International
Grossbritannien

Grossbritannien warnt vor «wahllosen» iranischen Angriffen

London warnt vor «wahllosen» iranischen Angriffen – Zypern weist Berichte zurück

01.03.2026, 11:5101.03.2026, 12:38

Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von «zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen». Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. «Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren», sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine «sehr reale (...) Bedrohung durch ein Regime» gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.

epa12783808 British Defence Secretary John Healey arrives at 10 Dowing Street ahead of Prime Minister Keir Starmer's statement on the ongoing situation in Iran and the Middle East in London, Brit ...
Der britische Verteidigungsminister John Healey gab dem TV-Sender Sky News ein Interview.Bild: keystone

Grossbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen abschiessen, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. «Wenn ich also davon spreche, dass Grossbritannien im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen eine Rolle bei der Stärkung der regionalen Stabilität spielt, dann meine ich genau das», sagte Healey.

Er kritisierte ausserdem, dass iranischen Kommandeuren zunehmend erlaubt werde, ihre eigenen Ziele auszuwählen, da das Land «die Kontrolle über seine Befehls- und Kommandostrukturen verliert».

Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück

Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.

Im Zusammenhang mit Aussagen und Medienberichten über einen Abschuss von Raketen in Richtung Zyperns werde klargestellt, «dass dies nicht der Fall ist und es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass eine Bedrohung für das Land bestanden hat», erklärte Letymbiotis. Die zuständigen Behörden verfolgten die Lage fortlaufend und sehr aufmerksam, hiess es weiter. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
15 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
15
Ostkongo: Belagert, aber nicht von M23-Rebellen befreit
Seit gut einem Jahr regieren die M23-Rebellen in Ostkongo. Wer nicht spurt, muss Gewalt, Haft oder Tod fürchten. So sieht der Alltag im Land heute aus.
«Um drei Uhr nachts habe ich die Wehen gespürt. Aber ich habe mich nicht getraut, ins Krankenhaus zu fahren», erzählt Malaika Mumbere. Ihren richtigen Namen will sie nicht öffentlich lesen, wie alle, die hier zu Wort kommen. Mumbere lebt im Ostkongo, wo die selbst ernannte Bewegung des 23. März weite Teile der rohstoffreichen und fruchtbaren Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu besetzt. Die Miliz, auf Französisch kurz M23, schleust ihre Leute als Bürgermeister, Gouverneure, Richter und Aufpasser für jeden Strassenzug ein. Wer sie kritisiert, lebt gefährlich.
Zur Story