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Gesellschaft & Politik

Ukraine: Britischer Premier Starmer stellt Truppeneinsätze in Aussicht

Britischer Premier stellt Truppeneinsätze in der Ukraine in Aussicht

06.01.2026, 20:5406.01.2026, 20:54

Der britische Premierminister Keir Starmer hat den Einsatz von britischen und französischen Streitkräften auf ukrainischem Boden nach einem Waffenstillstand in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron habe er eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, die «den Weg für den rechtlichen Rahmen» für einen derartigen Einsatz ebne, sagte er bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris. Auch weitere, nicht namentlich genannte Verbündete wollen demnach ihre Einheiten in die Ukraine entsenden.

epa12632074 Ukraine's President Volodymyr Zelensky (L) speaks with British Prime Minister Keir Starmer (R) after the Coalition of the Willing summit at the Elysee Palace in Paris, France, 06 Janu ...
Der britische Premier Keir Starmer (r.) mit Wolodymyr Selenskyj.Bild: keystone

Ziel des Truppeneinsatzes sei es, «den ukrainischen Luft- und Seeraum zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen.» Nach einem Waffenstillstand wollten Grossbritannien und Frankreich Militärstützpunkte in der Ukraine aufbauen und geschützte Anlagen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen, sagte Starmer weiter.

Dem britischen Premierminister zufolge will sich Grossbritannien zudem an einer von den USA angeführten Überwachung eines möglichen Waffenstillstands beteiligen. Langfristig wolle das Land der Ukraine Verteidigungswaffen bereitstellen. Es gehe darum, eine Grundlage für langfristigen Frieden zu schaffen, sagte er. (hkl/sda/dpa)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MartinZH
06.01.2026 21:29registriert Mai 2019
Es ist äusserst begrüssenswert, dass Grossbritannien die Verantwortung übernimmt und künftig die "Sicherheitsgarantie" (so wie auch einst im «Budapester Memorandum» vorgesehen) doch noch zu leisten bereit ist.

Und es ist auch sehr erfreulich, dass sich Frankreich gleichermassen beteiligen will. Deutschland wird ebenfalls einen Teil beitragen – aus politischen und historischen Gründen evtl. eher im humanitären Bereich.

Zudem werden sich sicher auch weitere Länder in Europa anschliessen, die etwas auf sich halten und für Frieden und Sicherheit in Europa einstehen wollen (Polen, Italien, etc.).
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