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Iran

Chamenei gibt Trump Schuld für Massenproteste im Iran

Chamenei gibt Trump Schuld für Massenproteste im Iran – USA warnen erneut

17.01.2026, 12:5717.01.2026, 20:21

Irans oberster Führer Ali Chamenei macht US-Präsident Donald Trump für die landesweiten Massenproteste verantwortlich. Vor Anhängern in Teheran sagte der Ajatollah, Trump habe persönlich in die Unruhen eingegriffen und die «Aufständischen» ermutigt, weiterzumachen und keine Angst zu haben.

Twitter hat einen Beitrag des iranischen geistlichen Oberhauptes, Ayatollah Ali Chamenei, im Zusammenhang mit den Impfungen gegen das Coronavirus gel
Ali Chamenei.Bild: sda

Der Iran betrachte den Präsidenten der Vereinigten Staaten als «Verbrecher», sowohl «wegen der Opfer als auch wegen der entstandenen Schäden und wegen der Verleumdung, die dem iranischen Volk zugefügt wurde», sagte Chamenei laut der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews. Amerika müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Das US-Aussenministerium teilte in der Landessprache Farsi mit, es habe Berichte erhalten, wonach der Iran Optionen für Angriffe auf amerikanische Stützpunkte vorbereite. «Wie Präsident Trump wiederholt betont hat, bleiben alle Optionen auf dem Tisch», hiess es laut Übersetzung weiter. Sollte das «Regime der Islamischen Republik» amerikanische Einrichtungen angreifen, werde es mit einer sehr, sehr starken Streitmacht konfrontiert. «Das haben wir bereits zuvor gesagt und sagen es erneut: Legen Sie sich nicht mit Präsident Trump an.»

Chamenei räumte ein, dass es Tausende Tote während der Proteste gegeben habe. Einige Menschen seien auf «unmenschliche, brutale Weise» getötet worden. Der oberste Führer machte dafür die «Aufständischen» verantwortlich. Iranische Aktivisten berichteten hingegen, dass Sicherheitskräfte mit grosser Gewalt gegen Demonstrierende vorgegangen seien und Menschen gezielt mit Kopfschüssen getötet haben sollen. Diese Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Ausgelöst wurden die Proteste im Iran Ende Dezember von einer dramatischen Wirtschaftskrise und sehr hoher Inflation. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Protesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Sicherheitskräfte gingen dabei gewaltsam vor. Iranische Menschenrechtsgruppen meldeten mehr als 3.400 Tote. Genaue Zahlen lassen sich wegen der Informationssperre kaum überprüfen. (sda/dpa)

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juergen
17.01.2026 13:52registriert Juli 2025
Es sind immer die Anderen...
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app 2Stone
17.01.2026 14:33registriert März 2024
Alle Gottestaate müssen weg - zuerst die Ayatollas im Iran. Sie haben ja ihre Flucht uns die vom Volk gestohlenen Milliarden bereits vorbereitet und das Gold weggeschafft.
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LifeIsAPitch
17.01.2026 15:35registriert Juni 2018
Habe heute mit einer Iranerin gesprochen, die verzweifelt vor Angst ist und nicht weiss, wie es ihren Geschwistern, Eltern und Freunden geht, die sie seit 10 Tagen nicht mehr sprechen konnte. Unvorstellbar. Vor allem auch, dass es Menschen gibt, die dieses Gesocks von Mullahs, Taliban, Salafisten und sonstigen religiösen Eiferern und Nichtsnutzen noch befürworten.

Manchmal frage ich mich, ob wir wirklich im 21. Jahrhundert leben.
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