DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sechs einst enge Mitarbeiter von Sarkozy in Polizeigewahrsam

03.06.2015, 17:4403.06.2015, 17:47
Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

In einer Affäre um dubiose Umfrageaufträge sind sechs einst enge Mitarbeiter von Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy in Polizeigewahrsam genommen worden. Es geht um Günstlingswirtschaft und Veruntreuung öffentlicher Mittel.

Verhört werde unter anderen der frühere Generalsekretär im Elysée-Palast, Claude Guéant, verlautete es am Mittwoch aus Justizkreisen in Paris. In dem Fall geht es um Zweifel daran, dass während Sarkozys Amtszeit eine Reihe von Umfragen an neun Meinungsforschungsinstitute ordnungsgemäss vergeben wurden.

Neben Guéant und einem weiteren Ex-Generalsekretär im Elysée, Xavier Musca, wurde die einstige Büroleiterin von Sarkozy, Emmanuelle Mignon, in Polizeigewahrsam genommen. Betroffen waren auch die einstigen Sarkozy-Berater Jean-Baptiste de Froment, Jean-Michel Goudard und Julien Vaulpré.

Die Justiz ermittelt zu dem Vorwurf, der Elysée-Palast habe unter Sarkozy in den Jahren 2007 bis 2012 ohne ordnungsgemässe öffentliche Ausschreibung eine Reihe von Umfragen in Auftrag gegeben. Profitiert haben soll davon insbesondere sein einstiger Berater Patrick Buisson vom äussersten rechten Lager, der nun aber nicht in Polizeigewahrsam genommen wurde. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bolsonaro verstärkt Drohungen im Wahlkampf: «Eure Freiheit ist mehr und mehr bedroht»

Rund eine Woche vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat der rechte Amtsinhaber Jair Bolsonaro angesichts einer drohenden Niederlage den Ton weiter verschärft und dem Obersten Gerichtshof des Landes unverhohlen gedroht. «Ihr wisst, dass eure Freiheit jeden Tag mehr und mehr von einer anderen Staatsgewalt bedroht ist, die nicht die Exekutive ist», sagte Bolsonaro bei einer Wahlveranstaltung in Divinópolis am Freitag (Ortszeit) in Anspielung auf den Obersten Gerichtshof, wie die brasilianische Zeitung «Folha de S. Paulo» berichtete. «Und wir wissen, dass wir diesem Missbrauch ein Ende setzen müssen.»

Zur Story