International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Video zeigt Queen als Kind beim Hitlergruss



Ein Video aus den 1930er Jahren, das die Queen mit ihrer Mutter und ihrem Onkel beim Hitlergruss zeigen soll, hat in Grossbritannien gemischte Reaktionen ausgelöst. Die spätere Königin Elizabeth II., heute 89, ist in dem 17 Sekunden langen Schwarz-Weiss-Film mit ihrer Schwester Margaret, ihrer Mutter und ihrem Onkel, dem späteren König Edward VIII., zu sehen.

Es sei «enttäuschend», dass der private Film «beschafft und auf diese Weise ausgeschlachtet wurde», sagte ein Sprecher des Palastes. Veröffentlicht hatte das Video die Boulevardzeitung «Sun» in der Nacht zum Samstag. Die Erwachsenen heben ebenfalls den rechten Arm. Der «Sun» zufolge soll es 1933 oder 1934 auf dem königlichen Landsitz Balmoral aufgenommen worden sein und die spätere Königin Elizabeth II. im Alter von etwa sieben Jahren zeigen.

Dass Edward, der 1936 für nur 295 Tage König war und dann abdankte, vom Faschismus fasziniert war, ist Historikern bekannt. Ein Foto aus dem Jahr 1937 zeigt ihn mit seiner Frau Wallis Simpson, wie sie Adolf Hitler in München besuchen.

Schaden für die Royals

«Das Material schadet der königlichen Familie natürlich», sagte Graham Smith von der antimonarchistischen Gruppe Republic der Zeitung «Guardian». Die Royals hätten immer ihr «Märchen-Image» gepflegt, das über einen fragwürdigen familiären Hintergrund hinwegtäusche.

«Es wirft die Frage auf, warum wir nichts über die Ansichten der Queen erfahren können, damit wir entscheiden können, ob wir wollen, dass sie und repräsentiert.» Ein Verdacht, die Queen habe selbst mit den Nazis sympathisiert, lasse sich aus dem Video aber nicht ableiten, da sie ein Kind gewesen sei.

«Die meisten Menschen werden diese Bilder im angemessenen Kontext und aus der Zeit heraus sehen», zitierte die Nachrichtenagentur PA eine Palastquelle. Das ist eine Familie, die spielt und für einen Moment auf eine Geste Bezug nimmt, die viele in zeitgenössischen Nachrichtensendungen gesehen haben.»

Damals habe niemand gewusst, welchen Verlauf die Geschichte nehmen werde. Die Dienste der Königin und ihrer Familie an ihrem Land während des Kriegs und die 63-jährige Regierungszeit der Queen, in der sie »Brücken zwischen Nationen und Völkern« gebaut habe, sprächen für sich selbst.

Einblick ins Weltbild von Edward

Die »Sun« betonte, die Veröffentlichung richte sich nicht gegen Elizabeth II., sie gäbe jedoch »faszinierende Einblicke" in das Weltbild Edwards. Woher die Zeitung das Video hatte, verriet sie nicht. Der frühere Pressesprecher der Queen Dickie Arbiter mutmasste gegenüber Sky News, dass er versehentlich mit harmlosen Aufnahmen herausgegeben worden sein könnte. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

People-News

Fehlgeburt – Meghan Markle hat ihr ungeborenes Kind verloren

Immer wieder wurde spekuliert, dass Meghan mit ihrem zweiten Kind schwanger sei. Zuletzt wurde sogar ihr Prozessbeginn von Anfang Januar in den Herbst verschoben – auf Bitte von Meghan Markle. Über die Gründe schwieg das Gericht, der Richter teilte lediglich mit, dass die Entscheidung «vertraulich» sei. Erste Gerüchte machten die Runde, dass Meghan aufgrund einer Schwangerschaft nicht nach London reisen könne.

Eine Meghan nahestehende Person sagte kürzlich «Hollywood Life» zu einer möglichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel