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Drogentunnel zwischen Marokko und Spanien-Exklave entdeckt

Drogentunnel zwischen Marokko und Spanien-Exklave entdeckt

31.03.2026, 22:2631.03.2026, 22:26
In this photo provided to the media by the Guardian Civil, a drug smuggling tunnel stretching from Morocco to the Spanish enclave of Ceuta in north Africa is seen in Ceuta, Spain, Thursday Feb. 20, 20 ...
Bereits letztes Jahr wurde in Ceuta ein ähnlicher Tunnel entdeckt. (Archivbild, Februar 2025)Bild: keystone

Die spanische Polizei hat in der Nordafrika-Exklave Ceuta ein komplexes unterirdisches Tunnelsystem ausgehoben, das mutmasslich dem Schmuggel grosser Mengen Haschisch nach Spanien und in weitere Teile Europas diente. Die Anlage erstreckte sich über mehrere Ebenen bis in eine Tiefe von rund 19 Metern und verband Ceuta mit marokkanischem Gebiet, wie das Innenministerium in Madrid mitteilte. Die Struktur sei «filmreif», hiess es.

Die Behörden sprechen von einem bedeutenden Schlag gegen eine professionell organisierte Drogenbande. Dem Fund gingen demnach mehr als ein Jahr dauernde Ermittlungen voraus. In einer grossangelegten Operation mit mehr als 250 Beamten in den spanischen Regionen Andalusien und Galicien sowie in Ceuta wurden 27 Verdächtige festgenommen. Die Polizei stellte über 17 Tonnen Haschisch sicher, ausserdem rund 1,4 Millionen Euro Bargeld, zahlreiche Kommunikationsgeräte sowie mehrere Luxusfahrzeuge.

Zugang hinter einem grossen Kühlschrank versteckt

Die ausgehobene Anlage bestand den amtlichen Angaben zufolge aus drei Ebenen: einem Abstiegsschacht, einer Zwischenkammer zur Lagerung der Drogenpakete sowie einem Verbindungsgang in Richtung Marokko. Der Zugang in Ceuta war hinter einem grossen, schallisolierten Kühlschrank verborgen.

Die Konstruktion erinnerte laut Ermittlern an ein «Labyrinth wie in einem Bergwerk»: Über Schächte, Zwischenräume und einen Haupttunnel wurden die Drogen transportiert. Dabei kamen demnach technische Vorrichtungen wie Loren auf Schienen, Kräne und Flaschenzüge zum Einsatz, um die Ware zwischen den Ebenen zu bewegen. Der Tunnel sei länger nicht mehr benutzt worden, weil sich die Kriminellen wohl beobachtet gefühlt hätten, hiess es.

Den Ermittlungen zufolge stand ein grenzüberschreitend agierendes Netzwerk hinter dem Tunnelbau. Ein mutmasslicher Hauptverantwortlicher operierte von Marokko aus und soll als eine Art «Tunnel-Architekt» fungiert haben. Ein weiterer Verdächtiger koordinierte die Geschäfte in Ceuta, wo Lieferungen organisiert und Absprachen getroffen wurden. (sda/dpa)

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