Emmanuel Macron will sich nach seiner Amtszeit aus der Politik zurückziehen
«Ich habe mich vorher nicht politisch engagiert und werde mich auch danach nicht politisch engagieren», erklärte Macron während einer Diskussion mit Schülern der französisch-zyprischen Schule in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, wo er sich im Vorfeld eines informellen europäischen Gipfeltreffens zu einem offiziellen Besuch aufhielt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Macron erklärte weiter, dass es nach neun Jahren das Schwierigste sei, das, was man gut gemacht habe, zu bewahren und sich zu entwickeln. Man müsse aber auch an Dinge zurückdenken, die man falsch gemacht habe.
Auf die Frage, wann er Präsident werden wollte, sagte Macron: «Ich habe mein Land immer geliebt und mich immer für das Leben in Frankreich interessiert, aber das allein macht einen noch nicht zum Präsidenten.» Er habe seine Ideen verwirklichen wollen und Dinge schneller und wirkungsvoller verändern wollen. Deshalb rief ich eine politische Bewegung ins Leben und wurde schliesslich Präsident.
Es sei eine Herzensangelegenheit: «Es geht darum, für mein Land und unser Europa zu kämpfen, damit sie vorankommen, und Werte zu verteidigen, an die ich glaube.»
Während seiner Präsidentschaft hatte Macron einige Krisen durchzustehen. Zu Beginn musste er wegen der Gelbwesten-Bewegung für Beruhigung sorgen, seine Rentenreform löste ebenfalls massive Proteste aus. 2024 zog er die Parlamentswahl vor. Im Jahr 2025 trat Premierminister Sébastien Lecornu zurück, noch bevor überhaupt eine Regierung stand. (vro)
