International
Gesellschaft & Politik

Drei Selbstmordattentäter sprengen sich im Tschad in die Luft

Drei Selbstmordattentäter sprengen sich in die Luft – mindestens 27 Tote im Tschad

05.12.2015, 16:5505.12.2015, 17:10
Mehr «International»

Bei Anschlägen auf einen Markt im Tschad sind am Samstag mindestens 27 Menschen getötet und rund 80 weitere verletzt worden. Drei Selbstmord-Attentäter sprengten sich gemäss Sicherheitskreisen des Tschad auf der Insel Koulfoua im Tschadsee in die Luft.

Wer hinter dem Attentat steckt, war zunächst nicht klar. Zu Beginn des Jahres waren Tausende Menschen vor der radikal-islamischen Organisation Boko Haram auf die Insel geflohen. Allerdings war zunächst nicht bekannt, ob diese Menschen sich noch auf Koulfoua aufhielten.

Rückzugsraum für Boko Haram

In der Region war nach einer Reihe von Anschlägen erst Anfang November der Ausnahmezustand verhängt worden. Der Tschadsee grenzt an den Tschad, Nigeria, Niger und Kamerun. Das Gebiet mit seinen dicht bewachsenen Ufergebieten ist ein Rückzugsraum für die Kämpfer von Boko Haram, die im Norden Nigerias einen islamistischen Staat errichten wollen.

Mehrere Länder der Region, darunter der Tschad, haben sich zu einer Koalition gegen die Islamisten zusammengeschlossen. Boko Haram haben Tausende Menschen getötet und Millionen Einwohner vertrieben. Seit längerer Zeit haben sie zudem ihre Angriffe über Nigeria hinaus auch auf die Nachbarländer ausgedehnt. Im März leisteten die Extremisten der im Irak und Syrien kämpfenden Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) den Treueschwur. (sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Unicef: Keine höhere Bildung für afghanische Mädchen seit 1000 Tagen
In Afghanistan dürfen nach Machtübernahme der Taliban Mädchen seit nunmehr 1000 Tagen keine höhere Schule mehr besuchen.

Darauf wies das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag hin. «Für 1,5 Millionen Mädchen ist dieser systematische Ausschluss nicht nur eine eklatante Verletzung ihres Rechts auf Bildung, sondern führt auch zu schwindenden Chancen und einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit», erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell.

Zur Story