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Labour sägt schon kräftig an Boris Johnsons Stuhl



epa07795596 Britain's Prime Minister Boris Johnson at a Bilateral Meeting during the G7 summit in Biarritz, France, 26 August 2019. The G7 Summit runs from 24 to 26 August in Biarritz.  EPA/MICK TSIKAS  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

Eine Woche vor der mit Spannung erwarteten Rückkehr des britischen Parlaments aus der Sommerpause schaltet die Opposition im Kampf gegen einen No-Deal-Brexit einen Gang nach oben.

Am Dienstag stand ein Treffen des Labour-Chefs Jeremy Corbyn mit einflussreichen Abgeordneten anderer Parteien an, um Pläne für einen Misstrauensantrag gegen Premierminister Boris Johnson voranzubringen.

Im «Independent» attackierte Corbyn Johnsons Pläne, Grossbritannien am 31. Oktober notfalls auch ohne Austrittsabkommen aus der EU zu führen, als «Bankier-Brexit». In der erwarteten Krise würden dann Gesetze gemacht, von denen nur Reichen profitierten.

Kampf gegen No-Deal-Brexit: Labour-Chef Jeremy Corbyn will die Pläne für einen Misstrauensantrag gegen Premier Boris Johnson weiter vorantreiben.

Jeremy Corbyn. Bild: AP

Beim G7-Gipfel in Biarritz hatte Johnson am Montag gesagt, er sei «geringfügig optimistischer», dass ein geordneter EU-Austritt möglich ist.

«Der Kampf gegen einen No-Deal-Brexit ist nicht einer zwischen denen, die die EU verlassen wollen, und denen, die die Mitgliedschaft fortsetzen wollen», schrieb Corbyn im «Independent». «Es ist ein Kampf der vielen gegen die wenigen, die das Ergebnis des Referendums (für einen Austritt) kapern, um denen, die oben sind, noch mehr Macht und Reichtum zuzuschustern.»

Corbyn verlangte erneut ein neues Referendum oder Neuwahlen. Zu Wahlen könnte es schon innerhalb weniger Wochen kommen, sollte ein Misstrauensantrag gegen Johnson Erfolg haben und kein anderer Politiker eine stabile Regierung auf die Beine stellen können.

Möglich ist auch, das Johnson selbst Blitzwahlen noch vor dem 31. Oktober vorschlägt – Labour könnte das nach der Forderung Corbyns nach Neuwahlen kaum ablehnen. (aeg/sda/dpa)

Boris Johnson

So sieht Boris Johnsons Fauxpas im Video aus

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jein 27.08.2019 13:39
    Highlight Highlight Man kanns nur wiederholen, solange Corbyn Vorsitzender ist wird Labour nicht regieren. Der Mann ist lebenslanger Oppositionspolitiker und nicht mal mit seiner eigenen Partei auf einer Linie, geschweige denn ein Fan von Vernetzung mit Europa.
  • Albi Gabriel 27.08.2019 10:23
    Highlight Highlight Solange Labour sich den Steinzeitsozialisten Corbyn antut, wird sie (zum Glück) nie erfolgreich sein...

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …

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