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Schweiz will Bankdaten verhafteter FIFA-Funktionäre an die USA liefern



Die USA könnte im Fall FIFA bald weitere Beweise auf dem Tisch liegen haben. Das Bundesamt für Justiz hat vergangene Woche eine erste Teilschlussverfügung erlassen, was die Herausgabe von Bankunterlagen der verhafteten FIFA-Funktionäre betrifft.

Folco Galli, Sprecher des Bundesamts für Justiz, bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA einen entsprechenden Bericht von nzz.ch. «Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen eine Beschwerde beim Bundesstrafgericht erhoben werden.»

Ist die Verfügung einmal rechtskräftig, erhält die US-amerikanische Justiz Bankunterlagen von in der Schweiz verhafteten Funktionären des Weltfussballverbands FIFA. «Weitere Teilschlussverfügungen werden in der nächsten Zeit folgen», teilte Galli mit.

Keine Details bekannt

Welche FIFA-Funktionäre und welche Banken vom Entscheid betroffen sind, ist nicht bekannt. Die Bundesanwaltschaft hatte bereits im Juni mitgeteilt, dass Gelder via Schweizer Banken gewaschen worden sein könnten.

Klar ist, dass die Privatbank Julius Bär in Zusammenhang mit dem FIFA-Korruptionsskandal eine interne Untersuchung eingeleitet hat. Julius Bär gehört neben der UBS zu den Banken, die in der FIFA-Anklageschrift des US-Justizministeriums erwähnt worden waren.

Das Bundesamt für Justiz hat inzwischen die Auslieferung von verschiedenen FIFA-Funktionären bewilligt. Zwei sind bereits den US-amerikanischen Behörden übergeben worden. Alle anderen Verhafteten haben sich bisher einer Auslieferung an die USA widersetzt. Über ihre Auslieferung wird voraussichtlich das Bundesstrafgericht zu entscheiden haben. (whr/sda)

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