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Als letzter Staat in Europa: Noch immer lässt Weissrussland Menschen hinrichten

Als letzter Staat in Europa: Noch immer lässt Weissrussland Menschen hinrichten

22.07.2017, 07:0022.07.2017, 16:59

Das autoritär geführte Weissrussland hat wegen Mordes die Todesstrafe gegen zwei Immobilienbetrüger verhängt. Die Hinrichtung solle per Genickschuss erfolgen, urteilte ein Gericht im Gebiet Mogiljow etwa 200 Kilometer östlich von Minsk am Freitag.

Zwei Komplizen wurden zu langen Haftstrafen von 24 Jahren sowie 22 Jahren und einem Monat verurteilt. Der Gruppe – drei Männer und eine Frau – wird vorgeworfen, zwischen 2009 und 2015 sechs Menschen ermordet zu haben. Danach verkauften sie die Wohnungen der Ermordeten. Das Gericht befand sie auch des Betrugs, des Raubes und der Vernichtung offizieller Dokumente für schuldig.

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Der Europarat und die Europäischen Union kritisierten die Todesurteile scharf. «Die Todesstrafe ist eine extrem brutale und unmenschliche Strafe», hiess es am Freitag in einer Erklärung der EU. Europarats-Präsident Thorbjörn Jagland forderte Weissrussland auf, die Todesstrafe abzuschaffen. Es sei «enttäuschend und traurig», dass Weissrussland diese Strafe immer noch verhänge, kritisierte Jagland.

Weissrussland ist der letzte Staat in Europa, der noch die Todesstrafe vollstreckt. In diesem Jahr wurde bereits eine Hinrichtung ausgeführt, 2016 wurden vier Menschen hingerichtet. Westliche Staaten und internationale Organisationen kritisieren die Führung um den Präsidenten Alexander Lukaschenko dafür. (wst/sda/dpa/afp)

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