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Corona: Indien geht der Sauerstoff aus, Weltgemeinschaft muss eingreifen

A COVID-19 patient receives oxygen inside a car provided by a Gurdwara, a Sikh house of worship, in New Delhi, India, Saturday, April 24, 2021. India
Eine Frau kriegt Sauerstoff im Neu Dehli.Bild: keystone

Indien geht der Sauerstoff aus: Die Weltgemeinschaft greift ein

26.04.2021, 05:4926.04.2021, 11:27
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Was ist passiert?

Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Corona-Pandemie in Indien haben die USA dem Land konkrete Hilfen in Aussicht gestellt. Neben spezifischen Rohmaterialien für die Herstellung des Impfstoffs von Astrazeneca, der in Indien unter dem Namen Covishield produziert wird, werden die Vereinigten Staaten dem Land «sofort» Medikamente, Schnelltests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, wie das Weisse Haus am Sonntag nach einem Telefonat zwischen US-Sicherheitsberater Jake Sullivan und seinem indischen Amtskollegen Ajit Doval mitteilte. Auch bei der Versorgung mit Sauerstoff soll Indien unterstützt werden.

Auch Grossbritannien und Deutschland wollen Indien unter die Arme greifen.

Wie wollen die USA helfen?

«Genau wie Indien den Vereinigten Staaten Hilfe schickte, als unsere Krankenhäuser zu Beginn der Pandemie überlastet waren, sind die Vereinigten Staaten entschlossen, Indien in der Zeit der Not zu helfen», erklärte das Weisse Haus. Die USA arbeiteten «rund um die Uhr» verfügbare Ressourcen und Vorräte auszusenden.

Drohnenvideo von improvisierten Krematorien in Indien

Video: watson/een

Verteidigungsminister Lloyd Austin teilte mit, derzeit werde geprüft, welche Hilfsgüter in den kommenden Tagen und Wochen beschafft oder aus dem eigenen Bestand bezogen werden könnten. Es gehe darum, Indien rasch zu helfen, machte der Pentagon-Chef deutlich. «Wir befinden uns gemeinsam in diesem Kampf.»

Was machen Grossbritannien und Deutschland?

Wie das britische Aussenministerium am Sonntag mitteilte, werden dem Land mehr als 600 wichtige medizinische Gerätschaften geschickt. Das Hilfspaket besteht demnach aus 140 Beatmungsgeräten und 495 Sauerstoffkonzentratoren aus überschüssigen Beständen.

Die erste Teillieferung soll bereits am frühen Dienstag in Neu Delhi eintreffen, weitere im Laufe der Woche folgen. «Wir stehen Seite an Seite mit Indien als Freund und Partner während einer äusserst besorgniserregenden Zeit im Kampf gegen Covid-19», erklärte der britische Premierminister Boris Johnson.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bot Indien am Sonntag Hilfe an. «Der Kampf gegen die Pandemie ist unser gemeinsamer Kampf», erklärte sie dem Regierungssprecher zufolge. «Deutschland steht Seite an Seite in Solidarität mit Indien. Wir bereiten so schnell wie möglich eine Unterstützungsmission vor.» Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarčič, erklärte, Brüssel habe auf indischen Wunsch bereits den Zivilschutzmechanismus aktiviert und werde bei der Versorgung mit Sauerstoff und Medikamenten helfen.

Wie ist die Lage vor Ort?

Indien verzeichnet seit Tagen immer wieder Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag 349 691 neue Fälle verzeichnet. Dies ist zugleich ein weltweiter Tageshöchstwert. 2767 Menschen starben nach einer Corona-Infektion. Dies ist die bisher höchste erfasste Todeszahl an einem Tag in Indien. Den vierten Tag in Folge wurden mehr als 300'000 Neuinfektionen und über 2000 Tote registriert. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. (sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Coffeetime ☕
26.04.2021 07:42registriert Dezember 2018
Wir haben ein relativ gutes Gesundheitswesen und können noch die Konsequenzen von dieser Pandemie abfedern, mit viel Einsatz zwar, aber es geht. Indien, wie auch andere Länder, zeigen leider unfreiwillig, was sein könnte. Nein, es ist nicht einfach nur eine Grippe.
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Roman Loosli
26.04.2021 06:37registriert März 2015
Und hier demonstriert der geistige bodensatz gegen die angebliche fake pandemie....
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Jonny1
26.04.2021 08:01registriert Oktober 2019
China wollte helfen aber die Hilfe wurde von der Indischen Regierung abgelehnt.
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