bedeckt, wenig Regen
DE | FR
4
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Iran

Teheran bestellt Botschafter Norwegens und Grossbritanniens ein

Proteste in Iran: Teheran bestellt Botschafter Norwegens und Grossbritanniens ein

25.09.2022, 15:4125.09.2022, 16:56

Im Zusammenhang mit den Protesten in Iran sind die Botschafter Norwegens und Grossbritanniens einbestellt worden.

Norwegischer Politiker kritisiert Iran

Der norwegische Botschafter sei am Vortag zum Gespräch im iranischen Aussenministerium gewesen, teilte Oslo auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit. Es sei um Twitter-Nachrichten des norwegischen Parlamentspräsidenten Massud Gharechani gegangen.

Der Botschafter habe die Position der norwegischen Regierung im Fall der getöteten Mahsa Amini bekräftigt, teilte das norwegische Aussenministerium weiter mit. Der iranischstämmige Politiker Gharechani macht auf Twitter immer wieder auf die Proteste in Iran aufmerksam und kritisiert die iranische Führung.

Iran passt Farsi-Sender in Grossbritannien nicht

Im Fall der Einbestellung des britischen Botschafters sei es um persischsprachige Fernsehsender in London gegangen, berichtete das Nachrichtenportal Assr-Iran. Teheran warf den Sendern demnach vor, mit ihrer Berichterstattung über die Proteste für Provokation und noch mehr Unruhe zu sorgen. Die britische Regierung habe Mitschuld an der Berichterstattung, weil sie den Sendern Genehmigungen erteile. Eine Reaktion aus London lag zunächst nicht vor.

Die Kritik der iranischen Regierung richtet sich vor allem gegen den persischsprachigen Sender BBC-Farsi, den von den Saudis finanzierten Sender Iran International sowie gegen Manoto-TV. Da in Iran alle drei Sender über Satellit und Internet verfügbar sind, gehören sie zu den wichtigen Nachrichtenquellen für Iraner.

Auslöser der seit Tagen anhaltenden regimekritischen Proteste in Iran ist der Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini. Sie war von der Sittenpolizei wegen eines Verstosses gegen die strenge islamische Kleiderordnung festgenommen worden und am 16. September unter ungeklärten Umständen verstorben.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
chicadeltren
25.09.2022 16:02registriert Dezember 2015
Sie heisst eigentlich Zhina, aber weil kurdische Namen im Iran verboten sind, ist ihr offizieller Name Mahsa. Könntet ihr jeweils beide Namen nennen?
272
Melden
Zum Kommentar
4
Nach 17 Jahren Todestrakt: Polizistenmörder in den USA hingerichtet

In den USA ist ein zum Tode verurteilter Polizistenmörder hingerichtet worden. Der 37-jährige Kevin Johnson sei im Gefängnis der Stadt Bonne Terre im Bundesstaat Missouri um 19.40 Uhr Ortszeit nach Verabreichung einer tödlichen Injektion für tot erklärt worden, teilten die Behörden am Dienstag (Ortszeit) mit. Johnsons 19-jährige Tochter war mit einem Antrag gescheitert, der Vollstreckung des Todesurteils beiwohnen zu können.

Zur Story