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Epstein-Files: Slowakischer Regierungsberater tritt zurück

Estonia's Foreign Minister Urmas Paet, right, gestures as he talks with Romania's Foreign Minister Titus Corlatean, left, and Slovakia's Foreign Minister Miroslav Lajcak at the start of ...
Stolpert über die Epstein-Files: slowakischer Ex-Aussenminister Miroslav Lajcak.Bild: AP/AP

Epstein-Files: Slowakischer Regierungsberater tritt zurück

31.01.2026, 18:1331.01.2026, 18:13

Der slowakische Ex-Aussenminister Miroslav Lajcak hat im Zusammenhang mit der Veröffentlichung weiterer Epstein-Dokumente seinen Rücktritt als Regierungsberater erklärt. Er sei damit einer Forderung der Opposition sowie von Teilen der Koalition nachgekommen, berichtete die Agentur TASR. Der linksnationale Ministerpräsident Robert Fico habe die Entscheidung angenommen, zugleich aber den Verlust eines erfahrenen aussenpolitischen Beraters bedauert.

Medien berichten über brisante Konversation

Zuvor hatte das Nachrichtenportal «360tka» Chatprotokolle veröffentlicht, die aus den neu vom US-Justizministerium veröffentlichten Ermittlungsakten zum Fall Epstein stammen sollen. Diesen zufolge hat der US-Multimillionär Jeffrey Epstein Lajcak junge Frauen angeboten. Sie seien «wahrscheinlich zu jung für dich», habe Epstein geschrieben, worauf Lajcak geantwortet habe: «Du hast mich nicht in Action erlebt.» Der Politiker habe im Gegenzug seine Kontakte zu Fico angeboten. Lajcak wies die Vorwürfe indes zurück: «Ich stehe unter Schock.» Er habe nie mit Epstein über Frauen gesprochen und auch keine Treffen für diesen organisiert.

Lajcak war von 2009 bis 2010 und noch einmal von 2012 bis 2020 slowakischer Aussenminister. Von September 2017 bis September 2018 amtierte er als Präsident der UN-Generalversammlung. Das US-Justizministerium hatte vor kurzem weitere Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Epstein veröffentlicht. Es handelt sich um mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, Tausende Videos und weit mehr als 100'000 Fotos. Epstein wurde 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. (sda/dpa)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lohner
31.01.2026 19:06registriert August 2025
Donald sollte sich ihn als Vorbild nehmen und auch zurücktreten.
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Eckhardt
31.01.2026 21:25registriert Juni 2024
Man kann sich nur ausmalen, wie viele weitere hochpositionierte (politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich etc) Männer von Epstein menschenhandelsgleich solche junge Frauen vermitteln liessen.
Danach hatte Epstein jeden einzelnen seiner Kunden in der Hand und profitierte auch von deren Positionen (zB Andrew/Besuch im Palast ua).
Gleichzeitig wird auch klar, wie gross der Kreis wichtiger Betroffener ist, die die Publikation der Akten oder gar Aussagen von Epstein persönlich zu verhindern trach(te)ten.
Es geht um ganz viel Macht, nicht um die vielen Opfer und jungen Frauen.
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