International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Streit um Videoüberwachung auf dem Tempelberg: Polizei stoppt Installation von Kameras



Die angestrebte Entspannung der Lage auf dem Jerusalemer Tempelberg durch Videoüberwachung hat zu neuem Streit geführt. Die für die Verwaltung des Geländes zuständige islamische Stiftung beschuldigte die israelische Polizei, die Anbringung von Kameras zu verhindern.

A general view of Jerusalem's old city shows the Dome of the Rock in the compound known to Muslims as Noble Sanctuary and to Jews as Temple Mount, October 25, 2015. Palestinian officials reacted warily on Sunday to what U.S. Secretary of State John Kerry hailed as Jordan's

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Klagemauer
Bild: AMIR COHEN/REUTERS

Mitarbeiter der Frommen Stiftung (Wakf) hätten «am Montagmorgen mit der Installation der Kameras begonnen, aber die israelische Polizei schritt ein und stoppte die Arbeiten», erklärte die Wakf in einer Protestnote.

Zwei Tage zuvor hatte US-Aussenminister John Kerry in Amman angekündigt, die Konfliktparteien seien sich einig, mittels permanenter Videoüberwachung die Spannungen auf dem Hochplateau abzubauen. Dort stand bis zur Zerstörung durch die Römer im Jahr 70 der Zweite Jüdische Tempel; vor 1300 Jahren wurden der islamische Felsendom und die Al-Aksa-Moschee errichtet.

«Wir verurteilen entschieden die israelische Einmischung in die Arbeit der Wakf und werten dies als Beweis dafür, dass Israel nur eigene Kameras zulassen will, die lediglich seinen Interessen und nicht der Wahrheit und Gerechtigkeit dienen», heisst es in der Erklärung weiter. Die israelische Polizei wollte dazu zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Vorschlag des jordanischen Königs

Der Vorschlag zur 24-stündigen Videoüberwachung des Geländes kam von Jordaniens König Abdullah II., dessen Aufsicht die Fromme Stiftung für die muslimischen Stätten in Jerusalem unterstellt ist. Die Kameras sollen als Abschreckung dienen, um auf dem Tempelberg Provokationen sowohl von radikalen Palästinensern als auch von nationalreligiösen Juden, die das für nicht-Muslime geltende Gebetsverbot missachten, zu unterbinden oder zu ahnden.

Der Direktor der Wakf, Scheich Asam al-Chatib, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Entscheidung, bereits am Montag Kameras anzubringen, sei von König Abdullah II. selbst gekommen. «Denn nur die jordanische islamische Wakf hat das Recht, diese Massnahme auszuführen.»

Neue Messerattacke

Der Konflikt um den Tempelberg ist ein wichtiger Auslöser der seit Monatsbeginn nahezu täglichen Attacken von Palästinensern auf Israelis mit Messern und in Einzelfällen mit Schusswaffen. So verletzte bei Hebron am Montag erneut ein Palästinenser einen 19-jährigen Israeli mit einem Messer schwer im Nacken, bevor er von Soldaten erschossen wurde.

Seit Monatsbeginn wurden acht Israelis bei Anschlägen getötet. Im gleichen Zeitraum starben bei Attacken oder Protesten 54 Palästinenser und ein arabischer Israeli. Etwa die Hälfte von ihnen waren erwiesene oder mutmassliche Attentäter.

Zugleich wurden laut einer Statistik des Palästinensischen Gefangenen-Klubs bei Razzien seit dem 1. Oktober mehr als tausend Palästinenser und arabische Israelis festgenommen, die meisten zwischen 15 und 25 Jahren alt. Schwerpunkt war demnach Hebron mit 221 Festnahmen, gefolgt von Ost-Jerusalem (201) und Ramallah (138). Im Zuge der Unruhen seien in Israel selbst 160 Angehörige der arabischen Minderheit festgenommen worden.

«Eine nicht verheilte Wunde»

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bekräftigte am Montag, Israel werde sich «dem Terror nicht beugen». Bei einer zentralen Gedenkveranstaltung für den vor 20 Jahren ermordeten damaligen israelischen Regierungschef Izchak Rabin bezeichnete Netanjahu die Tat als «eine nicht verheilte Wunde».

Ein rechtsradikaler jüdischer Fanatiker hatte Rabin am 4. November 1995 nach einer Friedensdemonstration in Tel Aviv erschossen, um Gebietsabtritte an die Palästinenser zu verhindern. In dieser Woche sind mehrere Rabin-Gedenkveranstaltungen geplant. Bei einer Demonstration am Samstagabend in Tel Aviv wird auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton als Redner erwartet. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

257
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

129
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

257
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

129
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Friedensvermittler ohne Erfolg: Alle diese US-Präsidenten scheiterten am Nahost-Konflikt

Seit den Siebzigerjahren sind die USA der hauptsächliche Vermittler im Nahostkonflikt zwischen Israel auf der einen und den Palästinensern sowie den arabischen Staaten auf der anderen Seite. Doch alle Versuche Washingtons, den Konflikt zu lösen, sind bisher sang- und klanglos gescheitert. Der Friedensplan von Präsident Donald Trump reiht sich ein in eine lange Abfolge von diplomatischen Initiativen seiner Vorgänger. Ein Überblick.

Die vom amerikanischen Aussenminister Henry Kissinger initiierte …

Artikel lesen
Link zum Artikel