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epa05928737 French presidential election candidate for the far-right Front National (FN) party, Marine Le Pen (C) poses for photographs with supporters and Whirlpool employees outside the Whirlpool plant in Amiens, northern France, 26 April 2017. Emmanuel Macron and far-right Front National (FN) party candidate Marine Le-Pen arrived in the lead positions on the first round of the presidential elections. France will hold the second round on 07 May 2017.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Selfie mit Marine Le Pen: Die Präsidentschaftskandidatin tauchte gestern überraschend vor einer Fabrik in Amiens auf.  Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON/EPA/KEYSTONE

«Whirlpool» – wie Le Pen alle überraschte und Macrons Wahlkampf crashte

Eineinhalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich sorgt Marine Le Pen mit einem Überraschungsbesuch für Schlagzeilen. Ist sich Macron seines Sieges zu sicher?



Das hatte sich Emmanuel Macron bestimmt anders vorgestellt. Während er sich gestern in einem Sitzungssaal mit Betriebsräten eines bedrohten Unternehmens zusammensetzte, tauchte vor der Fabrik plötzlich Marine Le Pen auf und stahl ihm die Show. 

Medienwirksam liess sich die Kandidatin des Front National mit streikenden Arbeitern ablichten, die Selfies mit ihr knipsten. Angekündigt war der Auftritt nicht. 

«Ich bin genau hier, wo ich sein muss, inmitten der Angestellten der Firma Whirlpool, die sich gegen diese schreckliche Globalisierung wehren.»

Macron hingegen, so Le Pen, verstecke sich in der Handelskammer und spreche nur mit zwei, drei ausgewählten Vertretern, die ihn sowieso nicht kritisieren würden. «Alle wissen, auf welcher Seite Macron ist, er ist auf der Seite der Unternehmen, ich bin auf der Seite der Arbeiter.»

«Whirlpool» hatte im Januar angekündigt, die Produktion von Wäschetrocknern aus Amiens nach Polen zu verlagern und das Werk mit derzeit 290 Arbeitern bis Juni 2018 zu schliessen.

Sie werde dafür sorgen, dass die Fabrik in Amiens nicht geschlossen werde, versprach gestern nun Le Pen.

Chaotischer Auftritt Macrons

Das konnte Macron nicht auf sich sitzen lassen. Er begab sich ebenfalls zum Fabrikgelände. Doch die Situation vor Ort war für den 39-Jährigen alles andere als angenehm. Die Arbeiter empfingen ihn mit Pfiffen und skandierten «Marine Présidente».

Erschwerend kam hinzu, dass Macron zunächst gar nicht bis zu den Arbeitern vordringen konnte, da das Gedränge vor der Fabrik viel zu gross war. Per Megaphon versuchte er darauf, zu den Arbeitern zu sprechen, die Szene blieb chaotisch. Ganz im Gegensatz zum perfekt inszenierten Auftritt Le Pens. 

Später gelang es Macron dann aber doch noch, zu einer Gruppe von Arbeitern zu sprechen. Das rund 45-minütige Gespräch wurde live auf seiner Facebook-Seite übertragen.

Er könne die Fabrik nicht offen halten, sagte Macron ehrlich, doch er kämpfe dafür, dass sie unter guten Bedingungen für die Arbeiter geschlossen werde.

Mit «Beschimpfungen und falschen Versprechungen» löse man kein einziges Problem des Landes. Es müsse ein Käufer für die Fabrik gefunden werden.

«Die Grenzen dichtzumachen, ist keine Lösung», sagte Macron zu Le Pens Versprechen, die Wirtschaft des Landes gegen ausländische Einflüsse abzuschotten.

Start in die zweite Runde vermasselt

Obschon Macron in Amiens geboren wurde, zählt die Region zu Le Pens Hochburgen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, traditionelle Industriezweige wie zum Beispiel der Bergbau wurden geschlossen. Der De-Industrialisierte Norden und Osten Frankreichs wählten am vergangenen Sonntag Le Pen.

Macron, der eine Privatschule besuchte und in einer wohlhabenden Familie aufwuchs, hat hier einen schweren Stand. Der 39-Jährige versucht den Wählern nun klar zu machen, dass sein pro-europäischer und liberaler Kurs Frankreich auf lange Sicht zu Gute kommt. Marine Le Pen setzt hingegen auf Protektionismus. 

Noch gilt Macron als haushoher Favorit für die Wahlen vom 7. Mai. Doch allzu sicher sollte er sich seines Erfolgs noch nicht sein. Gemäss einer Umfrage des Marktforschungsinstitut «Harris Interactive» haben 52 Prozent der Franzosen das Gefühl, er habe den Start in die zweite Wahlkampf-Runde vermasselt.

Kritisiert wird vor allem seine überheblich wirkende Wahlkampf-Party, die er am Sonntag nach dem ersten Etappensieg abhielt. In einer schicken Pariser Brasserie warf er sich bereits in Siegerpose – während den 290 Arbeitern der Firma «Whirlpool» gar nicht zum Feiern zumute war. 

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82Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 28.04.2017 13:56
    Highlight Highlight Marine Le Pen will, dass die Franzosen selber darüber abstimmen, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht. Macron will selber darüber entscheiden, ob die Franzosen in der EU bleiben oder nicht.

    Wenn ich Franzose wäre, würde ich für Marine Le Pen stimmen.
  • Dirk Leinher 27.04.2017 12:14
    Highlight Highlight Die ökonomisch dringend notwendigen Schritte werden weder von Marco noch von Le Pen durchgeführt werden.
    Der einzige der wirklich ein fundiertes Wirtschaftsprogramm griffbereit hat, wäre Cheminade gewesen.
  • TheMan 27.04.2017 12:00
    Highlight Highlight Alle wissen, auf welcher Seite Macron ist, er ist auf der Seite der Unternehmen, ich bin auf der Seite der Arbeiter. Das sind ja zu 99,99% alle Linken. Ist ja nichts Neues. Sehen wir hier in der Schweiz ja auch. Sahen wir an der MEI Umsetzung und den Langfristigen Ziele der SP.
    • RatioRegat 27.04.2017 14:46
      Highlight Highlight Ja, genau. Die Linken sind auf der Seite der Unternehmer und die Rechten auf der Seite der Arbeiter...
      Deshalb wollte die Rechte die USR III, welche Geschenke in Milliardenhöhe an Grosskonzerne vorsah.
    • satyros 27.04.2017 15:08
      Highlight Highlight Macron ist kein Linker.
    • Fabio74 27.04.2017 15:43
      Highlight Highlight Was für ein Müll. Die MEI ist umgesetzt. Die Verursacher verweigerten sich dem Referendum. Danit Thema tot
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Zahnarzt 27.04.2017 10:56
    Highlight Highlight Erschreckend, wie hier einige im Forum glauben, dass wenn Arbeitsplätze von Frankreich nach Polen verschoben werden, es sich quasi um einen natürlichen Vorgang handelt, um die Anwendung eines Naturgesetztes, um ein unabänderliches Schicksal, in das man sich zu fügen habe!

    Dabei geschieht dass das nur, damit das Kapital noch mehr Rendite erbeuten kann. Es geschieht auch, weil es unbelehrbare gibt, die glauben David Ricardo, Adam Smith, FA von Hayek und so weiter hätten Naturgesetze entdeckt und verkündet.

    Sich den Wünschen des Kapitals zu beugen muss nicht sein!
    • Fabio74 27.04.2017 15:44
      Highlight Highlight Alternative dazu?
    • Der Zahnarzt 27.04.2017 16:51
      Highlight Highlight @Fabio74: Eben: sich nicht dem Diktat des Kapitals beugen!

      Zudem: Was ist das für eine Unsitte, dass man von Kritikern Alternativen verlangt! Darf nur kritisieren, wer eine andere Lösung zu bieten hat? Wer hat diese Spielregel erfunden? Bin ich verpflichtet, mich an diese Regel zu halten? Steht das in einem Gesetz?
    • ujay 27.04.2017 18:05
      Highlight Highlight Reinstes Theorie mimimi. Wenn ein Staat den Betrieben keine Luft lässt, dann gehen diese halt und produzieren woanders. Nennt sich unternehmerische Freiheit. Dein Kapital und Rendite Seminärli erinnert mich an die Spätsechziger mit Agitpropaganda nach dem Motto;"staatliche Kolchosen sind die Lösung".
  • olive 27.04.2017 10:50
    Highlight Highlight Mit Macron geht es weiter wie bisher. Ein weiterer Narzisst.
    ( Alain Finkielkraut)
  • Zeit_Genosse 27.04.2017 10:36
    Highlight Highlight Die Grenzen einer Demokratie liegen beim Volk, das nach dem Prinzip Hoffnung (Hinwendung zum besseres oder Abwendung von schlimmerem) auf Versprechungen von Politikern hört und damit zur Manipuliermasse für Mehrheitsentscheide propagandistisch verzweckt wird. Damit ergibt sich ein Demokratie-Paradoxum, dass das Volk als Instanz zur Verbesserung von Wohlfahrt und Wohlstand durchaus versagen kann, wenn es die Fähigkeit nicht besitzt, aus den eigenen Reihen politische Persönlichkeiten zum Wohle aller zu wählen, sondern (links oder rechts-)Opportunisten fördert.
  • Herbert Anneler 27.04.2017 10:19
    Highlight Highlight Ach, was da alles gegen Macron zusammengestiefelt wird. Man würde gescheiter über Macrons und Le Pens Programme und ihre Konsequenzen sprechen. Aber, wie mir einmal der Chefredaktor einer Tageszeitung anvertraute: Wenn man das Theaterstück nicht versteht, schreibt man halt über die Pause. Liebe Watsonites, Ihr könnt es besser! Sachlichkeit statt Emotionen - mit Letzteren geht man nur den Rechten auf den Leim, weil sie keine vernünftigen Sachargumente haben. Krisen herbeireden und bewirtschaften - aber ums Himmels willen ja nicht lösen, sonst schafften sich die Rechten ja selber ab!
  • Triumvir 27.04.2017 09:56
    Highlight Highlight Die französische Vorzeigpopulistin macht das einzige was sie kann. Nämlich die einfachen, von künftiger Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen mit verlogenen Versprechungen, die sie def. niemals halten kann (Trump lässt grüssen), zu manipulieren und umgarnen. Ich hoffe, dass die Franzosen und Französinnen auf diese billige Populistenmasche nicht hereinfallen, wie etwa die Amis letztes Jahr.
    • El Vals del Obrero 27.04.2017 11:04
      Highlight Highlight Ja, stimmt.

      Aber das ist nur ein Symptom.

      Die Ursache ist, dass niemand anderes mit diesen Leuten spricht oder ihnen Anerkennung bietet.

      Wenn man nur die Wahl hat zwischen "Tut uns leid, ihr habt halt Pech gehabt und wir können nichts für euch tun" (bestenfalls) oder "ihr existiert für uns gar nicht" oder "wir erkennen nicht an, dass euch nicht gut geht" (schlechterenfalls) einerseits und billigen Versprechungen andererseits, dann zieht man halt das billige Versprechen vor.
  • El Vals del Obrero 27.04.2017 09:48
    Highlight Highlight Das ist das Problem, wenn sich die Linken (oder neu "linksliberal") in die Universitäten, Eliteschmieden und Privatschulen zurückziehen.

    Selbst hier. Ich war auch eine zeitlang in eher linken Gruppierungen aktiv. Als ich aber merkte, dass ich da der einzige ohne Matur bin, wurde mein Neid irgendwann zu gross. Und da sie nur andere mit ähnlichem Hintergrund kennen verteilen sie z.B. auch die Flyer nur an Gymnasien und Unis, nicht aber an Gewerbeschulen. Und dadurch bemerken sie das Problem nicht mal.

    Auch Orban in Ungarn nützt das bei seinem Vorgehen gegen die Soros-Privatschule aus.
    • satyros 27.04.2017 11:00
      Highlight Highlight Das stimmt schon und ist ein Problem. Nur ist Macron kein Linker. Und auch kein Linksliberaler. Mélenchon hat m.E. einen guten Wahlkampf gemacht und ist auf die Leute zugegangen, hatte etwas anzubieten, das auf die Bedürfnisse der Leute einging. Da die Linke in Frankreich hoffnungslos zerstritten ist und fast 7% der Stimmen zu Hamon, der nie eine Chance hatte, gingen, stehen sich nun halt Le Pen und Macron gegenüber. Ich hoffe, im Widerstand gegen Macrons Sozialabbau wird die Linke zu einer Einheit finden, die dann 2022 eine vernünftige Kandidatur zu Stande bringt.
    • Citation Needed 27.04.2017 13:19
      Highlight Highlight Macron sass ja mit den Entscheidungsträgern zusammen, um Lösungen zu finden. Sollte er denn ein Bad in der Menge nehmen, Babies küssen, Wahlversprechen raushauen und dann die nächste Wahlkampfstation ansteuern? Wer nicht mit Leadern spricht, kriegt sie nicht rum. Beim Selfie-Marathon ist sie ihm zuvorgekommen. Er wusste wohl, dass er nicht mit leeren Händen kommen konnte, im Gegensatz zu ihr. Sie spielt die populistische Klaviatur und beackert die Ressentiments 'des Volks' gegen 'Eliten'. Jurist und Milliardär Blocher inszeniert sich ja auch gern als Bauernbub, dabei ist er klar Elite.
    • El Vals del Obrero 27.04.2017 13:49
      Highlight Highlight Citation: Wählen tun nun mal nicht nur die "Leader", sondern auch die "Menge". Deshalb kann man diese nicht einfach ignorieren oder denken "die bekommen es schon mit, wenn ich für sie einstehe und mit den Leadern spreche".

      z.B.
      "Ja, ich erkenne es, dass ihr die Verlierer der Globalisierung seid. Es ist nicht einfach eine Lösung zu finden, aber ich will es versuchen. Und hütet euch vor falschen Schlangen!"
      statt
      "Ach was, es geht uns doch alle gut und jetzt seid mal schön ruhig".

      Jede Wette, dann würden die billigen Versprechen keinen fruchtbaren Boden mehr finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 27.04.2017 09:41
    Highlight Highlight Während er sich an den Tisch setzt um faire Bedingungen auszuhandeln, rennt sie draussen rum, labert die Leute mit leeren Versprechungen voll und lässt sich als volksnah abfeiern. Dass ihre Familie auch steinreich ist (die Le Pens erbten ein Mega-Vermögen) tut ja nichts zur Sache. Punktesieg für Le Pen? In den Augen vieler, ja. So wie Trump dauernd Erfolge zusammenfantasiert, die er nie einfuhr, oder den Public Vote als gewonnen abbucht, ihn aber tatsächlich verloren hat. Macron muss sich künftig gegen solch unsachliche PR-Aktionen wappnen, zumindest in Le Pen-Hochburgen.
    • nilson80 27.04.2017 11:16
      Highlight Highlight Gut auf den Punkt gebracht.
    • Baccaralette 27.04.2017 15:21
      Highlight Highlight ...joa, aber am Schluss hat dann Trump gewonnen. Warten wirs ab.
    • Citation Needed 03.05.2017 09:44
      Highlight Highlight Baccara: Eh oui. Der fähigste, beste und derjenige, der nach 100 Tagen wirklich eine Hammerbilanz hinlegte, hat das Rennen gemacht.
      ;-)
      Das ist genau das Problem. Wer die Befindlichkeit der Leute trifft, dem folgen sie. Nicht alle, aber eine wachsende Mehrheit. Hauptsache sie fühlen sich verstanden.
      Le Pen hat kürzlich ihre Europa-/Euro-Haltung gemässigt und sich Fillon angenähert. Auf deutsch: sie hat Kreide gefressen. So wird sie für viele wählbar(er).
      Die Wahl Macrons ist also keineswegs sicher. Auch weil WWII für viele junge Wähler zu lang her ist um die Gefahr von rechts zu begreifen.
  • Sapere Aude 27.04.2017 09:27
    Highlight Highlight Schon beim Brexit und den US Wahlen war man sich zu Gewiss und hat auf die angebliche "Vernunft" der Wähler gehofft. Wenn Macron scheitert, dann in erster Linie an sich selbst. Insofern hat er gerade einen entscheidenden Fehler gemacht, für dessen Korrektur er kaum Zeit haben wird. Statt cool zu bleiben und Le Pen ihr Ding machen zu lassen, verfällt er in operative Hektik und machts damit noch schlimmer.
    • FrancoL 27.04.2017 10:19
      Highlight Highlight Richtig er hätte cool bleiben müssen und Le Pen wäre ins Leere gelaufen. Man muss nicht auf die Ebene von MLP gehen, da hat sie ihre Jünger und Gläubigen und die sind nicht umzustimmen.
    • Citation Needed 27.04.2017 10:20
      Highlight Highlight Ja, still zuwarten und ein paar Tage später die Resultate der Gespräche und seine Einschätzung kundtun wär besser gewesen. Aber er ist auf ihre Provokation reingefallen. Es ist so, wer am lautesten schreit, wird eher gehört. Er sollte sich aber nicht auf dieser Stufe mit ihr messen, denn hohl daherplappern kann sie viel besser, andere niederschreien sowieso. Er muss die Debatte auf die inhaltliche Ebene bringen, seine einzige Chance.
  • Statler 27.04.2017 09:26
    Highlight Highlight Das Problem mit der EU ist, dass sie von Anfang an als reines Wirtschaftskonstrukt konzipiert wurde, um den grossen Blöcken (USA/Asien) ein entsprechendes Gegengewicht entgegen zu stellen.
    Im Grunde ja nichts Schlechtes. Nur wurden dabei die Menschen vergessen und das rächt sich jetzt langsam. Wenn das Luxemburgerli die EU verteidigt, ohne deren offensichtliche Mängel anzusprechen, wird er wohl für viele unwählbar sein.
    Die Rechten sind nicht so stark, weil sie gut sind, sondern weil die Gegner allesamt noch nicht begriffen haben, woher der Wind weht.
    • Tepesch 27.04.2017 10:14
      Highlight Highlight @Statler
      Das Hauptproblem sehe ich eher darin, dass die einzelnen Mitgliedsstatten der EU nicht dieselbe oder ähnliche Wirtschaftsleistung (pro Kopf) haben. Wären dem so, dann wären z.B. Auslagerungen nach Polen viel weniger Interessant. Das gleiche bei Grenzgängern.
      Das Flüchtlingsproblem liesse sich in einem solchen Szenario auch einfacher bewältigen, weil die Wirtschafts in allen Ländern ähnlich gut oder schlecht dahstehen würde.
    • FrancoL 27.04.2017 10:17
      Highlight Highlight Richtig aber nur zum Teil.
      Wenn das Gegengewicht zu den anderen Blöcken gesucht wird dann sind aber die Rechten mit ihrem Isolationismus ganz auf der falschen Linie und werden für die Arbeitsplätze noch mehr Schaden anrichten als dies der Neoliberalismus bis heute gemacht hat.
      Europa hätte auch die Möglichkeit mit einem starken europäischen Binnenmarkt eine solide Grundstruktur aufzubauen und auch hier ist das sich isolieren der falsche Weg.
    • FrancoL 27.04.2017 14:19
      Highlight Highlight @Tepesch; hat doch nichts mit Wirtschaftsleistung zu tun, sondern mit den verschiedenen Grundkostenstrukturen die zur Zeit in Europa gegeben sind.
      Vor 30 Jahren war Spanien bezüglich Lohnkosten interessant, heute sind es Polen und ähnliche Länder in 30 Jahren werden diese Länder der Auslagerung zum Opfer fallen.
      Das Dilemma ist, dass wir nichts daraus lernen, dass kein Schulterschluss bezüglich der Aktivierung des Europäischen Binnenmarkt passiert, sondern man nur immer noch mehr optimiert und auslagert und dem Staat und den Sozialwerken, die Folgen auferlegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 27.04.2017 09:07
    Highlight Highlight "Marine Le Pen setzt hingegen auf Protektionismus"
    Frage: was will denn in einer globalisierten Welt MLP denn genau protegieren? Die Arbeiter? Und dies ohne Unternehmen die sich ins Ausland absetzen, teilweise weil bereits schon in ausländischer Hand? Der französische Binnenmarkt ist ja auch nicht die Welt und darum müsste F sich gesamthaft besser positionieren und nicht mit Protektionismus sich abschotten.
    Die Populisten überschätzen Frankreich ganz gehörig.
    • satyros 27.04.2017 11:03
      Highlight Highlight Naja, Frankreich hat immerhin einen grösseren Binnenmarkt als die Schweiz. Aber hier gibt's ja auch Leute, die an Abschottung als wirtschaftliches Rezept glauben.
  • FrancoL 27.04.2017 09:02
    Highlight Highlight Man kann billigen Populismus nicht mit Populismus bekämpfen. Wer auf Populismus steht der steht auf Populismus auch wenn dieser ihm nichts bringt. Es sind die anderen Kräfte die Vernunft walten lassen müssen und die möglichen Lösungen für ein Problem werten sollten, der Populist kann das nicht und vermutlich will er das auch nicht.
  • pamayer 27.04.2017 08:55
    Highlight Highlight Die Le Pen macht es erschreckend gut. Egal, was sie verspricht, egal, was sie im Sinn hat, solche Aktionen ziehen einfach.


    Das macht sie so gefährlich.
    • Fabio74 27.04.2017 11:42
      Highlight Highlight Und löst sie ein Problem? Nein die Firma macht zu. Das kann die auch nicht ändern
    • pamayer 27.04.2017 13:05
      Highlight Highlight Genau.
  • Zeit_Genosse 27.04.2017 08:02
    Highlight Highlight Wer meint ohne EU der Globalisierung (mit seinen guten und schlechten Seiten) entfliehen zu können, glaubt vermutlich auch daran, dass man technischen Fortschritt (mit seinen guten und schlechten Seiten) aufhalten kann, usw. Wer so was als Politiker verspricht....

    ...wird am Ende noch demokratisch gewählt.
    • Maett 27.04.2017 10:29
      Highlight Highlight @Zeit_Genosse: für ein globalisiertes Frankreich braucht es keine EU, der Vergleich hinkt insofern.

      Le Pen will Frankreich wirtschaftlich ja nicht abschotten, sondern den globalisierten Kurs nach französischem Takt gehen, statt nach dem der EU, der hauptsächlich von Deutschland vorgegeben ist.
    • Fabio74 27.04.2017 15:51
      Highlight Highlight @Maett Das D die EU wirtschaftlich dominiert ist u.a der Schwäche Frankreichs zu verdanken.
      Frag mich ob es Naivität ist, zu glauben, dass F ausserhalb der EU besser da stehen wird? Warum? Die Probleme der nicht gemachten Reformen bleiben.
      Als aussenstehende Nation dürfte es eher schwieriger werden.
      Der französische Takt ist abgefahrem
  • felixJongleur 27.04.2017 07:57
    Highlight Highlight PS: als nächstes wird sie ihn wohl "Photobomben" :))
  • DonPedro 27.04.2017 07:53
    Highlight Highlight Macron ist im wahren Sinne des Wortes in den Whirlpool gefallen!
    Hoffentlich kann er schwimmen.
  • Ehringer 27.04.2017 07:47
    Highlight Highlight Nach all den Liebesbekundungen seiner ehemaligen Gegner befürchte ich, dass Macron tatsächlich (aktuell) etwas zu siegessicher ist. Mir scheint es, als sei er im Moment daran, Freunde für seine Amtszeit zu suchen und die befinden sich definitiv nicht im gemeinen Volk. Le Pen hingegen weiss haargenau, dass immer noch Wahlkampf ist und sie alles geben muss. Wenn Macron das nicht begreift könnte es ein ungemütliches Erwachen geben.
    • Asmodeus 27.04.2017 08:26
      Highlight Highlight Macron hat durchaus gute Chancen dadurch, dass die Mehrheit Frankreichs auf alle Fälle "The Pain" verhindern will.
    • Ehringer 27.04.2017 11:11
      Highlight Highlight Ich schätze diese Chance auch als relativ gut ein. Aber sich voll darauf zu verlassen, wie er es seit Sonntag macht, ist ein sehr gefährliches Spiel.
    • Asmodeus 27.04.2017 13:23
      Highlight Highlight Ein extremes Spiel mit dem Feuer.

      Vor Allem weil sich viele denken werden "ach der gewinnt eh, ich muss ja nicht abstimmen".

      Man hat schon bei Trump gesehen was dann passiert.
  • HAL9000 27.04.2017 07:43
    Highlight Highlight Man Macron checkts nicht.
    Zu weit vom Volk entfernt.
    Die Leute wollen Versprechen für die nächsten paar Jahre, nicht für längere Zeit. Le Pen bringt Vorschläge für die Zeit in der Sie regieren kann. Macron Themen, welche ein folgender Präsident (oder Präsidentin) wieder verwerfen kann, siehe Obamas Dinge jetzt bei Trump.
    Das Volk will Lösungen jetzt für jetzt, weil sie jetzt leben.
    • Asmodeus 27.04.2017 08:27
      Highlight Highlight Nur was LePen verspricht sind keine Lösungen. Nur mehr Probleme.
    • DerTaran 27.04.2017 08:46
      Highlight Highlight Also ist Lügen eine Option? Denn Marine hat gelogen mit der Aussage sie werde das Werk retten.

      Es wird die ganze Zeit - gerade auch von Populisten - bemängelt, dass die Classe Politique lügt, aber wenn einer die Wahrheit sagt, dann wird ihm nicht geglaubt.
    • Ruefe 27.04.2017 08:48
      Highlight Highlight Das Volk sollte sich besser mal überlegen wie seine Kinder leben werden.
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  • plapperi 27.04.2017 07:40
    Highlight Highlight Frau Le Pen missbraucht die Not der Arbeiterinnen und Arbeiter skrupellos zu ihrem eigenen Nutzen.
    Oder hat sie auch erklärt, wie sie diese Arbeitsplätze retten kann?
    Klar dient auch Herrn Macrons Engagement in erster Linie seinem Wahlkampf. Aber immerhin ist er ehrlich genug, zu erklären, dass diese Arbeitsplätze nicht zu retten sind.
    • Asmodeus 27.04.2017 08:27
      Highlight Highlight Du musst im Populismus nie erklären WIE Du etwas machen willst.

      Es reicht zu zeigen, dass die anderen das Problem nicht lösen können aber DU die Antworten hast. Aber die bleiben natürlich geheim ;)
    • efrain 27.04.2017 09:26
      Highlight Highlight Im Demokratieverständnis vieler Menschen ist der Präsident halt sowas wie ein König: nahezu allmächtig. Und die Menschen meinen, dass insofern das einzig Wichtige ist, in der Gunst des Regenten zu stehen - dann wird's mir gut gehen.

      Ach Menschheit, bist du hässlich dieser Tage.
    • Citation Needed 03.05.2017 09:54
      Highlight Highlight I couldn't agree more! Leere Versprechungen raushauen und dann im Wissen drum, dass die Leute schneller vergessen als eine Viertel Amtszeit rum ist, die gleichen Versprechen vollmundig erneuern und sich wiederwählen lassen. Kommt einem so vor als hätten manche Leute lieber jemanden, der ihnen nach einer Herzattacke die Hand hält und ihrer Seele ewiges Leben verspricht , während sie ihr irdisches Leben aushauchen als jemanden, der sachlich und ohne viel Trara den Defibrillator anwirft..
  • felixJongleur 27.04.2017 07:15
    Highlight Highlight Na da wäre ich gespannt wie sie die Firma, äh, motiviert, in F zu bleiben. Auch wenn die Bedingungen für Firmen besser werden würden (habe mit einem KMU Besitzer gesprochen der sich arg über Regulierungen&Vorgaben beklagt hat) meinte ich liegt es immer noch im Ermessen der Inhaber was sie umsetzen und wohin sie ziehen. Aber genau hier liegt wohl auch der wunde Pkt. der EU Freunde, dass Erlebt wird, dass die EU vor allem dafür geschaffen wurde damit Firmen ziehen können wo's grad am günstigsten ist, und die Verbesserung der Lebensumstände & Sicherheiten sonst sch. egal sind.
    • TRL 27.04.2017 09:17
      Highlight Highlight Ja, da muss man nicht drum rum reden, der Punkt tut weh. Die Frage ist, ob wir eines der besten Pferde im Stall (EU) einschläfern oder nicht, wenn es sich ein Bein bricht. Wie wärs wohl ohne EU? Hat früher auch schon funktioniert? Gut, müssen wir halt noch mal auf die F fliegen.
      Ohne EU, käme ziemlich schnell EU2.0. Wir könnten Kriege und Chaos überspringen und direkt an EU 2.0 arbeiten. Dazu muss man erkennen was man an EU 1.0 hat. Und sie evtl. nicht einschläfern. Lebensumstände: Europaparlament stärken; Sicherheit: naja, der Türkeideal stinkt zwar, aber scheint zu wirken.
  • Der Zahnarzt 27.04.2017 06:44
    Highlight Highlight Symbolträchtiges Ereignis: Le Pen als Schatten von Macron, der ihm überall hin folgt.

    Ja zu Globalisierung und Liberalismus (Macron) ist immer auch ein Ja zu Nationalismus und Faschismus (Le Pen). Man kann das eine nicht ohne das andere haben.

    • mein Lieber 27.04.2017 08:10
      Highlight Highlight Bester Beitrag!
    • DerTaran 27.04.2017 11:12
      Highlight Highlight Blödsinn.
  • walsi 27.04.2017 06:03
    Highlight Highlight Macron sagt, dass der pro europäische Kurs auf lange Sicht Frankreich zu gute kommt. Das dürfte stimmen, es dürften aber vor allem die besser gebildeten Leute mit Stellen im Dienstleistungssektor sein die profitieren. Die einfachen Produktionsangestellten dürfte wegen der Globalisierung auf der Strecke bleiben. Bis heute fehlen die Antworten der Politik für diese bedrohten Stellen. Le Pen hat auch keine, sie hat aber begriffen, dass sich was ändern muss.
    • auslandbasler 27.04.2017 06:52
      Highlight Highlight Das dürfte tatsächlich stimmen. Nur würde eine Abschottung diese Arbeitsplätze nicht sichern. Im Gegenteil. Die Digitalisierung wird keinen Halt vor Grenzen machen.
      Was es braucht ist ein Umbau des Steuer- und Sozialsystems. Die Reichen und die Unternehmen müssen zudem ihre Verantwortung annehmen und Steuern bezahlen. Jetzt haben sie zu viel Möglichkeiten, diese zu umgehen.
    • eldo 27.04.2017 07:23
      Highlight Highlight Die Reichen (?...wer genau ist das) und die Unternehmen sollen als Retter zur Verfügung stehen.
      NEIN! Wir alle müssen umdenken und unseren Konsum ändern. Ansonsten geht die Welt vor die Hunde. Umverteilung rettet uns nicht und wäre nur ein Pflästerli. Das Problem muss an der Wurzel angepackt werden, und ja: uns allen wird das weh tun!
    • walsi 27.04.2017 07:32
      Highlight Highlight Die Stellen der Whirlpoolangestellten sind nicht ein opfer der Digitalisierung. Die Lohnkosten in Polen sind einfach viel tiefer und deshalb wird die Produktion dort hin ausgelagert. Da Polen Mitglied der EU ist können die in Polen produzierten Produkte Steuerfrei nach Frankreich exportiert werden und dort zu den französischen Preisen verkauft werden. Würden die polnischen Arbeiter gleich viel verdienen wie die Franzosen gäbe es keinen Grund das Werk zu verlegen.
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