International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Grossbritannien kündigt höchste Militärausgaben seit dem Kalten Krieg an



The British Royal Navy aircraft carrier HMS Queen Elizabeth leaves Portsmouth Naval Base as it sets sail for flight trials, Wednesday Sept. 9, 2020.  The departure comes following two days of delays caused by a small number of crew members testing positive for the coronavirus. (Andrew Matthews/PA via AP)

Der Flugzeugträger «HMS Queen Elizabeth» der britischen Royal Navy. Bild: keystone

Grossbritannien will künftig wieder so viel Geld für Rüstung ausgeben wie zuletzt zum Ende des Kalten Krieges. «Die internationale Situation ist gefährlicher und kompetitiver als zu jeder anderen Zeit seit dem Kalten Krieg und Grossbritannien muss zu seiner Geschichte und zu seinen Verbündeten stehen», sagte der britische Premier Boris Johnson einer Mitteilung von Mittwochabend zufolge. «Um das zu erreichen, müssen wir unsere Ressourcen hochrüsten.»

Daher sollen zusätzlich zum angestrebten Militärbudget innerhalb der kommenden vier Jahre weitere 16,5 Milliarden Britische Pfund (knapp 20 Milliarden Franken) in die britische Armee fliessen.

Zuvor hatte sich die Regierung bereits darauf verständigt, die Militärausgaben jährlich – abhängig von der jeweiligen Inflation – zu erhöhen. Auf aktuellen Prognosen basierend wäre das über den Zeitraum von vier Jahren hinweg bereits ein Anstieg um mehr als 24 Milliarden Pfund im Vergleich zum Budget des vergangenen Jahres. Auf einem solchen Niveau seien die Investitionen zuletzt vor 30 Jahren gewesen, hiess es.

Mit dem Geld sollen unter anderem eine neue Cyber-Abwehreinheit und auch Weltraumprojekte finanziert werden. Dabei sollen 10'000 neue Jobs entstehen. Grossbritannien werde seine Position als Nato-Mitglied mit den grössten Militärausgaben in Europa zementieren, hiess es in der Mitteilung.

Am Donnerstag wollte der Premier, der sich zurzeit in vorsorglicher Corona-Quarantäne befindet, dem Parlament seine Pläne genauer vorstellen. Am Mittwoch hatte er sich bereits per Videoschalte den Fragen der Abgeordneten gestellt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

73 endgeile Bilder der Jubiläums-Air-Force, die du gesehen haben MUSST

Helikopter war gestern: Dieser Rettungssanitäter kommt angeflogen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Warum die Schweiz doch nicht so gut Pandemie kann

Die gesellschaftliche Ordnung in der Schweiz hat in vielen Bereichen Vorteile. In einer Pandemie aber nicht. Das müssen wir akzeptieren.

«Wir sind noch nicht mal in der Hälfte des Marathons», sagte Bundesrat Alain Berset am 27. März dieses Jahres – und ahnte nicht, was noch auf ihn zukommen wird. Ein Jahr ist es her, seit in China der erste Sars-CoV-2 Fall vermeldet wurde. Damals wussten wir noch nicht, in welche Krise die Schweiz, Europa und die ganze Welt durch dieses neuartige Virus gestürzt würde. Seither wurden Entscheide getroffen – und rückgängig gemacht, Expertenmeinungen verfasst – und revidiert, …

Artikel lesen
Link zum Artikel