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US-Waffenvorräte stark reduziert: So viele Raketen hat Trump noch übrig

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Die Vereinigten Staaten haben 850 Tomahawk‑Raketen auf den Iran abgefeuert. Jede einzelne davon kostet rund 2,6 Millionen Dollar. (Bild: Überprüfung einer Rakete im Rahmen der Operation «Epic Fury») Bild: www.imago-images.de

So viele Raketen hat Trump noch übrig

Die Vereinigten Staaten haben vor Inkrafttreten des Waffenstillstands Tausende von Raketen auf den Iran abgefeuert. Das hat die Vorräte an bestimmten Raketentypen drastisch reduziert, deren Mangel noch Jahre andauern könnte.
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24.04.2026, 09:4124.04.2026, 09:41
Übersetzung

Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.

Die amerikanischen Bombardierungen gegen den Iran dauerten 39 Tage, bevor ein fragiler Waffenstillstand die Feindseligkeiten zumindest vorübergehend beendete. In der ersten Phase des Krieges griff Washington laut Angaben des Weissen Hauses mehr als 13'000 Ziele an.

Die US-Luftangriffe beruhten laut des amerikanischen Thinktanks Center for Strategic and International Studies (CSIS) weitgehend auf sieben verschiedenen Raketentypen. Insgesamt wurden fast 4000 Raketen abgefeuert.

Dieser intensive Einsatz hat laut CSIS Bedenken hinsichtlich des Zustands der amerikanischen Munitionsvorräte aufgeworfen. Tatsächlich sind die Vorkriegsbestände in einigen Fällen stark gesunken. So haben die Vereinigten Staaten beispielsweise rund 1200 Patriot-Raketen abgefeuert, was mehr als der Hälfte der 2330 Einheiten entspricht, die vor Kriegsbeginn verfügbar waren.

ACHTUNG GRAFIK FEHLT

Ebenso verfügt die US-Armee nur noch über 33 % der THAAD-Raketen und 53 % der SM-3-Raketen, die ihr vor dem Start der Operation «Epic Fury» zur Verfügung standen. Die Tomahawk-Bestände sind trotz der hohen Anzahl abgefeuerter Geschosse (850) in einem besseren Zustand.

«Unzureichende Bestände»

Trotz dieser Zahlen dürfte der US-Armee die Munition nicht ausgehen, zumindest nicht sofort. «Die Vereinigten Staaten verfügen über genügend Raketen, um diesen Krieg fortzusetzen, ganz gleich, welches Szenario eintritt», so das CSIS.

Zumal der Einsatz dieser sieben Raketentypen nach den ersten Tagen des Konflikts zurückgegangen ist, so das Thinktank weiter. Die USA können zudem auf zahlreiche kostengünstigere Alternativen zurückgreifen, die jedoch eine geringere Reichweite haben – was die Abschussplattformen gefährdet.

Auch wenn Washington sich vorerst keine Sorgen machen muss, sieht die Lage langfristig deutlich weniger rosig aus. «Schon vor dem Krieg mit dem Iran wurden die Vorräte als unzureichend angesehen, um einem Gegner dieser Grössenordnung die Stirn zu bieten», stellt das CSIS fest und bezieht sich dabei insbesondere auf China.

Dieses Risiko einer Verknappung «wird noch viele Jahre bestehen bleiben», prognostiziert der Thinktank. Und fügt hinzu:

«Die Wiederherstellung des Vorkriegsniveaus für diese sieben Munitionstypen wird zwischen einem und vier Jahren dauern.»
CSIS

Die Trump-Regierung hat kürzlich eine Reihe von Initiativen angekündigt, um die Raketenbestände «in Kriegsbereitschaft» zu versetzen. Es werde jedoch «Jahre» dauern, bis dieser Plan Früchte trage, teilt das CSIS mit.

Milliarden von Dollar

Unabhängig davon, wie sich die Bestände in Zukunft entwickeln werden, steht eines fest: Dieser Krieg hat die Vereinigten Staaten bereits eine astronomische Summe gekostet. Eine einzige Patriot-Rakete kostet fast 4 Millionen Dollar, eine Tomahawk-Rakete 2,6 Millionen Dollar. Die US-Armee hat jedoch bereits mehr als 1200 bzw. 850 davon abgefeuert.

Allein für die sieben in diesem Artikel genannten Raketentypen belaufen sich die Gesamtkosten auf über 20 Milliarden Dollar. (asi)

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