International
Iran

Wahllokale schliessen im Iran – erste Angaben zur Wahlbeteiligung

Wahllokale schliessen im Iran – erste Angaben zur Wahlbeteiligung

01.03.2024, 22:4501.03.2024, 22:45
A woman casts her ballot during the parliamentary and Assembly of Experts elections at a polling station in Tehran, Iran, Friday, March 1, 2024. Iran held the country's first election since the m ...
Eine Iranerin wirft ihre Stimme ein.Bild: keystone

Nach einer vierstündigen Verlängerung sind die Wahlen im Iran am Freitag ohne grosse Zwischenfälle beendet worden. Die landesweit fast 60 000 Wahllokale waren von 8.00 bis Mitternacht Ortszeit (5.30 bis 21.30 Uhr MEZ) geöffnet. Mit ersten Ergebnissen wird am Wochenende gerechnet. Staatsmedien zufolge sind die Schulen am Samstag, dem Beginn der iranischen Woche, wegen der Verzögerung der Wahlen geschlossen.

Einem ersten Bericht zufolge wurde eine Wahlbeteiligung von etwa 41 Prozent verzeichnet. Wie die regierungsnahe Nachrichtenagentur Fars in der Nacht zu Samstag (Ortszeit) berichtete, gaben rund 25 von 61 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Es wäre dennoch die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Islamischen Republik nach 42,6 Prozent Wahlbeteiligung bei der Parlamentswahl 2020.

Rund 61 Millionen Menschen waren dazu aufgerufen, ein neues Parlament (Madschles) und den Expertenrat, ein einflussreiches Gremium islamischer Geistlicher, zu wählen. Zahlreiche kritische Kandidaten wurden vor den Wahlen durch den sogenannten Wächterrat ausgeschlossen. Die Bevölkerung ist desillusioniert von gescheiterten Reformversuchen der vergangenen Jahrzehnte. Viele Menschen wollten nicht wählen gehen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
Zur Story