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Urteile wegen Cybermobbing gegen Brigitte Macron erwartet

Urteile wegen Cybermobbing gegen Brigitte Macron erwartet

Im Prozess wegen Cybermobbings von Frankreichs First Lady Brigitte Macron werden in Paris heute die Urteile gegen acht Männer und zwei Frauen erwartet.
05.01.2026, 07:2905.01.2026, 07:31

Den Angeklagten werden zahlreiche böswillige Äusserungen über das Geschlecht der Präsidentengattin sowie über den Altersunterschied zu Emmanuel Macron vorgeworfen. Dabei war teils selbst von Pädophilie die Rede. Den Angeklagten drohen bis zu zwei Jahre Haft.

FILE - French President's wife Brigitte Macron arrives ahead of the ceremony outside "La Belle Equipe" bar, Thursday Nov. 13, 2025 in Paris as part of ceremonies marking the 10th annive ...
Über Brigitte Macon kursieren viele Verschwörungstheorien.Bild: keystone

Hintergrund ist die schon seit der Wahl von Macron ins Präsidentenamt 2017 in den sozialen Medien kursierende Verschwörungserzählung, wonach Brigitte Macron (72) eine Transfrau sein und als Mann geboren worden sein soll. Die Macrons gingen dagegen schon früher gerichtlich vor.

Anklage fordert Haft auf Bewährung und Geldstrafen

Zu den Angeklagten im Alter von 41 bis 60 Jahren gehören ein in Frankreich bekannter Verschwörungstheoretiker sowie eine Frau, die sich als Medium und Werbefachfrau ausgibt und deren X-Konto inzwischen gesperrt wurde. Sie wird als massgeblich beteiligt an der Verbreitung des Gerüchts angesehen. Die Staatsanwaltschaft verlangte für die Angeklagten Haftstrafen von drei bis 12 Monaten auf Bewährung sowie Geldstrafen bis zu 8000 Euro.

Brigitte Macron hatte den Ermittlern bei der Einreichung ihrer Klage nach Berichten französischer Medien erklärt, dass das Gerücht, sie sei eine Transfrau, «sehr starke Auswirkungen» auf ihr Umfeld und auf sie selbst gehabt habe und berichtete, dass ihre Enkelkinder gehört hätten, dass «ihre Grossmutter ein Mann» sei. Ihre Tochter Tiphaine Auzière sagte vor Gericht, die weltweit verbreiteten Falschbehauptungen hätten Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Mutter, die angesichts der ständigen Infragestellung ihrer «Identität» «ständig auf der Hut» sei.

Die Macrons klagen auch in den USA wegen Verleumdung

Ausser in Frankreich klagen Präsident Macron und Ehefrau Brigitte auch in den USA wegen Verleumdung gegen die rechte US-Influencerin Candace Owens. Die Klage im US-Bundesstaat Delaware richtet sich unter anderem gegen Owens Behauptung, Brigitte Macron sei als Mann geboren worden. Die Franzosen werfen ihr vor, wissentlich Falschbehauptungen verbreitet zu haben.

Die Macrons seien durch diese Behauptungen zum Opfer einer «globalen Erniedrigungs-Kampagne» geworden, die «invasiv, entmenschlichend und zutiefst unfair» sei, heisst es in der Klage. Owens hielt nach Bekanntwerden der Klage an ihren Aussagen fest.

Brigitte Macron ist nicht die einzige Präsidentengattin, die Zielscheibe sexistischer Verschwörungstheorien ist. Auch über Michelle Obama, die Ehefrau von Ex-US-Präsident Barack Obama, werden immer wieder sexistische und rassistische Beiträge und die Behauptung verbreitet, sie sei ein Mann. (sda/dpa)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
05.01.2026 07:55registriert September 2023
Ich hoffe, dass sie verurteilt werden.
Das ist ein hybrider Krieg, den die Le Pen-Anhänger zusammen mit den Trump-Anhängern und Verschwörungstheoretikern führen.
Ganz ehrlich: Was interessiert uns, was ein Präsident im Bett macht... solange er es mit einer volljährigen und einwilligenden Person tut?
Owens und die anderen Verschwörungstheoretiker sollten sich lieber um ihren geliebten Trump kümmern.
Nicht, um sein Geschlecht zu klären – ich bezweifle, dass er eine Frau ist –, sondern um ihn für seine Verfehlungen zur Rechenschaft zu ziehen.
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