International
Griechenland

Griechischer Kommandeur festgenommen – Verdacht auf Spionage

Griechischer Kommandeur festgenommen – Verdacht auf Spionage

05.02.2026, 18:0505.02.2026, 18:05
Members of the Greek Army take part at the annual military parade to mark Ochi Day, commemorating Greece's defiance of Fascist Italy that forced it to enter World War II., in Thessaloniki, northe ...
Griechische Soldaten während einer Parade in Thessaloniki. (Archivbild, Oktober 2025)Bild: keystone

Wegen mutmasslicher Spionage ist ein Offizier der griechischen Streitkräfte festgenommen worden. Wie der griechische Generalstab mitteilte, liegen eindeutige Hinweise auf strafbare Handlungen nach dem Militärstrafgesetzbuch vor. Demnach soll der Beschuldigte geheime Informationen von militärischer Bedeutung gesammelt und an Dritte weitergegeben haben. Dadurch könnten nationale Interessen gefährdet worden sein, heisst es vom Generalstab.

Zugang zu Nato-Informationen

Nach Angaben aus Militärkreisen handelt es sich um einen Kommandeur einer Einheit mit Zugang zu sensiblen NATO-Informationen aus dem Bereich der Luftwaffe. Nach unbestätigten Berichten griechischer Medien soll der Offizier die Daten an eine Grossmacht übermittelt haben, die als wichtigster strategischer Rivale der USA gelte.

Ermittlungen seit Monaten

In die Ermittlungen sei auch der griechische Nachrichtendienst EYP eingebunden, berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach hatten sowohl das Verteidigungsministerium als auch der Geheimdienst bereits vor Monaten erste Hinweise auf die mutmasslichen Taten des Offiziers erhalten. Die Festnahme sei beschleunigt worden, nachdem Umfang und Sensibilität der übermittelten Informationen zuletzt zugenommen hätten.

Versuch der Anwerbung weiterer Personen

Zudem soll der Beschuldigte Medienberichten zufolge versucht haben, weitere Personen für die Weitergabe vertraulicher Informationen zu gewinnen. Bei Durchsuchungen hätten die Ermittler technische Geräte und spezielle Software sichergestellt, die zur Übermittlung der Daten genutzt worden sein sollen. Weitere Festnahmen schliessen die Behörden demnach nicht aus. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
«Fast surreal»: Viele Tote nach Schüssen an Schule in Kanada
Bei einer der schlimmsten Bluttaten mit Schusswaffen in der Geschichte Kanadas sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sei auch eine Frau, die nach ersten Erkenntnissen als Tatverdächtige gelte.
Zur Story