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Tedros Adhanom Ghebreyesus, director general of the World Health Organization (WHO), answers questions of the journalists about his first 7 months in office and outline the OrganizationÕs priorities for the next 5 years, at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, Wednesday, February 07, 2018. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bild: KEYSTONE

Jede Minute sterben fünf Menschen – wegen falscher medizinischer Behandlung



Millionen Menschen weltweit kommen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich bei medizinischen Behandlungen zu Schaden. «Jede Minute sterben fünf Menschen wegen fehlerhafter Behandlung», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Am 17. September findet erstmals der «Tag der Patientengesundheit» statt. Damit will die WHO auf das Thema aufmerksam machen. In vielen Ländern würden Wahrzeichen in orange angestrahlt, darunter die Pyramiden in Ägypten und die Wasserfontäne in Genf.

Weltweit erlitten 40 Prozent der Patienten bei ambulanten Behandlungen Schäden, im Spital seien es zehn Prozent, so die WHO. In den rund 150 Ländern mit niederen und mittleren Einkommen kämen nach Schätzungen 2.6 Millionen Menschen im Jahr durch fehlerhafte medizinische Behandlung ums Leben.

Sparpotenzial in Milliarden-Höhe

Die Bandbreite der Fehler ist gross: Manche Patienten bekämen eine falsche Diagnose oder falsche Medikamente, sie würden falsch bestrahlt oder infizierten sich während der Behandlung. Auch Amputationen falscher Gliedmassen oder Hirnoperationen auf der falschen Seite des Kopfes kämen vor. «Es ist ein globales Problem», sagte die WHO-Verantwortliche Neelam Dhingra-Kumar.

Grund sei etwa eine strenge Hierarchie in vielen Einrichtungen, wo Juniorpersonal sich nicht traue, etwas zu sagen. Oder Angestellte verschwiegen Fehler aus Angst vor Repressalien. Fehler müssten aber erkannt und benannt werden, so Dhingra-Kumar. «Fehler machen ist menschlich. Aber von Fehlern nicht zu lernen ist inakzeptabel.»

Nach ihren Angaben lässt sich mit mehr Sicherheit viel Geld sparen, denn geschädigte Patienten müssten länger in Behandlung bleiben. In den USA seien in Medicare-Spitälern zwischen 2010 und 2015 durch bessere Sicherheitsmassnahmen rund 28 Milliarden Dollar eingespart worden. (viw/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bowell 14.09.2019 13:28
    Highlight Highlight Solange es für Ärzte zum guten Ton gehört 80h/Woche zu arbeiten wird sich daran nichts ändern.
    • Nr 756 14.09.2019 13:35
      Highlight Highlight Zum guten Ton wohl weniger, aber wir haben, wie bei den Lehrern und Pflegenden auch, einfach viel zu wenig angestelltes Personal.
  • no-Name 14.09.2019 13:17
    Highlight Highlight nein. Wegen rauchen, mangelnder hygiene, ignoranz, wirtschaftlichen interessen, nicht zugänglichen oder bazahlbaren medikamenten, schlechter bildung, politischer fehlentscheide, fettleibigkeit, mangelernährung, folter, flucht, bewegungsmangel, giftiger Emissionen....


    Und wenn die Ärzte/Pflege beim rettungsversuch am ende einer versagenskette scheittern tragen sie die volle Verantwortung. So siehts aus!
    • Nik G. 14.09.2019 14:22
      Highlight Highlight Nein dann dürfte dies in der Schweiz auch nicht passieren. Trotzdem passiert es. Fehler werden vertuscht.
      Und was soll rauchen, fettleinigkeit damit zu tun haben?
    • no-Name 14.09.2019 16:34
      Highlight Highlight Hauptbehandlungsursache?

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