International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schneechaos in Frankreich - ein Toter und Tausende ohne Strom



Snow falls from trees on the road in Poleymieux au Mont d'Or, near Lyon, central France, Friday, Nov. 15, 2019. A dump of heavy snow in southern France has brought down power lines and trees, killing one person, and caused widespread traffic disruption. (AP Photo/Laurent Cipriani)

Schnee sorgt für Chaos und Schlimmeres in Frankreich. Bild: AP

Heftige Schneefälle haben im Südosten Frankreichs für Chaos gesorgt. Ein Mann wurde am Donnerstagabend von einem Baum erschlagen, wie mehrere französische Medien unter Berufung auf die Präfektur berichteten.

Der Verkehr kam teilweise zum Erliegen, Züge fielen aus und Tausende Menschen waren ohne Strom. Der französische Wetterdienst warnte in mehreren Départements im Osten des Landes vor Schnee und Glätte.

Ein Autofahrer wollte am Abend in der Nähe der Stadt Bourgoin-Jallieu eine blockierte Strasse freiräumen, wie unter anderem die Zeitung «La Dauphine» berichtete. Dabei wurde er von einem Baum, der unter der Schneelast umkippte, erschlagen. Ein weiterer Mensch, der dem Mann in den 60ern zu Hilfe gekommen war, wurde leicht verletzt.

In den Départements Drôme, Isère, Rhône und Ardèche waren am späten Donnerstagabend rund 200'000 Haushalte ohne Strom, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Techniker waren im Einsatz, um die Störung zu beheben. Eine Notfallnummer wurde freigeschaltet.

Mehrere Zugstrecken gesperrt

«Auf so kleinem Raum ist das wirklich aussergewöhnlich», sagte Antoine Jourdain, Technischer Direktor und Leiter der nationalen Kriseneinheit von Enedis, dem Sender BFMTV. Die Bäume würden unter der Schneelast umstürzen und auf die Stromleitungen fallen. Bei der Gemeinde Tournon-sur-Rhône war zum Beispiel eine 20'000-Volt-Stromleitung aufgrund des Schnees ausgefallen.

Zahlreiche Zugstrecken rund um Grenoble seien mindestens bis Freitagmittag gesperrt, sagte ein Sprecher der französischen Bahn SNCF der Nachrichtenagentur AFP. Betroffen seien etwa die direkten Verbindungen Grenoble-Lyon, Grenoble-Valence und Grenoble-Veynes. Zahlreiche Lkw blieben zeitweise auf den eingeschneiten Strassen liegen. Die Behörden riefen Anwohner auf, das Auto stehen zu lassen. Ausserdem wurden zahlreiche Strassen gesperrt.

Der Wetterdienst warnte in Höhenlagen vor bis zu 30 Zentimeter Schnee, örtlich sogar vor mehr als 50 Zentimeter. Die Schneefälle sollten den Meteorologen zufolge in der Nacht zu Freitag anhalten.

Wintereinbruch in Spanien

Ein verfrühter Wintereinbruch machte auch Millionen von Spaniern zu schaffen. In der nördlichen Hälfte des Landes waren weite Teile am Freitag schon frühmorgens nach heftigen Schneefällen in der Nacht mit einer dicken und grossflächigen weissen Decke überzogen.

Die Schneefallgrenze fiel in einigen Regionen auf 700 Meter. Mehr als 80 Strassen, darunter wichtige Landstrassen und Autobahnen, wurden gesperrt oder waren für normale Autos nahezu unbefahrbar, wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten.

Der Wetterdienst Aemet hatte zuvor am Freitag für 20 der insgesamt 50 Provinzen des Landes Alarmstufe Orange oder Gelb ausgegeben. Auf des Urlaubsinsel Mallorca war es am Freitag vorwiegend kalt, windig und regnerisch; in den Bergen fiel der Niederschlag sogar auch in Form von Schnee. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Schneesturm in New York

Warum wir den Winter so hassen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zu viele Frauen in Führungsposten – doch keine Strafe für Paris

Die Stadt Paris muss eine Geldstrafe wegen zu vieler Frauen in Führungspositionen nun doch nicht zahlen. Sie habe Bürgermeisterin Anne Hidalgo eingeladen, um ihr mitzuteilen, dass das Bussgeld nicht fällig werde, schrieb die Ministerin für den Öffentlichen Dienst, Amélie de Montchalin, am Mittwoch auf Twitter.

Die Stadt war zuvor dazu verdonnert worden, 90 000 Euro zu zahlen, weil 69 Prozent der Führungsposten im Jahr 2018 mit Frauen besetzt worden waren. Hidalgo hatte die Strafe damals als …

Artikel lesen
Link zum Artikel