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Deutlich weniger Migranten auf den Ägäis-Inseln – Griechenland macht vorwärts



epa09131040 Migrants, who were allegedly pushed back from the Greece side, arrive at the Ayvalik district in Balikesir, Turkey, 10 April 2021 (issued 12 April 2012). The Greek island of Lesbos hosts one of the hotspots, an initial reception centers for migrants in European Union. Turkish authorities told epa/Efe that in 2020 around 45 percent of migrants rescued in the Aegean Sea had been pushed back from Greek territory. Most common cases involve migrant vessels being stopped by a Greek patrol when entering Greek waters, but the Turkish coastguard says it has heard lots of migrants describing 'delayed pushback,' when people are returned to the sea days after they reached Lesbos. According to Turkish officials, in this case, a Greek patrol carries the detained migrants to the limit of Greek territorial waters before putting them in a life raft and alerting Ankara.  Since the beginning of 2021, Turkey has rescued around 2,700 migrants in the Aegean Sea, and some 1,900 migrants from a pushback.  The Norwegian NGO Aegean Boat Report claims, some 558 people have been abandoned on 35 life rafts at sea so far in 2021. Some such incidents have ended with fatalities, the organizations claimed.  EPA/ERDEM SAHIN  ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Migranten auf Lesbos: Vor einem Jahr waren es noch deutlich mehr. Bild: keystone

Die Zahl der Migranten, die auf den griechischen Inseln in der Ost-Ägäis festgehalten werden, geht immer weiter zurück. Ende April harrten in und um die Registrierlager auf Lesbos, Samos, Chios, Kos und Leros noch etwa 11 200 Menschen aus.

Im April 2020 lebten dort noch gut 40 000 Menschen, im Februar 2021 hingegen etwa 15 000 Migranten. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) am Dienstag unter Berufung auf das Migrationsministerium.

Die konservative griechische Regierung hat die Asylverfahren beschleunigt und zusätzliches Personal eingestellt. Zudem wurden mehrere Tausend Migranten - meist unbegleitete Minderjährige oder kranke Kinder mit ihren Familien - in andere EU-Staaten gebracht.

Im berüchtigten und viel kritisierten Zeltlager von Mavrovouni (auch Kara Tepe 2) ist die Zahl der dort lebenden Menschen deutlich zurückgegangen. Zurzeit harren dort noch rund 6200 Migranten aus. Die Aufnahmekapazität dieses Registrierlagers liegt bei 10 000 Plätzen.

Die griechische Regierung brachte Tausende Menschen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit Asyl bekommen werden, darunter etwa schwangere Frauen und ältere Menschen, in den vergangenen Monaten bereits aufs Festland. Zudem werden die Seegrenzen zur Türkei schärfer überwacht.

Humanitäre Organisationen werfen Athen vor, illegale Zurückweisungen in die Türkei, sogenannte Pushbacks, zu erlauben. Dies bestreitet die Regierung in Athen. (aeg/sda/dpa)

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Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

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Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos
quelle: keystone / panagiotis balaskas
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Wie ein Geflüchteter die Situation in Lesbos erlebt

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