International
Gesellschaft & Politik

Libanons Ex-Premier Hariri erneut zum Regierungschef ernannt

Nach Explosion: Libanons Ex-Premier Hariri erneut zum Regierungschef ernannt

Der frühere libanesische Ministerpräsident Saad Hariri ist neun Monate nach seinem Rücktritt erneut zum Regierungschef des krisengeschüttelten Landes ernannt worden.
22.10.2020, 21:3422.10.2020, 21:34

Präsident Michel Aoun berief den 50 Jahre alten Hariri auf den Spitzenposten, wie das Präsidialamt am Donnerstag nach Beratungen Aouns mit den parlamentarischen Blöcken mitteilte. Damit steht Hariri vor der schwierigen Aufgabe, eine neue Regierung zu bilden.

The devastated site of the explosion at the port of Beirut, Lebanon, is pictured Thursday Aug.6, 2020. French President Emmanuel Macron has arrived in Beirut to offer French support to Lebanon after t ...
Bild: keystone

Hariri hatte seit Ende 2016 gut drei Jahre als Ministerpräsident des Libanons gedient. Im Oktober 2019 hatte er auf öffentlichen Druck nach anhaltenden Massenprotesten im Land seinen Rücktritt eingereicht.

Sein Nachfolger Hassan Diab trat im August nach der verheerenden Explosion am Hafen von Beirut zurück. Auch Diabs designierter Nachfolger Mustafa Adib warf Ende September hin - nach eigener Aussage wegen interner Machtkämpfe bei der Regierungsbildung. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Beiruter Hafen wird zur Attraktion
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Peseschkian: Iran ist zur Herausgabe des Urans bereit
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Herausgabe des hochangereicherten Urans im Besitz seines Landes erklärt. Auf die Frage, ob der Iran dazu bereit sei, sagte er dem US-Sender Fox News: «Ja, im Rahmen des Völkerrechts, auf der Grundlage des Atomwaffensperrvertrags, werden wir uns an alles halten, wozu wir verpflichtet sind.» Der Atomwaffensperrvertrag verbietet die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen.
Zur Story