International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06635854 French President Emmanuel Macron delivers a speech during the Artificial Intelligence for Humanity event in Paris, France, 29 March 2018.  EPA/ETIENNE LAURENT/ POOL MAXPPP OUT

Will kurdische Milizen unterstützen: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron Bild: EPA/EPA POOL

«Gegen Wiedererstarken des IS» – Macron will kurdische Milizen in Nordsyrien unterstützen



Frankreich hat der kurdisch dominierten Milizen-Gruppe SDF Beistand in Nordsyrien zugesagt. Damit will Präsident Emmanuel Macron laut eigenen Angaben ein Wiedererstarken des IS verhindern.

Macron traf sich am Donnerstag in Paris erstmals mit Vertretern der Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF), die in Syrien gegen die Extremisten-Organisation Islamischer Staat kämpft. Sein Büro teilte danach mit, Macron habe der SDF Unterstützung bei der Stabilisierung der Sicherheitszone im Nordosten Syriens zugesagt.

Zur SDF gehören auch kurdische Kämpfer der YPG. Die Türkei will die YPG aber vertreiben. Ankara bezeichnet die Gruppe als Terror-Organisation und wirft ihr Verbindungen zu der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. In der Erklärung aus dem Büro Macrons hiess es am Donnerstag, der Präsident biete an, zwischen beiden Seiten zu vermitteln. Schliesslich habe sich die SDF von der PKK distanziert.

Entsendung von zusätzlichen Soldaten

Ein Mitglied der PYD - dem politischen Arm der YPG - sagte Reuters nach dem Treffen mit Macron in Paris, der Präsident habe auch die Entsendung von mehr Soldaten in die Region versprochen. Das Präsidentenamt wollte sich dazu nicht äussern.

Frankreich hat - ebenso wie die USA - von der YPG angeführte Kämpfer in der Region mit Waffen ausgerüstet und ausgebildet. Zudem hat Macron dort dutzende Spezial-Kräfte stationiert. Die Unterstützung wird von der Türkei scharf kritisiert. Sie will unbedingt verhindern, dass sich ein zusammenhängendes kurdisches Einflussgebiet vom Irak über Syrien bis in die Türkei bildet.

Die Unterstützung wird von der Türkei scharf kritisiert. Diejenigen, die mit Terrorgruppen gegen die Türkei zusammenarbeiteten und Solidarität zeigten, würden «wie die Terroristen ein Ziel der Türkei werden», erklärte der türkische Vizeministerpräsident Bekir Bozdag am Freitag über Twitter. «Wir hoffen, dass Frankreich nicht einen solch irrationalen Schritt geht.»

Angst vor einheitlichem Kurdengebiet

Zur SDF gehören auch Kämpfer der kurdischen YPG-Miliz. Die Regierung in Ankara sieht in dieser eine Terror-Organisation mit Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die türkische Regierung will unbedingt verhindern, dass sich ein zusammenhängendes kurdisches Einflussgebiet vom Irak über Syrien bis in die Türkei bildet.

Türkische Soldaten hatten zuletzt die nordsyrische Stadt Afrin gestürmt, die unter kurdischer Kontrolle war. Zudem hatte Ankara einen Einsatz in Richtung der syrischen Kurdenhochburg Manbidsch angedroht. Dort sind auch US-Soldaten stationiert, die mit der YPG im Kampf gegen den IS verbündet sind. (sda/reu)

13 Gesichter von syrischen Flüchtlings-Kindern: Wo ist meine Zukunft?

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 30.03.2018 15:02
    Highlight Highlight Französische Waffen gegen deutsche Panzer? Der Ausgang ist bekannt...
  • Foxcroft 30.03.2018 14:13
    Highlight Highlight Ja, klar ist doch alles so einfach. Genau die Franzosen wollen helfen den IS unter Kontrolle zu bringen, eine andere Motivation gibt es nicht, es geht nur um das wohlwollen der Menschheit so wie immer. /ironie
    Es wundert mich immer wieder wieviele gutgläubige Menschen es gibt. Fängt an endlich zu hinterfragen!
    • Sebastian Wendelspiess 30.03.2018 19:41
      Highlight Highlight Danke! Geht mir gleich.
  • SocialCapitalist 30.03.2018 13:03
    Highlight Highlight Schön das die Franzosen auch die Kurden unterstützen
    Eines der wenigen Völker das auch eine Direkte Demokratie möchte (Im besten fall(aber seien wir ehrlich))
    Mal schauen wie sie den Kurden helfen können
    Maybe wie die Amis/Deutschen ausbilden und bewaffnen
  • pamayer 30.03.2018 10:31
    Highlight Highlight Endlich!!

    Alle anderen Waffen liefernde Feiglinge.
  • rodolofo 30.03.2018 08:09
    Highlight Highlight Endlich greift mal Einer aus Europa beherzt ein zugunsten der Kurden und gegen den IS!
    Wenn sich die Erdogan-Türkei vom Französischen Vorgehen gestört fühlt, ist das nicht weiter verwunderlich, denn der IS machte doch bisher für Erdogan's Neu-Osmanien die Drecksarbeit!
    Das ist doch hier den Allermeisten klar.
    Leider lassen sich mehr als die Hälfte aller Türken von ihrem Sultan an der Nase herumführen.
    Was der IS nicht geschafft hat, soll das Türkische Militär jetzt selber zu Ende bringen:
    Die Kurden unterjochen/vertreiben und einen Teil Syriens besetzen und in Neu-Osmanien einverleiben.
    • Paganapana 30.03.2018 12:46
      Highlight Highlight Unfassbar, wie manche Länder um jeden Preis expandieren wollen. Wenn diese Staatsoberhäupter ihr Selbstwertgefühl unbedingt mit Staatsgrenzen stärken müssen, sollen sie doch irgend ein Strategie Game fürs Handy zocken :)
    • swisskiss 30.03.2018 20:12
      Highlight Highlight Dr.Bogyman; Welche Interessen, welche Eliten? Diffuses kritisieren ist nicht eine Meinung verteten, sondern sinnbefreites polemisieren.

      Besonders wenn man solches handeln, als gezieltes fördern von Terrorismus tituliert.

      Das Du offensichtlich erhebliche Mühe hast mit den sogenannten Eliten, sollte kein Hinderungsgrund sein eine etwas sachlichere und kompetentere Sichtweise zu vertreten.

      Macron mit Erdogan gleichzusetzen, zeigt ja deutlich wie völlig voreingenommen und absurd Deine Sichtweise ist.

      Schon fast eine Frechheit, einen solchen Kommentar mit "bei allem Respekt" zu beginnen.
    • rodolofo 30.03.2018 20:43
      Highlight Highlight @ Dr. Bogyman
      Ich sehe da schon noch gewisse Abstufungen.
      Macron ist zwar erfolgreich, hat aber auch Charakter. Er erinnert mich in vielem an Barak Obama.
      Und er stellt sich nicht getürkten Wahlen und einer freien bis saufrechen Presse.
      Erdogan dagegen ist ein Vertreter der "Alten Schule", äusserst autoritär und sehr schnell beleidigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lukas Brunner 30.03.2018 06:58
    Highlight Highlight Türkei: *triggered*

Chemiewaffen für Assad-Partner – diese Basler Firma steckt hinter dem Export

Im Jahr 2013 wurde der Nervenkampfstoff Sarin gegen Zivilisten der syrischen Hauptstadt Damaskus eingesetzt. Die internationale Empörung war gross. Präsident Bashar al-Assad willigte schliesslich ein, seine Chemiewaffen und deren Ausgangsstoffe zu zerstören.

Massgeblich beteiligt an der Vernichtungsaktion war das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) – rund eine Million Schweizer Franken wurde dafür beigesteuert.

Letztes Jahr wurde bekannt, dass wenige Monate danach …

Artikel lesen
Link zum Artikel