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Britain's opposition Labour Party leader Jeremy Corbyn leaves after an election campaign poster launch in London, Britain May 3, 2016. REUTERS/Stefan Wermuth

Eine Niederlage der Labour-Partei würde vor allem ihm angelastet: Parteichef Jeremy Corbyn vom linken Parteiflügel.
Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Britische Labour-Partei steht bei Kommunal- und Regionalwahlen vor schwerer Niederlage



Die oppositionelle Labour Party hat nach ersten Ergebnissen Einbussen bei den Kommunal- und Regionalwahlen in Grossbritannien hinnehmen müssen. Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen bei den Kommunalwahlen in England verlor Labour Dutzende Mandate.

Auch bei den Regionalwahlen für die örtlichen Parlamente in Schottland und Wales gab es Stimmenverluste. Sollte sich der Trend bestätigen, dürfte dies als Misstrauensvotum gegen den seit acht Monaten amtierenden linksgerichteten Parteichef Jeremy Corbyn gewertet werden.

Londoner Ergebnis noch offen

In London wurde am Donnerstag zudem ein neuer Bürgermeister gewählt. Als Favorit für die Nachfolge des Konservativen Boris Johnson war der Kandidat der Labour-Partei, Sadiq Khan, ins Rennen gegangen. Ein Ergebnis wurde im Laufe des Freitag erwartet.

Kurz nach Schliessung der Londoner Wahllokale zeichnet sich in der konservativen Partei ein Streit über den Wahlkampf von Bürgermeisterkandidat Zac Goldsmith ab. Der Tory-Kandidat hatte seinem Labour-Rivalen Khan mehrfach Nähe zu radikalen Muslimen vorgeworfen. Khan könnte Londons erster muslimischer Bürgermeister werden.

Sadiq Khan, Britain's Labour Party candidate for Mayor of London and his wife Saadiya pose for photographers after casting their votes for the London mayoral elections at a polling station in south London Britain May 5, 2016. REUTERS/Stefan Wermuth

Er ist Favorit: Noch ist aber nicht bekannt, ob Sadiq Khan die Wahl zum Londoner Bürgermeister geschafft hat.
Bild: STEFAN WERMUTH/REUTERS

Brücken gesprengt

Goldsmith muss sich nun von einem Parteifreund heftige Vorwürfe anhören: Khan in Zusammenhang mit Extremisten zu bringen, habe «Brücken gesprengt», die zwischen der konservativen Partei und den Muslimen Londons gebaut worden seien, sagte der führende konservative Kommunalpolitiker Andrew Boff im BBC-Fernsehen.

Goldsmith habe einen Fehler begangen und grossen Schaden angerichtet. «Ich will nicht, dass wir das noch einmal tun», sagte Boff. Auch der britische Premierminister David Cameron, selbst ein Tory, hatte Khan mehrfach vorgeworfen, mit Extremisten aufgetreten zu sein. (sda/reu/dpa)

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