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Coopers Beer – eigentlich eine beliebte Biermarke in Australien. Doch die Brauerei erlebt zur Zeit einen beträchtlichen Imageschaden und das schlimmste daran: Alles ganz ohne Absicht.
Coopers Beer – eigentlich eine beliebte Biermarke in Australien. Doch die Brauerei erlebt zur Zeit einen beträchtlichen Imageschaden und das schlimmste daran: Alles ganz ohne Absicht.Bild: JASON REED/REUTERS

Wie ein australisches Bier in eine Shitstormspirale gerät – ohne jegliche Absicht

15.03.2017, 15:0515.03.2017, 16:30

Die australische Biermarke Coopers hat stürmische Tage hinter sich – wortwörtlich. Das Familienunternehmen treibt es von einem Shitstorm in den nächsten und das alles ohne jegliche Absicht.

Aber ganz von vorne: Zur Feier des 200-jährigen Jubiläums der australischen Bibelgesellschaft lancierte Coopers eine limitierte Version von Bierdosen mit einer Gratulation zum Jubiläum.

Darauf reagierte die australische Bibelgesellschaft und veröffentlichte vor zwei Tagen ein Video. Mit dem Slogan «KEEPING IT light» debattieren darin die beiden australischen Politiker Tim Wilson und Andre Hastie über die gleichgeschlechtliche Ehe – das ganze mit dem Coopers-Bier in der Hand, versteht sich.

Ursprünglich wollte die Bibelgesellschaft das «respektvolle Debattieren über schwere Themen in der Gesellschaft fördern». Doch der Schuss ging nach hinten los. Zwar ist generell bekannt, dass die Bierbrauerei Coopers christliche Werte vertritt, doch viele hielten das Video für eine Zusammenarbeit zwischen Coopers und der Bibelgesellschaft und riefen zum Boykott der Biermarke auf. Grund dafür: Die Marke äussere sich negativ über die gleichgeschlechtliche Ehe. 

Zahlreiche Hotels und Bars strichen darauf das Coopers Bier aus ihrem Angebot. Auch viele Privatpersonen riefen über Twitter zum Boykott auf. 

In einem offiziellen Statement der Marke und einem Entschuldigungs-Video auf Twitter distanziert sich Coopers vom «KEEPING IT light»-Video der Bibelgesellschaft. Coopers habe auf keinen Fall die Absicht, das Thema der homosexuellen Ehe auf die leichte Schulter zu nehmen, heisst es im Video. Zudem befürworte Coopers die gleichgeschlechtliche Ehe. 

Mit dem Statement wünschte sich Coopers wohl einfach ein baldiges Ende der ganzen Sache. Doch falsch gedacht – der Shitstorm geht weiter. 

Nun machen sich Twitter-User bereits über das Entschuldigungs-Video lustig und mokieren sich ob der frappanten Ähnlichkeit zum Entschuldigungs-Video von Johnny Depp und Amber Heard (Depp und Heard entschuldigten sich für das Schmuggeln von Hunden, Heard brachte offenbar illegal Hunde nach Australien). 

Sehen aber auch fast gleich aus ...
Sehen aber auch fast gleich aus ...

Coopers kann nur hoffen, dass das Ganze bald vorbei ist – und sich die Australier wieder auf das konzentrieren, was sie eigentlich ziemlich gut können: Bier trinken! 

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Qui-Gon
15.03.2017 15:52registriert April 2015
Meine Güte, ist das eine hysterische Welt. Und nein, ich bin nicht gegen die gleichgeschlechtliche Ehe.
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Madmessie
15.03.2017 16:00registriert Februar 2016
Als ob jemand mit Absicht in eine Shitstorm geraten möchte...
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exeswiss
15.03.2017 15:21registriert Januar 2015
ein hoch auf unsere social justice warriors... smh...
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