International
Israel

UNO: Israel ignoriert Forderung nach Stopp von Siedlungsbau

epa05865828 Worker stand at the construction site of the Israeli settlement of Neve Ya'akov north of Jerusalem, and the West Bank town of al-Ram with the separation barrier in the background, 23  ...
Arbeiter in der Siedlung Neve Ya'akov nördlich von Jerusalem (23.03.2017).Bild: ATEF SAFADI/EPA/KEYSTONE

UNO: Israel ignoriert Forderung nach Stopp von Siedlungsbau

25.03.2017, 01:2825.03.2017, 11:06

Der UNO-Sondergesandte für den Nahen Osten, Nickolaj Mladenow, wirft Israel vor, die Forderung nach einem Stopp des Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten zu ignorieren. Seit der Resolution vor drei Monaten habe Israel keinen der verlangten Schritte unternommen.

Das sagte Mladenow am Freitag bei einem Treffen des UNO-Sicherheitsrates. Das Gremium hatte im Dezember das sofortige Ende israelischer Siedlungsbauten in den Palästinensergebieten gefordert. Für eine entsprechende Resolution votierten damals 14 Mitgliedsstaaten. Die USA enthielten sich überraschend.

Bei den Siedlungen handle es sich um eine Gefahr für die Zwei-Staaten-Lösung, hiess es in dem Text. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte damals an, dass sich seine Regierung nicht an die Resolution halten werde.

Zugleich warf Mladenow Hamas-Extremisten und palästinensischen Gruppen vor, weiterhin Gewalt gegen Juden anzustiften. Dies untergrabe die Aussichten auf Frieden. Er sprach von zunehmenden Raketenabschüssen vom Gazastreifen auf Israel. Dies sei eine «beunruhigende Entwicklung». Es sei bedauerlich, dass die palästinensischen Behörden die Angriffe nicht verurteilt hätten.

Gewalt abgeebbt

Im Oktober 2015 begann eine Welle von Strassenangriffen durch Palästinenser, die zuletzt aber etwas abebbte. Israel wirft der Palästinenser-Führung Anstachelung zu den Gewalttaten vor.

Der Palästinenser-Regierung zufolge handelt es sich jedoch um Taten von Palästinensern, die frustriert über die anhaltende israelische Besetzung seien. Die Gebiete gehören zu dem Land, auf dem die Palästinenser einen eigenen Staat errichten wollen. Die Gespräche darüber liegen seit 2014 auf Eis. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Lai Nair
25.03.2017 08:59registriert Dezember 2016
Es ist nichts neues, das Israel bis an hin alle UNO-Resolution ignoriert hat und dies mit einer Arroganz sondergleichen auch weiterhin tun wird.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
N. Y. P. D.
25.03.2017 08:40registriert Oktober 2015
Eine einfache Frage :
Wieso baut Israel (immer neue) Siedlungen in Palästinensergebieten ?
Wie ist die offizielle Haltung Israels zu dieser Frage ?
Ich kann mich erinnern, dass schon Bill Clinton an dieser Thematik dran war. Seit Jahrzehnten ignoriert Israel Forderungen nach einem Baustop.
00
Melden
Zum Kommentar
7
«Abscheulich»: Freunde und Weggefährten trauern – Hollywood-Stars stellen sich gegen Trump
An dem Ort, wo Alex Pretti von Bundesbeamten erschossen worden ist, sammelt sich mittlerweile ein Meer aus Blumen, Kerzen und Botschaften. Der Sohn eines Veteranen, der von Pretti gepflegt worden war, teilte online zudem rührende Worte. Auch viele Prominente äusserten sich öffentlich.
Die Trauer um das jüngste Opfer, das gegen Trumps Abschiebepolitik protestiert hatte, ist gross in Amerika. Am Ort, wo Alex Pretti von mehreren Bundesbeamten umzingelt, niedergedrückt und schliesslich erschossen worden war, liegen nun Blumen, Kerzen und Abschiedskarten.
Zur Story