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Zwei Tote nach Schüssen in McDonald's in Zwolle

31.03.2022, 08:3431.03.2022, 13:32
Der Tatort in Zwolle.
Der Tatort in Zwolle.Bild: keystone

In einem Schnellrestaurant im niederländischen Zwolle sind zwei Männer erschossen worden. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten. Unklar war vorerst, ob es der Schütze ist. Auch über das Motiv wurde noch nichts bekannt. Die Tat ereignete sich am Mittwochabend in Zwolle etwa 100 Kilometer östlich von Amsterdam und rund 50 Kilometer westlich der Grenze zu Deutschland. Der Schock in der Stadt ist gross. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen 18 Uhr hatte ein Mann die McDonald's-Filiale im Norden der Hansestadt betreten, wie Augenzeugen dem Sender RTV Oost berichteten. Er habe Essen bestellt und sich an einen Tisch gesetzt. Gleich darauf habe er die Waffe gezogen und gezielt auf die beiden Männer am Nachbartisch geschossen.

Ein 32 Jahre alter Mann hatte sich nach Polizeiangaben noch am selben Abend freiwillig bei der Polizei gemeldet. Er werde noch verhört, sagte die Polizei.

Direkt nach den Schüssen brach Panik aus in dem voll besetzten Schnellrestaurant. Zu dem Zeitpunkt waren dort auch viele Kinder, wie die Polizei mitteilte. Die Menschen flüchteten nach draussen, wie Augenzeugen erzählten. Am Tag danach lagen noch immer Jacken, Taschen, Puppen, Spielzeug verstreut auf den Tischen und auf dem Boden. Psychologen kümmerten sich um die Zeugen. «Es ist ein Drama», sagte eine Sprecherin der Polizei, «auch für die Gäste, die hier einfach nur essen wollten.»

Die beiden Opfer waren 57 und 62 Jahre alt und kamen aus Zwolle. Die Polizei ging nach ersten Untersuchungen davon aus, dass es sich um einen gezielten Anschlag handelte. Mehrere Medien berichteten, dass die Opfer zwei Brüder türkisch-kurdischer Herkunft seien. Sie sollen mehrere Restaurants in der Region betrieben haben.

Einer der Männer war nach Angaben der Polizei beim Eintreffen der Rettungskräfte schon tot. «Man hat noch versucht, das andere Opfer zu reanimieren, aber das half nicht mehr», hiess es von der Polizei.

Wenig später kamen zahlreiche Angehörige der beiden getöteten Männer zum Tatort. Etwa 200 Menschen versammelten sich vor dem Gebäude und trauerten. (aeg/sda/dpa)

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