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Frankreichs Präsident Macron: «Was wir derzeit erleben, ist der Hirntod der Nato»



FILE - In this Oct. 30, 2019, file photo, French President Emmanuel Macron delivers a speech during the Global forum on Artificial Intelligence (AI) for Humanity (GFAIH) at the Institut de France in Paris. Macron is visiting China amid a push for Beijing to open its markets, despite festering trade disputes and weakened consumer spending. (Ludovic Marin, Pool via AP, File)

Macron warnt mit markigen Worten. Bild: AP

Wenige Wochen vor dem Nato-Jubiläumsgipfel zum 70-jährigen Bestehen hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Militärbündnis massiv in Frage gestellt. «Was wir derzeit erleben, ist der Hirntod der Nato», sagte Macron der britischen Zeitschrift «The Economist» in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview.

Es gebe «keinerlei Koordination bei strategischen Entscheidungen zwischen den USA und ihren Nato-Verbündeten». «Wir finden uns das erste Mal mit einem amerikanischen Präsidenten wieder, der unsere Idee des europäischen Projekts nicht teilt», sagte Macron mit Blick auf Donald Trump und den Truppenabzug der USA aus Teilen Syriens.

Zugleich zeige das Nato-Land Türkei ein «unkoordiniertes, aggressives» Vorgehen in einem Bereich, in dem die Sicherheitsinteressen aller berührt seien. Damit spielte er auf die türkische Militäroffensive gegen die Kurden in Nordsyrien an, die bei den Verbündeten auf massive Kritik gestossen ist.

«Vergeltung an der Türkei zu üben, werden wir uns dazu bekennen?»

Auf die Frage, ob der Beistandsartikel fünf des Bündnisses angesichts der türkischen Offensive noch Bestand habe, antwortete Macron: «Ich weiss es nicht.» Wenn der syrische Präsident Baschar al-Assad beschliesse, «Vergeltung an der Türkei zu üben, werden wir uns dazu bekennen?», fragte Macron.

Artikel fünf besagt, dass ein Angriff auf ein Nato-Mitglied einem Angriff auf alle gleichkommt und die Partner dem betroffenen Land beispringen müssen. Er kam in der Geschichte des Bündnisses erst ein Mal zur Anwendung: Nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 und dem anschliessenden Nato-Militäreinsatz in Afghanistan.

Europa müsse seine militärische Souveränität wiedererlangen, forderte Macron in dem Interview, das der «Economist» im Pariser Elysée-Palast führte. Die internationale Sicherheitslage und die aufstrebende Macht China hätten zu einer «aussergewöhnlichen Schwäche Europas» geführt. «Wenn Europa sich nicht als Weltmacht sehen kann, wird es verschwinden», warnte Macron.

«Das Risiko, Europa selbst zu spalten.»

Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte in Berlin, die Nato bleibe «der Anker der Sicherheit Europas». Gemeinsames Ziel sei «ein handlungsfähiges Europa» und keine «Konkurrenz», wie sie unter Anspielung auf die USA betonte.

Stoltenberg warnt

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte davor, einen Keil zwischen die USA und Europa zu treiben. «Jeglicher Versuch, Europa von Nordamerika zu distanzieren, wird die transatlantische Allianz nicht nur schwächen», sagte er in Berlin. «Er birgt auch das Risiko, Europa selbst zu spalten.» Europäische Einheit könne «die transatlantische Einheit nicht ersetzen».

Die Veröffentlichung des Macron-Interviews fiel in eine Zeit intensiver diplomatischer Aktivität: Neben Stoltenberg ist derzeit auch US-Aussenminister Mike Pompeo in Deutschland zu Gast, der zum Gedenken an 30 Jahre Mauerfall anreiste und unter anderem mit Soldaten der US-Armee am Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern sprach.

Aus dem Umfeld Macrons verlautete, der Präsident habe mit dem Interview «nicht die Nato in ihrer Gesamtheit in Frage stellen wollen, wohl aber die Strategie und Politik der Institution». Der Jubiläumsgipfel des Bündnisses findet am 3. und 4. Dezember in London statt.

Frankreich hat ein spezielles Verhältnis zur Nato: Das Land war 1949 zwar Gründungsmitglied, zog sich aber nach dem Aufstieg zur Atommacht 1966 aus der militärischen Integration zurück, weil Präsident Charles de Gaulle keine Unterordnung seiner Truppen unter US-Kommando akzeptieren wollte. Erst unter Präsident Nicolas Sarkozy wurde das Land 2009 wieder vollständig in die Nato integriert. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 08.11.2019 20:02
    Highlight Highlight Derweil liebkost Merkel den US-Aussenminister Pompeo, welcher mit seiner Kravatte unmissverständlich zeigte, welch geistig Kind er ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Wei%C3%9F-Rot

    Quo vadis, USA/Germany?
    Benutzer Bild
  • kamafilm@online.de 07.11.2019 20:47
    Highlight Highlight Unter den Blinden (in Europa) ist der (die) einäugige König (in) !
    Hierzu meinen herzlichen Glückwunsch an Frau Dr. Angela Merkel!
  • Dong 07.11.2019 17:43
    Highlight Highlight Ach, sch***s auf die NATO. Die Chance, dass die aus purer Unfähiogkeit einen Krieg beginnen ist inzwischen höher als die, einen zu verhindern. Und nebenbei kann unsere Raketenabwehr offenbar nicht mal Huthi-Drohnen stoppen.
    Die Europäer haben sich letztlich zu lange damit begnügt, den USA zu gefallen und die eigene sicherheitspolitische Perspektive komplett ignoriert, da müssten wir Trump eigentlich dankbar dafür sein, dass er uns das vor Augen führt.
    • Ueli der Knecht 07.11.2019 18:45
      Highlight Highlight Die Türken haben vermutlich gute Gründe, dass sie lieber ein russisches Flug- und Raketen-Abwehrsystem einkaufen.
    • rodolofo 07.11.2019 22:12
      Highlight Highlight @ Ueli der Knecht
      Erdogan macht das, was alle 3.Welt-Diktatoren machen: Er spielt die Grossmächte gegeneinander aus.
      "Wenn Du mich zu sehr nervst mit Menschenrechten, oder Ansprüchen, nenne ich Dich einen Hurensohn und gehe zum Konkurrenz-Imperium!"
      Wenn wir die Ex-Diktatoren Marcos (Philippinen) und Tschauschesku (Rumänien) miteinander vergleichen, haben beide das genau gleiche korrupt-mafiose Günstlings-System mit feudalem Staatskapitalismus aufgebaut.
      Der Eine aber machte es mit Hilfe der USA gegen die Kommunisten.
      Der Andere machte es mit Hilfe Russlands gegen die Kapitalisten...
    • Ueli der Knecht 07.11.2019 22:32
      Highlight Highlight "Erdogan macht das, was alle 3.Welt-Diktatoren machen"

      Warum macht das denn die Bananenrepublik (oder Popcorn-Kolonie?) Schweiz nicht auch so?

      «Gerade China und Russland haben hervorragende Kampfjets der neuesten Generation, die mit der F-35A durchaus mithalten und sie fliegerisch sogar übertrumpfen können. Gerade der Schweiz als neutrales Land wäre es gut angestanden, bei der Evaluation auch einen chinesischen oder russischen Kampfjet zu berücksichtigen»
      https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/russische-und-chinesische-jets-sind-fuer-die-schweiz-tabu-doch-warum-134160800
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 07.11.2019 17:31
    Highlight Highlight Was wir derzeit erleben, ist die Retourkutsche von Trump. Für was?

    Das die Franzosen und die Deutschen ein erbärmliches Militär haben und über Jahrzehnte nicht annähernd die "vereinbarten" 2% investiert haben. Beide Länder haben ein veraltetes, nicht funktionsfähiges und abolut ineffektives Militär und könnten ihre oder andere NATO Länder nicht mal ansatzweise verteidigen - sollte es dazu kommen.
    • Chrigi-B 07.11.2019 21:03
      Highlight Highlight Die Franzosen sind ohne amerikanische Hilfe nicht einsatzfähig. Also ausser sie kömpfen gegen ein paar 100 Buschpiraten in einer der vorherigen Kolonien.

      In einem grösseren Krieg sind alle europäischen Armeen hoffnungslos unterlegen. Zu wenig Männer und veraltete Ausrüstung. Sieh dir nur die Personentransporter der französischen Infanterie an...

      Da ist die Schweiz besser aufgestellt 😂🤭
    • Chrigi-B 08.11.2019 00:27
      Highlight Highlight Sorry Manuce, du hast die französischen Scheuklappen montiert (Grande Nation am Ar***, diese Zeiten sind vorbei).

      Die französischen Geheimdienste, Polizei inkl. Armee können nicht mal ihr Heimatland vor polizeilich und geheimdienstlich bekannten Terroristen beschützen (absolut PEINLICH).

      Die französischen Spezialeinheiten sind gut, keine Frage, aber für einen grossen Krieg ist die französische Armee nicht annähernd bereit, gross genug oder gut genug ausgerüstet.
  • Heinz Maag 07.11.2019 16:42
    Highlight Highlight Kein Wunder das die Nato nicht funktioniert. Wenn alle eigene Interessen verfolgen geht das Spiel nicht auf. Es funktioniert ja nicht mal in der EU, die Griechen und Italiener sind im Fall Flüchtlinge alleine auf sich gestellt. Frankreich unterstützt immer noch "Generäle" in Afrika damit die sich nicht komplett vom französischen Kolonialismus ablösen können. Und Putin ist halt fleißig und hat systematisch dafür gearbeitet, das die Nato gespalten wird. Ein EU Politiker würde jetzt sagen "warten wir mal ab, was die Chinesen in 20 Jahren machen" :)
    Traurig die EU
    • frnrsch 08.11.2019 06:02
      Highlight Highlight In wie weit hat Putin die Nato systemtechnisch gespalten❓Die Nato hat gegen alle möglichen Abkommen verstossen und die eigenen Regeln gebrochen und das wiederholt 🤷🏽‍♂️ siehe zB Osterweiterung. Einsätze in Ländern ohne entsprechende Mandate.
  • Locutus70 07.11.2019 15:55
    Highlight Highlight Jahrzehntelang hat sich Europa von den USA militärpolitisch abhängig gemacht, weil man nicht die Eier hatte bei Konflikten einzugreifen.
    «Wir finden uns das erste Mal mit einem amerikanischen Präsidenten wieder, der unsere Idee des europäischen Projekts nicht teilt» - das ist falsch. Der letzte Präsident den das europäische Projekt interessiert hat war Clinton, die Nachfolger haben nur Schönwetterreden gehalten.
    Was man auch nicht vergessen darf: Die Bevölkerung in den USA ist zunehmend nicht mehr bereit ihre Söhne und Töchter in fremden Konflikten zu opfern.
    • moedesty 07.11.2019 17:44
      Highlight Highlight die konflikte die du ansprichst wurden von den amis kreirt. oder wann wurde europa das letzte mal
      militärisch angetgriffen? "fremde konflikte", das ich nicht lache.
    • Locutus70 07.11.2019 19:14
      Highlight Highlight Kommentare wie den ihren sollten US-Zeitungen öfter mal abdrucken. Dann würde der Druck auf das Establishment wesentlich erhöht das die Europäer sich selbst um Angelegenheiten in ihrer unmittelbaren Nähe kümmern :)
    • moedesty 07.11.2019 19:24
      Highlight Highlight und nochmals? welche angelegenheiten europas?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eugen1999 07.11.2019 15:40
    Highlight Highlight Tja Europa, aufwachen, Augen reiben und los legen. Bloss wie? Der Nationalismus in den europäischen Staaten ist bereits derart hoch, dass das nötige Zusammenrücken alleine schon eine grosse Leistung wäre. Die von den internationalen Finanz- und Grosskonzernen durchlöcherten Demokratien müssen zuerst in ihren Parlamenten aufräumen bevor sie in einem Europäischen Sinn überhaupt handeln können. Die militärische Bereitschtschaft ist das Eine, die wirtschaftlichen Abhängikeiten sind noch viel komplexer.
    Um da raus zu kommen braucht es eine Vision die alle anstreben, auch die Schweiz. Also los!!
  • eightball 07.11.2019 15:11
    Highlight Highlight neues europäisches Bündniss gründen. Erdogan und Trump bilden halt dann Nato alleine.
  • Basti Spiesser 07.11.2019 14:44
    Highlight Highlight Die Nato hat sich die letzten Jahre mehr um Angriff, als um Verteidigung gekümmert.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 07.11.2019 14:41
    Highlight Highlight Mimimi.
    Und als Frankreich ohne NATO-Erlaubnis in Libyen herumbombardierte?
    Ah, das ist etwas Anderes.
    • Prügelknabe 07.11.2019 15:06
      Highlight Highlight Wann genau meinen Sie?

      Am 17. März 2011 wurde die UN Resolution 1973 verabschiedet, mit der die Zivile Bevölkerung Libyens vor den Truppen von Muammar al-Gaddafi beschützt werden sollte.
      Falls Sie diese Bombartements meinen, dann liegen Sie total Falsch. Mit der NATO hat eine UN-Resolution nichts zu tun.
  • Ueli der Knecht 07.11.2019 14:40
    Highlight Highlight Was Marcron will, erzählte er an seinem Appel an die Europäerinnen und Europäer vom März dieses Jahres:

    «Für einen Neubeginn in Europa»
    https://www.nzz.ch/international/macrons-aufruf-im-wortlaut-fuer-einen-neubeginn-in-europa-ld.1464843

    "Ich schlage die Gründung einer europäischen Agentur für den Schutz der Demokratie vor (...)
    Wir müssen (...) in einem Vertrag über Verteidigung und Sicherheit festlegen, (...) Erhöhung der Militärausgaben, Anwendungsfähigkeit der Klausel über die gegenseitige Verteidigung, Europäischer Sicherheitsrat"...

    Aha: Europäischer (statt UN-) Sicherheitrat.
    • DemonCore 07.11.2019 15:43
      Highlight Highlight Das halte ich für eine hervorragende Idee!
  • Cpt. Jeppesen 07.11.2019 14:40
    Highlight Highlight Eines muss man Putin lassen, er hat sein Ziel erreicht. NATO handlungsunfähig, USA gespalten, Europa zerstritten.
    In der Zwischenzeit kann Putin unbehelligt seine kleinen Kriege führen (siehe Ukraine, Tschetschenien, Georgien), sich im nahen und mittleren Osten als Schutzmacht etablieren und seine militärischen Stützpunkte am Mittelmeer ausbauen.
    Wer das nicht glaubt soll mal schauen von wem Trump, Brexit, Le Pen, Orban, PIS oder AfD ihr Geld bekommen. Die neue Weltordnung heist China und Russland. Adieu Freiheit.
    • DemonCore 07.11.2019 18:32
      Highlight Highlight Militärisch noch nicht. China und Russland können nicht dieselbe militärische Macht ausüben wie die USA es kann. Die Frage ist, ob und für welche Fälle die USA bereit ist einzugreifen.

      Im zweiten Weltkrieg haben die USA bis Dezember 1941 zugeschaut. Damals stand die deutsche Wehrmacht schon tief in Russland. Der amerikanische Isolationismus war immer schlecht für die Stabilität und die Sicherheit.
    • Cpt. Jeppesen 07.11.2019 22:06
      Highlight Highlight Der Grund warum die USA im WW2 eingegriffen haben war der Angriff von Japan auf Perl Habor. Japan war mit Nazi-Deutschland verbündet und durch den Kriegseintritt mit Japan war automatisch der Krieg gegen Deutschland eröffnet. Erst 1944 landeten Amerikanische Truppen auf dem Europäischen Festland.
      Heute ist die Hälfte der Amis kriegsmüde und hinterfragt den Sinn der Auslandseinsätze. Das Militär ist teuer und Landkriege mit Eroberungen sind wenig aussichtsvoll. Sie werden ihre Interessen verteidigen, ob da aber Westeuropa noch dazu gehört muss hinterfragt werden.
  • Füürtüfäli 07.11.2019 13:45
    Highlight Highlight Es mag ja vieles nicht richtig sein mit ihm, aber das hat er verstanden. Die USA zerstören momentan die NATO, und die Deutschen die EU.

    Die EU befindet sich derzeit vollends im Würgegriff der USA bzw. NATO, viel wichtiger wäre es die Rüstung von amerikanischen Produzenten wegzureißen, die den europäischen NATO-Partnern wie die Mafia auf die Pelle rückt und die USA dafür aus Syrien abzieht um dem überflüssigen NATO-Land Türkei das Spielfeld zu überlassen.
    • DemonCore 07.11.2019 15:45
      Highlight Highlight Wieso "zerstören" die Deutschen die EU? Die Befürworter der EU waren noch nie so stark wie jetzt, sowohl in der Politik als auch gesellschaftlich. Schau mal die Eurobarometer an!
  • Ferd Blu 07.11.2019 13:22
    Highlight Highlight Die NATO ist ein Saftladen im Dienste der USA, es ist eigentlich ein riesen US Businessmodell und um globale Kriege zu führen. Am besten wäre eine EU Reformation im Sinne des Kontinents um den destruktiven US Einfluss abzuschütteln. Das ist auch das einzige wo ich Macron recht gebe.
    • Grohenloh 07.11.2019 13:35
      Highlight Highlight Also als erstes war die Nato ein Schutzschild der USA für Westeuropa gegen den Ostblock. Damals machte die Türkei als Mitglied Sinn. (Heute: sofort rausschmeissen). Dann ist sie geblieben, weil die Europäer keine eigene Verteidigung aufgebaut haben. Also blieb sie Schutzschild dar USA für Europa. Es war einfach nicht klar gegen wen.
      Aber solange die Europäer keine glaubwürdige Verteidigung aufbauen, verteidigen halt die USA uns. Im Falle eines Falles. Ohne richtige Armee können die Europäer halt im eigenen Umfeld auch nicht eingreifen. Das ist schade.
    • bebby 07.11.2019 14:15
      Highlight Highlight Nach dem 2. WK war eigentlich klar, dass Deutschland nie mehr aufrüsten darf, deshalb hat sich Deutschland auf die Wirtschaft konzentriert und die USA haben die Sicherheit Europas garantiert. Ich hoffe, man vergisst das nicht.
  • rodolofo 07.11.2019 13:19
    Highlight Highlight Dass die NATO kein Herz hat, wissen wir...
    • DemonCore 07.11.2019 14:17
      Highlight Highlight Das sehen die Afghanen und die Kosovaren aber anders.
    • rodolofo 07.11.2019 16:18
      Highlight Highlight @ DemonCore
      Militärköpfe wollen immer Stützpunkte errichten.
      Die Kosovaren interessieren die gar nicht.
  • TanookiStormtrooper 07.11.2019 13:18
    Highlight Highlight Man hat die NATO auch den Amis (grösstes Truppenkontingent) und den Türken (Platz 2) überlassen und sich so abhängig von denen gemacht. Bei den USA war nich unbedingt abzusehen, dass da mal ein kompletter V******** an die Macht kommt, dass man die Türken aber zum "Türsteher Europas" gemacht hat war aber ein absehbarer Fehler.
    • Whitchface 07.11.2019 14:55
      Highlight Highlight Wieder der unsägliche Vergleich mit der Türkei. Zahlen sind bei Weitem nicht alles. Die Türkische Armee mag vielleicht auf dem Papier, oder gegen chancenlose YPG Milizen etwas taugen, zu mehr aber kaum. Die Türkei hat im Jahr 2016 gegen den IS enorm viele Leopard 2s verloren, weil sie einfach falsch eingesetzt wurden. (Als mobile Artillerie)
      Die Türkei als "Türsteher Europas" zu bezeichnen, ist wirklich sehr sehr weit von der Realität entfernt.
    • TanookiStormtrooper 07.11.2019 15:46
      Highlight Highlight Es ist natürlich auch schwer, jemanden z.B. in Deutschland für die Berufsarmee zu begeistern. Anstrengend und auch nicht wirklich gut bezahlt, anziehend finden diesen Beruf auch nur rechtsradikale Dumpfbacken.
      In der Türkei wird gnadenlos jeder eingezogen. Da hätte man sich eben denken können, dass es keine gute Idee ist selbst zu Sparen und die "Drecksarbeit" einem nicht ganz so demokratischen Land zu überlassen.
    • Whitchface 07.11.2019 15:59
      Highlight Highlight @Tanooki Dann werden halt alle eingezogen. Die Moral von in die Armee gezwungenen Soldaten wurde bereits dem weströmischen Reich zum Verhängnis. Solange die interner Spannungen in der Türkei so stark sind, ist ihr Militär nicht schlagfertig. Mal abgesehen von der völlig veralteten Militärdoktrin.
  • DemonCore 07.11.2019 13:07
    Highlight Highlight Zeit für eine autonome Europäische Sicherheitspolitik. Nationalistische Angelsachsen und reaktionäre Neo-Osmanen können nicht glaubwürdig Demokratie und Menschenrechte verteidigen.
    • Don Alejandro 07.11.2019 17:25
      Highlight Highlight Word. Amerika und die Türkei kann abgeschrieben werden. Vielleicht noch Schottland, den die werden sich den Brexit nicht antun und ihre Unabhängigkeit einfordern.
  • pun 07.11.2019 13:05
    Highlight Highlight Ich komme aus linken Kreisen, in denen "NO NATO" eine gängige Haltung ist. Sicherlich berechtigt, die Nato ist kein Friedensbündnis. Aber niemals hätten wir uns gewünscht, dass anstelle der NATO die Übermacht noch autoritärerer Machthaber kommt. Wir werden in den nächsten Jahren dringend sehr schlaue und weitsichtige pro-europäische PolitikerInnen brauchen, die auch Härte zeigen können. Nur wo sind diese?
    Die Linken sind - wiedermal - mit internen Richtungskämpfen beschäftigt, die Bürgerlichen sind seid Jahren schon lobbyverseucht gekauft oder so dumm, sich mit Faschisten ins Bett zu legen.
    • DemonCore 07.11.2019 14:15
      Highlight Highlight Danke. Eine vernünftige linke Perspektive.
    • Xnce 07.11.2019 15:08
      Highlight Highlight "pro-europäische PolitikerInnen"

      How about no?
  • Alteresel 07.11.2019 13:05
    Highlight Highlight Und was bitte schön macht der Herr Macron? Stoppt er den Handel mit der Türkei? Beruft er wenigstens den Botschafter ein? Nichts macht er, gar nichts!
    • DemonCore 07.11.2019 14:16
      Highlight Highlight Weil ein französischer Alleingang nichts bringt? Es braucht eine europäische Sicherheitspolitik.
    • Majoras Maske 07.11.2019 16:33
      Highlight Highlight Macron hatte den türkischen Botschafter eingerufen... Und übrigens nicht nur er...
  • Bruuslii 07.11.2019 12:46
    Highlight Highlight wo er recht hat, hat er recht.

    leider...
    • salamandre 07.11.2019 12:54
      Highlight Highlight Ich hab zig Male auf das Herz gedrückt...hat alles nix gnutzt!!!
    • DemonCore 07.11.2019 15:51
      Highlight Highlight Trump hat das aber nicht "etwas anders" formuliert, sondern hat ohne jegliche Ahnung ultimativ eine Budgeterhögung gefordert, ohne die militärische Notwendigkeit zu zeigen oder auch nur wie die zusätzlichen Mittel eingesetzt werden sollten. Das ganze natürlich mit der durchsichtigen Absicht die Allianz westlicher Demokratien auseinander zu treiben. Trump ist ein Verräter am freien und demokratischen Westen. Er gehört umgehend vor Gericht gestellt.
    • Bruuslii 07.11.2019 15:58
      Highlight Highlight cold as ice: da die nato von trump und erdogan in höchstem masse verraten wurde, ist das in dem fall eine aktiv eingeleitete self fulfilling prophecy!

      das ist der unterschied von noch vor 2 jahren!

      ich empfehle dir wärmstens, in die usa auszuwandern, wenn dir der trump so gut gefällt, du fanboy!

      unsere leitkultur hier in der schweiz und europa ist divers, aber NICHT mit faschismus, rassismus, korruption, verrat, egoismus sowie menschen- und frauenverachtung vereinbar.

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