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Klimaaktionsbündnis Extinction Rebellion startet weltweite Proteste



epaselect epa07902850 An activist of global environment movement Extinction Rebellion (XR) waves a flag as they block the traffic junction 'Grosser Stern' around the victory column in Berlin, Germany, 07 October 2019. Extinction Rebellion activists announced that climate change protests and blockades will take place in the German capital starting 07 October.  EPA/CLEMENS BILAN

Bild: EPA

In Australien und Neuseeland haben Anhänger des weltweiten Klimabündnisses Extinction Rebellion erste Aktionen gestartet. Auch in Berlin gingen Aktivisten am Montagmorgen für mehr Klimaschutz auf die Strasse und blockierten den Verkehr.

Nach Angaben des Bündnisses versammelten sich rund tausend Aktivisten an der Siegessäule. Seit vier Uhr blockierten die Demonstranten alle Strassen rund um den Grossen Stern, teilte die Gruppe mit. Die Polizei bestätigte im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass tausend Menschen diesen Verkehrsknotenpunkt der Stadt blockierten.

Kanzleramtsminister Helge Braun kritisierte das Vorgehen der Demonstranten. «Man kann dafür oder dagegen demonstrieren, das ist in Ordnung», sagte Braun im ZDF-«Morgenmagazin». «Aber gefährliche Angriffe - etwa auf den Strassenverkehr - anzukündigen, das geht gar nicht.»

Auch in Zürich haben die Aktivisten schon für Aufruhr gesorgt:

Polizei will mit Augenmass vorgehen

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel kündigte im Rundfunk Berlin-Brandenburg an, dass die Polizei «mit Augenmass» gegen die Blockaden vorgehen werde. «Es ist ja so, dass wir Veranstaltungen durchaus als spontane Demonstrationen werten können, die ja nach Demonstrationsrecht zulässig sind», sagte Geisel.

«Mit Augenmass heisst, dass wir uns das anschauen werden - es wird dann solche Versammlungen geben, die wir durchaus eine Weile gewähren lassen», ergänzte der Innensenator. An anderer Stelle werde die Polizei aber bereit sein zu räumen. Gewalttaten würden ebenso wenig geduldet wie Blockaden sogenannter kritischer Infrastruktur wie beispielsweise die Flughäfen.

Viele kritische Stimmen

Der Europapolitiker Sven Giegold kritisierte das Vorgehen von Extinction Rebellion, die bereits mit Drohnen in London den Flugverkehr behindern wollten. «In keiner Demokratie darf man Veränderung durch Protest erzwingen - bei Drohnen am Flughafen gehen Proteste zu weit», sagte Giegold der «Bild»-Zeitung.

Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, sagte dem Blatt, wer Demokratie und Rechtsstaat für das Handeln gegen den Klimawandel über Bord werfe, werde sicher auch den Kampf gegen den Klimawandel verlieren. «Protest ja, Rebellion nein.»

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Weltweite Proteste angekündigt

In Melbourne trafen sich Demonstranten am frühen Morgen zu einer Mahnwache auf den Stufen des Parlaments. In Sydney hielten hunderte Aktivisten einen Sitzstreik auf einer stark befahrenen Strasse in der Innenstadt ab, während sich in Brisbane eine kleine Gruppe von Aktivisten an eine Brücke kettete. Im neuseeländischen Wellington sorgten Aktivisten für Verkehrsstörungen, indem sie sich an ein Auto ketteten.

Das Bündnis will mit Aktionen des zivilen Ungehorsams den Druck auf die Regierungen erhöhen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. In den kommenden zwei Wochen plant die Gruppe Proteste in rund sechzig Städten rund um den Globus. Schwerpunkte sind Europa, Nordamerika und Australien, Proteste sind aber auch in Argentinien, Südafrika und Indien vorgesehen.

Extinction Rebellion war im vergangenen Jahr in Grossbritannien gegründet worden. Das Aktionsbündnis hofft, allein in London 20'000 bis 30'000 Menschen für Blockaden rund um das Parlament und Regierungsgebäude zu mobilisieren. (dfr/sda/afp)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PlayaGua 07.10.2019 15:39
    Highlight Highlight " Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant."

    Mehr braucht man zu diesen Typen nicht zu wissen.
  • Fritz N 07.10.2019 14:25
    Highlight Highlight Gefährliche Angriffe auf den Strassenverkehr??? Ja, der arme Strassenverkehr! *facepalm*
    Müssen den erst wieder Topfbomben gelegt werden bis die Spiesser die Augen öffnen?
  • Lowend 07.10.2019 13:10
    Highlight Highlight Die deutsche Aktivistin Jutta Ditfurth warnt vor dieser Organisation und ich schliesse mich dieser Warnung an, denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es diesen zum Teil recht extremen Leuten gelungen ist, die bisher friedliche Klimabewegung recht extrem zu diskreditieren.

    https://twitter.com/jutta_ditfurth/status/1180904831566921729?s=20
    • Scott 07.10.2019 16:28
      Highlight Highlight "...denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es diesen zum Teil recht extremen Leuten gelungen ist, die bisher friedliche Klimabewegung recht extrem zu diskreditieren."

      Nennen wir diese Leute doch beim Namen: ANTIFA
    • Lowend 07.10.2019 20:16
      Highlight Highlight XR hat jetzt grad mal gar nichts mit Antifa zu tun, denn XR trägt selber faschistoide Züge, aber einfach mal Dreck gegen links werfen, weil irgend etwas bleibt schon hängen ist ja eine bekannte Taktik der extremen Rechten. 🤦‍♂️
  • Forest 07.10.2019 13:07
    Highlight Highlight Ich erinnere mich an eine Protest Aktion bei einem Champignons League Fussball Spiel. Mit einem Banner wurden Millionen von Menschen erreicht ohne dabei Jemanden zu gefährden.

    https://www.nzz.ch/panorama/greenpeace-aktion-mit-juristischem-nachspiel-1.18160429

    Gegen Proteste hab ich nichts einzuwenden. Man muss allerdings die richtigen Erreichen ansonsten kann der Schuss nach hinten losgehen. Viel Glück
  • Cédric Wermutstropfen 07.10.2019 13:00
    Highlight Highlight Andere Menschen überzeugen, indem man ihnen auf den Sack geht? Sicher eine gute Idee.
    • Gipfeligeist 07.10.2019 18:16
      Highlight Highlight Aaaber: kurzsichtigen Politikern auf den Sack gehen? Gerne, sonst haben sie das Gefühl wir sind zufrieden mit den halbherzigen Klimapaketche
    • Cédric Wermutstropfen 07.10.2019 23:50
      Highlight Highlight @Gipfeligeist: Und wer sind „wir“? Eine Gruppe selbsterkorener „Auserwählter“, die nicht die Grundgesamtheit der Wahlbevölkerung abbildet wohl.
    • Gipfeligeist 08.10.2019 10:37
      Highlight Highlight Ich habe einfach "Wir" gesagt, und damit den Teil der Bevölkerung gemeint, der sich über dieses Thema informiert hat und es wichtig findet.
      Ich spreche nicht für die gesamte Bevölkerung, nein.
  • Kaktus Salat 07.10.2019 12:29
    Highlight Highlight "Schwerpunkte sind Europa, Nordamerika und Australien, Proteste sind aber auch in Argentinien, Südafrika und Indien vorgesehen."

    An China und Russland trauen sie sich aber nicht ran? Ein schelm der böses denkt, wenn vor allem dort Aktionen stattfindent wo zumindest schon kleine Anstrengungen zum Klimaschutz gemacht werden.
    • Scott 07.10.2019 16:42
      Highlight Highlight Es ist ein offenes Geheimnis, dass linksextreme Gruppierungen, wie die Antifa, immer mehr die Führung der FFF Bewegung an sich reissen.

      Kein Wunder also, dass nicht gegen sozialistische oder islamische Staaten demonstriert wird.
    • Kaktus Salat 07.10.2019 21:47
      Highlight Highlight Bin mir nicht sicher ob es wirklich dies ist oder vielleicht eher, weil sie wissen, dass in den genannten Staaten nicht wirklich zimperlich mit anders Denkenden umgegangen wird.
  • Scaros_2 07.10.2019 12:18
    Highlight Highlight Wenn ich mir anschaue wie Deutschland seinen Entwurf zur Rettungs des Klima ins Absurde abänderte - und wie aggressiv diese Gruppierung vorgeht, dann frage ich mich wann aus dieser Gruppe extremisten hervorkommen welche im Namen der Klimarettung erste Anschläge auf Politiker ausüben mit der Rechtfertigung, dann andere entscheiden müssten und nicht sie. Sozusagen RAF-Klimarettung Gruppen.

    Und das nur, weil die Politiker die es in der Hand haben nicht richtig handeln.
    • Gipfeligeist 07.10.2019 18:19
      Highlight Highlight @Scaros
      Von solch Vorgehen muss man sich distanzieren, aber wir sind ja weit weg davon. Demonstrationen sind in einer Demokratie zulässig.
      Nur weil die Stimmen lauter werden, wird noch keine Gewalt angedroht.
  • THEOne 07.10.2019 12:14
    Highlight Highlight erinnert mich an die gorleben greenpeace aktionen. viel tamtam und gebracht hats garnix.

    fanatiker die mit ihren aktionen ihr eigenes und das leben anderer gefährden kann ich nicht ernstnehmen, sie erreichen nur, dass sie einem nochmehr aufn sack gehen.
    • poga 07.10.2019 18:39
      Highlight Highlight Also obwohl ich kein Fan bin dieses Klimagedöns (weil in meinen Augen schlicht zu wenig Fakten auf dem Tisch liegen und zu viel moralisiert wird), muss ich schon sagen, dass mit diesem Klimapaket die CDU und Merkel dieses mal hoffentlich auf die Nase fallen. In De werden für meinen Geschmack zu viele Dinge beschlossen die eigentlich gar nichts ändern und hier könnte diese nicht Politik eventuell mal auf die Fresse fallen. Hoffe ich zumindest.
  • Der Tom 07.10.2019 12:00
    Highlight Highlight Demokratie und Rechtsstaat sind ein Problem bei der Bekämpfung des Klimawandels. Es handelt sich um einen Notfall. Bürgerliche und Liberale nutzen das bekämpfen von Lösungen für ihren Wahlkampf. Es geht generell nur um Finanzielle Gewinne.
    • Cash 07.10.2019 12:25
      Highlight Highlight dene wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser wos weniger guet geit, was aber nöd geit ohni das dene, wos guet geit, weniger guet geit. drum geit wenig, für dases dene besser geit, wos weniger guet geit - und drom geits au dene nöd besser, wos guet geit
    • Cédric Wermutstropfen 07.10.2019 13:03
      Highlight Highlight Sollen wir also so etwas wie eine Waldbrandverordnung einführen?
  • Maedhros Niemer 07.10.2019 11:57
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach helfen die Aktionen von Extinction Rebellion dem konstruktiveren Teil der Gesellschaft nicht.
    Vielmehr verhärten sich die Fronten, was dann zu noch mehr (dummen) Protestreaktionen von allen Beteiligten führt.

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