Ryan Wedding war 2002 bei Olympia – jetzt ist er als Drogenbaron verhaftet worden
Ryan Wedding liefert eine mustergültige Quereinsteiger-Geschichte: 2002 vertrat er Kanada als Snowboarder bei den olympischen Spielen in Salt Lake City, nun ist er als einer der weltweit meistgesuchten Kriminellen verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, einen multinationalen Drogenhandels-Ring betrieben zu haben.
Wie der amerikanische Sender NBC News unter Berufung auf zwei Beamte berichtet, soll Weddings Organisation jährlich 60 Tonnen Kokain aus Mexiko nach Los Angeles transportiert haben. Der Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI), Kash Patel, hatte den Ex-Snowboarder gar mit dem berüchtigten Pablo Escobar verglichen.
Im September 2024 wurde der Kanadier wegen versuchten Mordes im Kontext seiner Tätigkeit als Drogenboss angeklagt. Wedding soll den Mord an einem Zeugen, der gegen ihn aussagen sollte, in Auftrag gegeben haben. Der Zeuge war, bevor es zur Aussage kommen sollte, in einem Restaurant niedergeschossen worden.
Im März 2025 war Wedding auf die «Ten Most Wanted»-Liste des FBI aufgenommen worden (watson berichtete). Eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar war damals für Hinweise, die zur Verhaftung führen, versprochen worden. Weitere Details zu seiner nun erfolgten Verhaftung sollen bei einer Pressekonferenz am Freitagabend (Schweizer Zeit) erfolgen.
(cpf)
