Leadership Conference mit einem SUV – und wurde von deren sieben begleitet.

Ein Fähre transportierte die Fahrzeuge vom Festland auf die Insel.

«So will es die heutige Sicherheitslage nun mal», meint Senator Wayne Schmidt. Er sei am Strassenrand gestanden und hätte auf die Kolonne gewartet, weil ein Fahrzeug auf der Insel eine Seltenheit sei. «Der wunderbare Präsident und sein Vize müssen Leute treffen», was zu Fuss schlichtweg nicht möglich sei. Viele Dinge hätten sich verändert seit Ford's Besuch, so ein Anwohner.

Während einige Inselbewohner auf sozialen Medien kundtaten, dass es für die Gemeinde eine Ehre war, den Vizepräsidenten zu beherbergen, charakterisierten andere Pence als «respektlos».

«Lächerlich», «unnötig» und «respektlos» findet die Aktion Mark Brewer, ehemaliger Vorsitzender der Michigan Democratic Party.

«Wer nicht mit Mackinac Island vertraut ist, sollte wissen, dass dies eine riesige Überschreitung ist» – Julia Pulver, ehemalige Senatskandidatin.

So sieht die Insel normalerweise aus.

Der Dorfrat der Insel verbannte am 6. Juli 1898 sämtliche «pferdlose Wagen», angesichts der Tatsache, dass die Pferde von den Motorwagen eingeschüchtert würden.

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
FITO
23.09.2019 01:31registriert April 2019
Was will man von so einem erwarten wenn schon sein Alter als Vorbild sich am G7 für 700 m im Bobby Car kutschieren lässt.
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Paddiesli
22.09.2019 21:43registriert May 2017
USA first.
Respektlos, was sonst.
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Raphael Stein
22.09.2019 22:03registriert December 2015
«So will es die heutige Sicherheitslage nun mal»
Aha, man muss die Regierung vor dem Volk schützen. Warum wohl?
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