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Wegen Trumps Wankelmütigkeit: Irans Aussenminister stellt Atomverhandlungen in Frage



Der Iran sieht nach den Worten von Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif keinen Grund, warum sein Land wieder in Atomverhandlungen mit den USA eintreten sollte.

«Wenn wir ein neues Abkommen mit den USA abschliessen sollten, welche Garantie hätten wir, dass das Abkommen nach dem Flug noch gilt? Erinnern sie sich an Kanada?», fragte Sarif am Donnerstag auf der Mittelmeerkonferenz in Rom.

EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton, links, und der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif im Rahmen der vierten Gespraechsrunde zwischen den den UNO-Vetomaechten (USA, Russland, China, Frankreich, Grossbritannien) und Deutschland mit dem Iran am Mittwoch, 14. Mai 2014 in Wien. (APA/HANS PUNZ)

Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif und die damalige EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton 2014 in Wien.  Bild: APA

Sarif bezog sich damit auf den Eklat beim G7-Gipfel im Juni in Kanada. US-Präsident Donald Trump hatte unmittelbar nach seiner Abreise seine Unterstützung für die Abschlusserklärung zurückgezogen.

Trump war im Mai aus dem internationalen Atomabkommen von 2015 ausgestiegen und hatte Anfang August und Anfang November neue Finanz- und Handelsbeschränkungen gegen Teheran verhängt. Die anderen Unterzeichnerstaaten Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Russland und China bemühen sich dennoch, das Atomabkommen zu retten und den Handel fortzuführen.

Sarif bekräftigte, dass sein Land an dem Abkommen festhalten wolle. Dies werde aber schwer, wenn der wirtschaftliche Nutzen nicht mehr spürbar sei. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte kürzlich erneut bestätigt, dass der Iran sich an die Verpflichtungen aus dem Abkommen hält. (leo/sda/afp)

Trump will einen Politikwechsel im Iran

Video: srf

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