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Iran-Krieg: Strasse von Hormus bleibt umkämpft – die neusten News

Trails of a cluster missile fired from Iran cross the sky over Tel Aviv, Israel, Wednesday, March 11, 2026. (AP Photo/Baz Ratner)
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Der Iran attackierte in der Nacht weiter Israel und die Golfstaaten.Bild: keystone

Iran attackiert mehrere Ziele, Strasse von Hormus bleibt umkämpft – das lief in der Nacht

Auch rund drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran ist die Führung in Teheran weiter zu Gegenangriffen in der Lage. Und die Strasse von Hormus bleibt umkämpft. Die neusten Entwicklungen in Nahost.
20.03.2026, 08:0020.03.2026, 08:00

In der Nacht attackierte die Islamische Republik erneut gleich mehrfach den Erzfeind Israel mit Raketensalven. Auch mehrere Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, sahen sich wieder Beschuss mit Raketen und Drohnen ausgesetzt. Dabei hatte US-Präsident Donald Trump noch vor rund zwei Wochen behauptet: «Wir haben gewonnen.»

Israels Luftwaffe begann nach Abwehr der iranischen Raketen in der Nacht eine neue «Welle» an Attacken im Iran, wie das Militär mitteilte. Ziel sei «Infrastruktur des iranischen Terrorregimes.» Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut «Times of Israel» gesagt: «Der Iran ist schwächer denn je.» Das Land könne kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, «so lange dies notwendig ist», sagte Netanjahu.

Die Übersicht über die neusten Entwicklungen.

Teheran warnt Erzfeind Israel

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi warnte kurz vor dem heutigen Beginn des persischen Neujahrsfestes Norus vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen. Israel hatte am Mittwoch das wichtige Gasfeld «South Pars», das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, bombardiert. Als Reaktion attackierte der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.

Laut Trump erfolgte Israels Angriff ohne sein Wissen. US-Medienberichte legten aber nahe, dass er Israels Angriff gebilligt hatte, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die für den Ölmarkt bedeutende Strasse von Hormus freizugeben. Beamte in Saudi-Arabien gehen laut US-Zeitung «Wall Street Journal» davon aus, dass die Ölpreise über 180 Dollar pro Barrel steigen könnten, sollten die durch den Krieg verursachten Versorgungsengpässe bis Ende April andauern. Vor Beginn des Iran-Krieges hatte ein Barrel noch um die 70 Dollar gekostet.

epa12834926 United States President Donald Trump reacts during a bilateral dinner with Prime Minster Takeuchi Sanae of Japan in the State Dining Room of the White House in Washington DC, USA, 19 March ...
US-Präsident Donald Trump. Bild: keystone

Meerenge weiter umkämpft

Um die für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge wieder zu öffnen, setzen die USA nach Informationen des «Wall Street Journal» verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge ein, um iranische Kriegsschiffe zu beschiessen. Apache-Kampfhubschrauber seien in der Region zudem im Einsatz, um Drohnen des Irans abzuschiessen, hiess es unter Berufung auf US-Militärvertreter. Es werde jedoch wahrscheinlich noch Wochen dauern, bis die USA Irans Militäranlagen im Gebiet der Meerenge ausgeschaltet haben.

Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte dagegen laut Nachrichtenagentur Tasnim, die USA könnten die Strasse von Hormus nicht beherrschen. Farzin Nadimi, Experte für iranische Verteidigungssysteme am Washington Institute for Near East Policy, sagte dem «Wall Street Journal», man gehe davon aus, dass der Iran nach wie vor über grosse Bestände an Minen und auf Lastwagen montierten Marschflugkörpern verfügt. Zudem habe das Land wohl Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Anlagen entlang der Küste und auf Inseln. «Ich denke, es wird Wochen dauern, bis ein Punkt erreicht ist, an dem sichere Operationen in der Meerenge möglich sind.»

Strasse von Hormus
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80596449
Die Strasse von Hormus. Bild: Wikimedia/NordNordWest

Deutschland und Verbündete verurteilen Blockade am Golf

Deutschland und wichtige europäische Verbündete sowie Japan forderten die Führung des Irans auf, die faktische Sperrung der Strasse von Hormus zu beenden. Teheran solle unverzüglich seine Versuche stoppen, die wichtige Meerenge durch Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Massnahmen zu blockieren, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union fordern ausserdem ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Energie- und Wasser-Sektors in der Region. Darauf verständigten sie sich bei einem Gipfel in Brüssel. Sie riefen alle Parteien «zur Deeskalation und zu grösstmöglicher Zurückhaltung» auf.

epa12834855 German Chancellor Friedrich Merz speaks to the media during a press conference concluding a formal meeting of the members of the European Council in Brussels, Belgium, 19 March 2026. Leade ...
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz. Bild: keystone

Iran setzt Gegenangriffe fort

Derweil griff Teheran in der Nacht erneut mehrere Golfstaaten an. Die Armee Kuwaits musste Beschuss durch Raketen und Drohnen abwehren. Auch Saudi-Arabien wehrte laut Verteidigungsministerium mehrere Drohnenangriffe ab. Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten ebenfalls auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hiess es.

Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen «gefährlichen Strudel» gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit «für alle Länder in der Region» gefährden. Es sei notwendig, «verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen», sagte der Regierungschef.

Pentagon-Chef: «Es kostet Geld, Bösewichte zu töten»

Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, sagte derweil laut Nachrichtenagentur Tasnim, Irans Lager seien weiter voll mit Raketen und Drohnen. Trump hatte vor rund zwei Wochen dem US-Nachrichtenportal «Axios» gesagt: Es gebe im Iran «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte». Doch ein baldiges Kriegsende ist nicht in Sicht. Auf die Frage nach der Kriegsdauer sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth: «Wir möchten dafür keinen festen Zeitrahmen festlegen.» Man liege aber im Plan. Hegseth verteidigte einen Finanzierungsantrag seines Hauses zur Fortführung des Kriegs. «Es kostet Geld, Bösewichte zu töten», rechtfertigte er sich. (sda/dpa)

Defense Secretary Pete Hegseth speaks to members of the media during a press briefing at the Pentagon in Washington, Thursday, March 19, 2026. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)
Pete Hegseth
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.Bild: keystone
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FACTS
20.03.2026 08:47registriert April 2020
"setzen die USA nach Informationen des «Wall Street Journal» verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge ein, um iranische Kriegsschiffe zu beschiessen. "

Ist nach Trump nicht schon die gesamte Flotte versenkt und der Krieg gewonnen?
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