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Iran-Ticker: Iran warnt vor Hormus-Passage

President Donald Trump speaks with reporters in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Monday, April 6, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Trump
Verkündete am Dienstagabend eine Waffenruhe: Donald Trump.Bild: keystone
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Iran warnt vor Hormus-Passage +++ Hisbollah schwört Rache nach Israel-Angriffen

03.04.2026, 08:5309.04.2026, 06:02
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5:54
Hisbollah-Miliz: Angriffe auf Israel gehen weiter
Nach den verheerenden israelischen Luftangriffen im Libanon schwört die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine Fortsetzung ihrer Angriffe gegen Israel. In Reaktion auf Israels «Verstoss gegen die Waffenruhe» sei in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Schiiten-Miliz. Die Gegenangriffe auf Israel würden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre. Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet.

Trotz der im Iran-Krieg zwischen den USA und dem Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe will Israel seine Angriffe auf die Hisbollah-Miliz fortsetzen. Anders als der Iran sehen die USA den Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen. Der Iran erwägt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars nun wegen Israels andauernder Angriffe auf die Hisbollah aus der Feuerpause auszusteigen.

Israel hatte in einem überraschenden Grossangriff trotz der Feuerpause im Iran-Krieg zahlreiche Ziele im nördlichen Nachbarland bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Laut Israels Militärs galt der Angriff Kommandeuren und militärischer Infrastruktur der Hisbollah. Nach libanesischen Angaben waren jedoch viele Zivilisten betroffen. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte auch die Hisbollah-Miliz Anfang März ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Libanon. Die Hisbollah-Miliz gilt als der wichtigste Verbündete des Irans in der Region. (sda/dpa)


Feuerwehrleute bei einem kurz zuvor von Israel bombardierten Haus in Beirut.
5:49
Iran warnt: Strasse von Hormus nur nach Abstimmung passieren
Die iranische Hafenbehörde hat Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung mit den iranischen Revolutionsgarden die Strasse von Hormus zu passieren. Die Behörde verwies in einer Mitteilung, die unter anderem über den staatlichen Nachrichtenkanal Khabar-Fouri und den Staatssender IRIB verbreitet wurde, auf die Gefahr von Minen in der wichtigen Meerenge nach Wochen des Krieges.

Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, der Iran habe den Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge aus Protest über die israelischen Angriffe im Libanon wieder eingestellt. Nach Angaben von Fars passierten nur zwei Öltanker die Strasse von Hormus seit Beginn der Waffenruhe. (sda/dpa)
4:02
Griechenland: Hormus-Gebühr «völlig inakzeptabel»
Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert nach Ende des Iran-Krieges einen gebührenfreien und sicheren Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus. «Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft bereit wäre zu akzeptieren, dass der Iran für jedes Schiff, das die Strasse von Hormus durchquert, eine Mautstelle einrichtet», sagte er dem US-Fernsehsender CNN. «Das erscheint mir völlig inakzeptabel.»

Griechenland verfügt über eine der weltweit grössten Handelsflotten gemessen an der Frachttransportkapazität. Nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, hatte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen mit den USA im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe hat Teheran vorgeschlagen, für eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren für Schiffe zu erheben.

Mitsotakis warnt vor «gefährlichem Präzedenzfall»
US-Präsident Donald Trump hatte auf Überlegungen verwiesen, dass die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden könnte. Wie er sich das vorstellt, blieb zunächst offen.

Mitsotakis sagte CNN, dass ein separates internationales Abkommen bezüglich der Meerenge möglicherweise notwendig sei. Dieses dürfe aber keine Gebühr für Schiffspassagen beinhalten. «Damit würden wir einen äusserst gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt schaffen», warnte Mitsotakis.

Auch die deutsche Regierung forderte zuvor eine gebührenfreie Passage durch die Meerenge. Sie sei nicht nur iranisches Seegebiet, sondern es gelte das UN-Seerechtsübereinkommen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. «Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt wird», sagte er. (sda/dpa)


Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis.
3:18
Macron drängt USA und Iran zur Einhaltung der Waffenruhe
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat in Telefonaten mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf ein Einhalten der vereinbarten Waffenruhe gepocht. «Sie muss den Weg für umfassende Verhandlungen ebnen, die die Sicherheit aller im Nahen Osten gewährleisten», schrieb Macron auf der Plattform X. Ein Abkommen müsse Antworten auf die Bedenken geben, die Irans Nuklear- und Raketenprogramm, seine Politik in der Region und seine Behinderung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus hervorriefen.

Auf diese Weise könne ein robuster und dauerhafter Frieden geschaffen werden, zu dem Frankreich in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Nahen Osten beitragen wolle. Macron sagte weiter, dass die Waffenruhe auch im Libanon eingehalten werden müsse.

In einem Telefonat mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Premierminister Nawaf Salam habe er Frankreichs uneingeschränkte Solidarität angesichts der massiven israelischen Angriffe im Libanon zum Ausdruck gebracht, sagte Macron. «Wir verurteilen diese Angriffe auf das Schärfste.» Sie stellten eine direkte Bedrohung für den gerade erzielten Waffenstillstand dar. Der Libanon müsse vollständig unter dessen Schutz stehen, forderte er. (sda/dpa)

2:56
Schah-Sohn Pahlavi fordert politischen Umbruch in Teheran
Schah-Sohn Reza Pahlavi pocht trotz der mit den Machthabern in Teheran vereinbarten Waffenruhe auf einen politischen Umbruch im Iran. «Wir hoffen (...), dass die freie Welt versteht, dass die einzige Lösung – nicht nur für uns, sondern auch für alle unsere Nachbarn in der Region und für die ganze Welt – darin besteht, dass dieses Regime nicht mehr an der Macht ist», sagte Pahlavi im Interview mit dem französischen Sender LCI.

Monarchistische Gruppen sehen den Sohn des letzten Schahs von Persien als politischen Anführer der iranischen Opposition. Wie viel Rückhalt der im US-Exil lebende Pahlavi im Land tatsächlich hat, ist unklar.

Anders als US-Präsident Donald Trump es darstelle, gebe es im Iran bislang keinen politischen Umbruch, sagte er. Es seien dieselben Menschen, «vielleicht etwas geschwächt», die weiterhin an der Macht seien. «Für uns ist das kein Regimewechsel», sagte er. «Es muss einen klaren Schnitt geben.» Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Januar «ist zu viel Blut geflossen», sagte Pahlavi. Es sei an der Zeit, «diesem Regime ein Ende zu setzen, wie einem verwundeten Tier, das man erlegen muss».

Pahlavi sieht islamischen Machtapparat geschwächt

Der Waffenstillstand habe bei vielen Iranern Enttäuschung ausgelöst, sagte Pahlavi in einer Videobotschaft. Dennoch gebe Gründe für Zuversicht hinsichtlich eines möglichen politischen Umbruchs im Iran. Der Krieg habe den islamischen Machtapparat weiter geschwächt und international isoliert. «Die Schäden für das Regime durch den Krieg sind extrem und irreparabel», sagte er.

In Teheran fiel die Stimmungslage der Bevölkerung angesichts der Waffenruhe gemischt aus. Viele Menschen äusserten Erleichterung darüber, dass die Kämpfe vorerst beendet sind. Gleichzeitig herrschte jedoch auch Enttäuschung. Trotz fast 40 Tagen Krieg sei die islamische Führung weiterhin an der Macht und präsentiere sich nun sogar als Sieger in einem Konflikt gegen die Weltmacht USA und gegen den Erzfeind Israel. (sda/dpa)


Reza Pahlavi.
1:48
Vance: Israel will sich im Libanon «ein wenig zurückzuhalten»
Bei massiven Luftangriffen Israels waren im Libanon nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums am Mittwoch mindestens 180 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt. US-Vizepräsident JD Vance sagte nun darüber – mit der Einschränkung, dass er noch ausführlicher über die Lage unterrichtet werde – dass Israel seines Wissens angeboten habe, sich im Libanon «ein wenig zurückzuhalten», weil sie sicherstellen wollten, dass die Verhandlungen erfolgreich verlaufen. Er führte nicht aus, wann Israel ein solches Angebot gemacht haben soll. (con/sda/dpa)

22:49
UN-Hochkommissar verurteilt Israels Angriffe im Libanon
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die heftigen israelischen Luftangriffe im Libanon scharf verurteilt. «Das Ausmass der Tötungen und Zerstörungen im Libanon heute ist schlichtweg entsetzlich», sagte der österreichische UN-Diplomat laut einer Mitteilung.

«Ein solches Blutbad, nur wenige Stunden nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands mit dem Iran, ist kaum zu fassen. Es setzt den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend braucht, enorm unter Druck», warnte Türk.



Prinzipien des humanitären Völkerrechts nicht verhandelbar

«Das humanitäre Völkerrecht legt eindeutig fest, dass Zivilisten und zivile Infrastruktur geschützt werden müssen», betonte Türk. «Diese Prinzipien sind nicht verhandelbar und müssen stets eingehalten werden, unabhängig von den Umständen eines bewaffneten Konflikts.» Er forderte umgehende unabhängige Untersuchungen.

Die internationale Gemeinschaft müsse rasch handeln. «Die Bemühungen um Frieden in der gesamten Region werden unvollständig bleiben, solange das libanesische Volk unter anhaltendem Beschuss lebt, gewaltsam vertrieben wird und in Angst vor weiteren Angriffen lebt.» (sda/dpa)
22:46
Trauertag im Libanon nach massiven israelischen Angriffen
Im Libanon soll am Donnerstag ein nationaler Trauertag eingehalten werden. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam kündigte an, es solle der Opfer der massiven Angriffe in verschiedenen Teilen des Landes gedacht werden. Nach Angaben der israelischen Armee zielten diese auf Kommandeure und militärische Infrastruktur der Hisbollah-Miliz ab. Laut Salam waren jedoch zahlreiche Zivilisten betroffen.

An dem Trauertag sollen alle öffentlichen Verwaltungseinrichtungen und staatlichen Institutionen am Donnerstag geschlossen bleiben und die Flaggen auf halbmast gesetzt werden. Radio- und Fernsehsender sollen ihr reguläres Programm «an die nationale Tragödie anpassen».

Der Ministerpräsident sprach dem libanesischen Volk, insbesondere den Familien der Opfer, sein tiefstes Beileid aus und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung. Er sei in Kontakt mit arabischen Amtskollegen und internationalen Repräsentanten, um einen Stopp der israelischen Angriffe herbeizuführen. (sda/dpa)

22:45
Zahl der Toten im Libanon steigt auf 182
Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet worden. Knapp 900 weitere Menschen seien verletzt, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Viele Opfer werden noch unter Trümmern vermutet. (sda/dpa)
22:44
Iran warnt: Strasse von Hormus nur nach Abstimmung passieren
Die iranischen Revolutionsgarden haben Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung die Strasse von Hormus zu passieren. Die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte verwies in einer Mitteilung auf dem staatlichen Nachrichtenkanal Khabar-Fouri auf die Gefahr von Minen in der wichtigen Meerenge nach Wochen des Krieges. (sda/dpa)
22:22
Vance: Libanon ist nicht Teil der Waffenruhe mit dem Iran
Anders als der Iran sieht US-Vizepräsident JD Vance den Libanon nicht in der vereinbarten Waffenruhe inbegriffen. Dass der Iran davon ausgehe, sei ein Missverständnis, sagte Vance in Budapest. «Weder wir noch die Israelis haben gesagt, dass dies Teil der Waffenruhe sein würde.»

Vance machte deutlich, dass die USA derlei Versprechen nie auch nur angedeutet hätten. «Was wir gesagt haben, ist, dass sich der Waffenstillstand auf den Iran und die Verbündeten der USA konzentrieren würde». Dazu zählen laut Vance neben Israel auch die arabischen Golfstaaten.



Kurz vor den Äusserungen von Vance zog der iranische Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf die Sinnhaftigkeit der Verhandlungen mit den USA in Zweifel. Er warf Washington vor, noch vor Beginn der Verhandlungen ihre Zusagen gebrochen zu haben - dabei verwies er wieder auf den Libanon. Zudem beklagte er das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum sowie dass dem Iran das Recht darauf verweigert werde, Uran anzureichern. «Daher machen Verhandlungen über eine bilaterale Waffenruhe auch keinen Sinn», schrieb der ehemalige Militärkommandeur auf der Plattform X. Er soll Berichten zufolge auch die Verhandlungen mit den USA in Islamabad führen.

Auch Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die israelischen Angriffe auf den Libanon als unvereinbar mit den Vereinbarungen zum Waffenstillstand. «Eine zentrale Bedingung war auch der Waffenstillstand im Libanon», sagte er in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Er warnte, dass der Iran auf jeden Verstoss konsequent reagieren werde. (sda/dpa)
22:14
Hisbollah: Leibwächter von Hisbollah-Chef bei Angriff getötet
Bei einem israelischen Luftangriff im Süden des Libanon ist nach Hisbollah-Angaben ein Leibwächter des Hisbollah-Chefs Naim Kassim getötet worden. Der genaue Ort war zunächst unklar.

Aus israelischen Sicherheitskreisen hiess es, ein anderer Angriff Israels habe ein Gebäude sowie einen nahegelegenen Parkplatz in der libanesischen Hauptstadt Beirut getroffen. Es sei vermutet worden, dass Kassim selbst sich dort versteckt gehalten haben solle.

Ziel eines späteren Angriffs – bei dem ein zehnstöckiges Gebäude teilweise zerstört wurde – sei unterdessen ein Ort gewesen, an dem sich laut den Quellen Kassims Neffe aufgehalten haben soll. Die Angaben liessen sich allesamt nicht unabhängig überprüfen.

Kassim führt die Schiitenorganisation seit Oktober 2024 an. Er folgte auf den langjährigen Generalsekretär Hassan Nasrallah, der im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im September 2024 vom israelischen Militär gezielt getötet wurde.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte mehrfach deutlich gemacht, dass Kassim ebenfalls ein Angriffsziel sei. Nach Angriffen der Hisbollah auf Israel während des jüdischen Pessach-Fests warnte Katz zuletzt, Kassim werde «im tiefsten Abgrund der Hölle» landen. (sda/dpa)


Naim Kassim
21:57
Israels Militärsprecher: Angriffe auf Hisbollah gehen weiter
Israel will nach Angaben seines Militärsprechers trotz der Waffenruhe im Iran-Krieg mit aller Macht weiter gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon kämpfen. «Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht für einen Moment gestoppt», sagte Sprecher Effie Defrin in einer Videobotschaft.

Die jüngsten Angriffe auf die Hisbollah seien die grössten seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März gewesen. Man habe die Pläne dafür lange vorbereitet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei Dutzende Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt.



Es seien Geheimdienst- und Kontrollzentren der Hisbollah sowie Ziele der Marine und der Hisbollah-Eliteinheit Radwan getroffen worden, sagte Defrin. Er warf der Hisbollah erneut vor, sich hinter Zivilisten zu verschanzen.

Bodeneinsatz im Südlibanon geht weiter

Auch der Bodeneinsatz im Libanon dauere an, sagte er. Die israelischen Bodentruppen hätten im Südlibanon eine «Verteidigungslinie» gebildet. Das Gebiet südlich des Litani-Flusses, der rund 30 Kilometer entfernt von der israelischen Grenze liegt, sei de facto vom Rest des Landes abgetrennt. Man arbeite weiter an seiner Demilitarisierung. Dies solle Angriffe der Hisbollah auf Einwohner des israelischen Grenzgebiets verhindern.

Waffenruhe mit Iran und Bilanz des Krieges

Zur Waffenruhe im Iran sage Defrin, Israels Armee habe in der Nacht auf Mittwoch das Feuer eingestellt. Man habe während des Ende Februar begonnenen Krieges die Kapazitäten des iranischen Machtapparats schwer beschädigt. Ziel sei es gewesen, existenzielle Bedrohungen Israels langfristig zu beseitigen. Falls nötig könne man die Kämpfe sofort wieder aufnehmen, betonte der Sprecher.

Die Führungsriege des Irans sei ausgeschaltet worden und seine Kontrollzentren demoliert. Auch die Einrichtungen zur Waffenherstellung sowie das Raketen- und das Atomprogramm seien stark beschädigt worden. Die israelische Armee habe in dem Krieg alle Ziele erreicht, die ihr vorgegeben worden seien, «und sogar darüber hinaus». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
20:34
Israels Heimatschutz kündigt Lockerung von Beschränkungen an
Nach Verkündung der Waffenruhe hat Israels Heimatschutz die Lockerung von Einschränkungen für die Bürger des Landes angekündigt. Von 06.00 Uhr an am Donnerstagmorgen (05.00 Uhr MESZ) sollten in weiten Teilen des Landes wieder normale Aktivitäten erlaubt sein, hiess es in einer Mitteilung der Armee. Nur für bestimmte Regionen wie den Norden Israels, die nördlichen Golanhöhen sowie den Grossraum Tel Aviv sollten noch Beschränkungen für grössere Versammlungen gelten. (sda/dpa)


Menschen in Tel Aviv am Strand
20:22
Angriffe im Libanon: Iran verlangt von USA klare Positionierung
Der Iran macht mit Verweis auf die Waffenruhe-Vereinbarung Druck auf die USA, Israel zur Einstellung der Angriffe im Libanon zu bewegen. «Die Bedingungen für die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA sind klar und eindeutig: Die USA müssen sich entscheiden - entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben», schrieb Aussenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X.



Der Iran sieht in den andauernden Angriffen Israels gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon einen Verstoss gegen die Vereinbarung mit den USA. Auch nach Angaben des Vermittlers Pakistans gilt die Feuerpause ausdrücklich auch für den Libanon. Israels Premier Benjamin Netanjahu widersprach jedoch und betonte, der Waffenstillstand beziehe sich nur auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran – nicht aber auf den Einsatz gegen die Hisbollah. Israel wirft dem Iran vor, nach Inkrafttreten der Feuerpause seine Angriffe auf das Land fortgesetzt zu haben. (sda/dpa)
20:16
Netanjahu zur Iran-Waffenruhe: Finger bleibt am Abzug
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat betont, die Waffenruhe im Iran-Krieg sei «nicht das Ende des Kampfes». Es sei vielmehr eine «Station auf dem Weg zum Erreichen aller unserer Ziele», sagte Netanjahu in einer Ansprache.

Im Krieg mit dem Iran habe der Staat Israel «enorme Erfolge erzielt - Erfolge, die bis vor kurzem völlig unrealistisch schienen», sagte Netanjahu. «Der Iran ist schwächer als je zuvor, Israel ist stärker als je zuvor.»



Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Kämpfe

Gleichzeitig sagte der Premier, Israel habe «noch Ziele zu erreichen, und wir werden dies tun». Dies könne entweder durch eine Einigung oder eine Wiederaufnahme der Kämpfe geschehen. «Wir sind bereit, jederzeit die Kämpfe wieder aufzunehmen», sagte der Regierungschef. Man habe weiter den «Finger am Abzug».

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sei in Abstimmung mit Israel erzielt worden. «Nein, sie haben uns nicht im letzten Moment überrascht», sagte Netanjahu, offenbar als Reaktion auf Kritik an seinem Vorgehen im Krieg. Kritiker hatten ihm vorgeworfen, keines der Ziele Israels in dem fast sechswöchigen Krieg erreicht zu haben.

Netanjahu: Iran «um Jahre zurückgeworfen»

Ohne die Kriege gegen den Iran in diesem und im vergangenen Jahr «hätte der Iran längst über Atomwaffen verfügt und Tausende Raketen, um Israel zu zerstören und die Existenz von uns allen zu bedrohen», sagte Netanjahu ferner. Man habe den iranischen Machtapparat «um Jahre zurückgeworfen». Israel schliesse ausserdem Bündnisse mit neuen Ländern in der Region. (sda/dpa)
  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die auch die Öffnung der Strasse von Hormus beinhaltet. Die Waffenruhe ist bisher höchst fragil, insbesondere da es unterschiedliche Ansichten bezüglich des Einbezugs von Libanon in die Waffenruhe gibt.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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669 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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