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Schweres Erdbeben in Indonesien – Tsunamiwarnung

Schweres Erdbeben in Indonesien – Frau von Trümmern erschlagen

02.04.2026, 03:1002.04.2026, 13:06

Infolge eines schweren Erdbebens vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi ist eine 70 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Sie wurde von herabstürzenden Trümmern getroffen, wie Medien unter Berufung auf das örtliche Rettungsteam in Manado im Norden der Insel berichteten. Ein weiterer Mensch habe sich bei einem Sprung aus einem Gebäude das Bein gebrochen.

Das Epizentrum befindet sich zwischen den Molukken und Sulawesi.google maps

Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,4 und ereignete sich in einer Tiefe von 35 Kilometern. Das Epizentrum lag demnach zwischen dem Norden Sulawesis und den östlich gelegenen Nord-Molukken, einer Provinz der Inselgruppe Molukken. Die Behörden lösten für die Inseln rund um die Molukkensee daraufhin eine Tsunami-Warnung aus, die wenig später aber wieder aufgehoben wurde. Mehrere Gebäude, darunter ein Sportkomplex in Manado, wurden beschädigt; ein Krankenhaus wurde evakuiert, wie unter anderem der Sender BBC berichtete.

Kleinere Flutwellen erwartet

Nach Angaben des US-Tsunamiwarnsystems bestand zunächst die Möglichkeit von Flutwellen im Umkreis von bis zu 1000 Kilometern. Für Teile der indonesischen Küste wurden Wellen von 30 Zentimetern bis zu einem Meter über dem normalen Pegel prognostiziert. Auch Küsten auf den Philippinen und in Malaysia könnten betroffen sein, hiess es. Die Gefahren wurden jedoch als gering eingestuft.

A fisher walks in the water after setting up a fishing net near a beach in Budong-Budong, West Sulawesi Island, Indonesia, Monday, Feb. 24, 2025. (AP Photo/Dita Alangkara)
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Ein Fischer an einem Strand in Sulawesi, Indonesien.Bild: keystone

Im Norden Sulawesis erreichten die Wellen an mehreren Orten Höhen von unter einem Meter, darunter 75 Zentimeter in North Minahasa und 68 Zentimeter in Belang, wie das indonesische Institut für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) mitteilte. Die Rede war von einem «Mini-Tsunami». Zudem seien mindestens elf Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 5,5 registriert worden.

Die indonesischen Behörden gaben die Stärke des Bebens zunächst mit 7,6 an. Erste Messungen zu Stärke und Tiefe eines Bebens weichen oft leicht voneinander ab und können später manuell korrigiert werden.

Erinnerungen an Katastrophe von 2004

Der weltgrösste Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst. Etwa 230'000 Menschen in zahlreichen Ländern kamen ums Leben. (sda/dpa)

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