International
Gesundheit

Krankheit ist zurück: Grossbritannien verliert Status «masernfrei»

Krankheit ist zurück: Grossbritannien verliert Status «masernfrei»

Grossbritannien wird von der Weltgesundheitsbehörde nicht mehr als masernfrei eingestuft. Zwei Jahre lang konnte das Vereinigte Königreich seinen Eliminierungsstatus aufrechterhalten.
27.01.2026, 06:2927.01.2026, 06:29

Das Land hat den entsprechenden von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) vergebenen Status aufgrund der Ausbreitung der hoch ansteckenden Viruserkrankung im Jahr 2024 verloren, wie mehrere britische Medien unter Berufung auf die WHO und die britische Gesundheitsbehörde berichten. Dabei spielt demnach auch eine Stagnation der Impfquote eine Rolle.

Masern
Ein an Masern erkranktes Kind. (Symbolbild)Bild: shutterstock.com

«Anhaltende Lücken in der Immunität» hätten 2024 in mehreren Ländern zu einem «Wiederaufleben von Masern» und anderen Krankheiten geführt, die durch Impfungen hätten verhindert werden können, teilte die WHO auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mit.

Zwischenzeitlich keine lokale Übertragung

Von 2021 bis 2023 galten Masern im Vereinigten Königreich den Angaben nach als eliminiert. Dieser Status bedeutet unter anderem, dass es keine anhaltende lokale Übertragung der Krankheit für eine gewisse Dauer gibt. Im Jahr 2024 wurden in Grossbritannien laut PA 3681 Fälle von Masern registriert. Die Entscheidung der WHO lässt sich demnach auch auf die zu niedrige Impfquote unterhalb der für eine Herdenimmunität nötigen Schwelle von 95 Prozent zurückführen, die von der Behörde empfohlen wird.

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Kommt es zu einer Infektion, zeigen sich meist erst Fieber, Lichtempfindlichkeit und Entzündungen der Schleimhaut im Mund, anschliessend auch ein Hautausschlag. Die meisten Fälle heilen ohne bleibende Folgen, aber es besteht die Gefahr von Hirn-, Lungen- und Mittelohrentzündungen, die bleibende Schäden und im Extremfall den Tod verursachen können. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
15 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
International anerkannter Experte für ALLES
27.01.2026 07:07registriert Juli 2021
Die Rimoldis dieser Welt sind Schuld daran, wenn Menschen unnötig erkranken. Und das alle nur wegen mangelnder Bildung.
Zusätzlich hat die Regierung in UK das NHS kaputtgespart.
Vielleicht sollten wir uns für die nächsten Wahlen überlegen, welche Parteien an den falschen Enden sparen wollen und angebliche "Freiheit" über Vernunft stellen.
1119
Melden
Zum Kommentar
avatar
Pafeld
27.01.2026 09:53registriert August 2014
«Dabei spielt demnach auch eine Stagnation der Impfquote eine Rolle.»

Gratulation an alle Impfgegner für ihren unermüdlichen Kampf gegen Fakten und Aufklärung und ihrem täglichen Einsatz für das Überleben von lebensgefährlichen Krankheiten.
777
Melden
Zum Kommentar
avatar
Aufmerksamer_Leser
27.01.2026 08:12registriert Januar 2021
ich bin impfgegner, weil die impfung schädlich ist
und weil der staat böse ist und sowieso und erst recht. und dass die krankheit tödlich verlaufen kann und hoch ansteckend ist haben die fakenews erfunden. und dann kommt noch der spruch, dass niemand aus der familie die krankheit jemals hatte!
habe ich das etwa korrekt zusammengefasst? und wenn sich dann trotzdem jemand ansteckt, dann ist auch der staat schuld, weil der sich nicht um mich kümmert.
wir haben in der schweiz in einigen kantonen impfpflicht für einige krankheiten. zum glück!
465
Melden
Zum Kommentar
15
Gesprengte Öltanker im Irak – neues Video aufgetaucht
In der Nacht auf Donnerstag (Schweizer Zeit) sind in irakischen Gewässern zwei Öltanker bombardiert worden. Die irakische Hafenbehörde hat die Sprengung gegenüber «CNN» bestätigt. 38 Besatzungsmitglieder wurden evakuiert, eine Person kam dabei ums Leben.
Zur Story