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Heute wird demonstriert: Palästinenser rufen zu einem «Freitag der Revolution» auf



Nach einem Tag relativer Ruhe in Israel und den Palästinensergebieten haben die palästinensischen Organisationen zu einem «Freitag der Revolution» aufgerufen. Im Westjordanland und im Gazastreifen sollen nach dem muslimischen Freitagsgebet Demonstrationen stattfinden.

Die israelische Polizei kündigte am Donnerstagabend an, zum Freitagsgebet auf dem Jerusalemer Tempelberg würden aus Sicherheitsgründen nur Männer im Alter von über 40 Jahren zugelassen. Der Tempelberg ist das wichtigste Heiligtum im Judentum und nach Mekka und Medina das drittwichtigste Heiligtum im Islam.

epa04978511 Ultra-Orthodox Jews wait for their trolley at a station of the Light Rail in central Jerusalem, 15 October 2015 as Israeli Border Police patrol the area. Israel has increased security in Jerusalem in the past days as Palestinian attacks continue.  EPA/JIM HOLLANDER

300 Soldaten sollen die Polizei in Jerusalem verstärken. 
Bild: JIM HOLLANDER/EPA/KEYSTONE

Nach Angaben der israelischen Armee werden am Sonntag 300 Soldaten die in Jerusalem stationierte Polizei verstärken. Schon am Donnerstag zeigten die israelischen Sicherheitskräfte in der zwischen Israelis und Palästinensern umstrittenen Stadt massive Präsenz.

Mit Gewehren bewaffnete Polizisten und Grenz-Einsatzkräfte kontrollierten Plätze, Kreuzungen und Strassen und patrouillierten an Stellen, wo sie sonst nicht zu sehen waren.

Offen für Treffen

Angesichts der Welle der Gewalt zeigt sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bereit. Er würde sich auch mit arabischen Führern treffen, um die Gewalt zu stoppen, sagte Netanjahu am Donnerstag.

epa04978935 Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu speaks during a special press conference following the recent security situation and wave of violence between Israel and the Palestinians in the Foreign Ministry office in Jerusalem, Israel, 15 October 2015. Israeli Prime Minister Netanyahu pledges a tough response to a wave of Palestinian knife attacks and accused the Palestinian Authority Chairman Mahmoud Abbas with incitement and 'distortion of reality'.  Abbas accused Israel of 'shooting of our childrens in cold-blooded', after a video showing a 13-year-old Palestinian boy Ahmad Nasera bleedind on the floor surounded by Israeli security on 12 October. Netanyahu presented to the media a video from security cameras showing the 13-year-old Palestinian boy Ahmad Nasera holding a knife and chasing a 13-year-old Jewish boy and said the boy is still alive and hospitalized in Hadassah Ein Kerem Hospital in Jerusalem.  EPA/ABIR SULTAN

«Unter Umständen sinnvoll»: Netanjahu will Abbas treffen. 
Bild: ABIR SULTAN/EPA/KEYSTONE

Zudem bestätigte der israelische Regierungschef, dass die USA angeboten hätten, Gespräche in Jordanien zu vermitteln. Netanjahu erklärte, er sei völlig offen für ein solches Treffen mit Abbas und arabischen Spitzenpolitikern. «Ich denke, es ist unter Umständen sinnvoll, weil es die Welle der Aufstachelung stoppen könnte.» (kad/sda/afp/dpa)

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