International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Kashrut-Zertifikat. Es belegt, dass in diesem Restaurant koscheres Essen serviert wird,

Ein Kashrut-Zertifikat belegt, dass in diesem Restaurant koscheres Essen serviert wird. bild: flickr

Lächeln für die Koscher-Kamera: Rabbiner wollen Restaurants per Webcam überwachen



Eine Milliarde US-Dollar: Soviel bezahlt die israelische Wirtschaft jährlich für die Überprüfung und Zertifizierung der Einhaltung der jüdischen Speisegesetze. Das Oberrabbinat hat als höchste religiöse Autorität des Landes ein Monopol für die Überprüfung der Kaschrut genannten Vorschriften. 

Wer in der Gastronomie oder der Lebensmittelbranche tätig ist und seine Produkte an Kunden verkaufen möchte, die sich koscher ernähren, ist auf ein Kaschrut-Zertifikat angewiesen. Ein kleiner Kiosk muss ungefähr 2000 Franken jährlich hinblättern, bei industriellen Lebensmittelfabriken fallen Kosten im zweistelligen Millionenbereich an. 

Prüfer kennen Speisegesetze nicht

Das Monopol des Oberrabinats trägt nicht zur Kundenfreundlichkeit, Professionalität und Effizienz bei: Israels höchstes Gericht sprach in einem Urteil vom letzten Jahr von einem «kompletten operationellen Zusammenbruch» des Überprüfungsbetriebs der Rabbiner.

Die von den Rabbinern eingesetzten Prüfer kennen teilweise die Speisegesetze überhaupt nicht, tauchten nur sporadisch bei ihren Kunden auf oder verlangten Schmiergelder ausserhalb der vertraglichen Zahlungen, hiess es in dem Urteil. Das höchste Gericht verlangte deshalb vom Oberrabbinat eine Reform.

«Wie aus George Orwells ‹1984›»

Wie die israelische Zeitung «Ha'aretz» berichtet, schlagen die Oberrabbiner nun den Einsatz von Webcams vor. Gastrobetriebe müssten die Kameras in Küchen, Lagerräumen und weiteren Räumen, wo Essen zubereitet wird, installieren. Lokale Inspektoren würden zwar ab und zu vor Ort vorbeischauen, der Hauptteil der Überprüfung der religiösen Speisegesetze würde aber via Internet am Bildschirm stattfinden.

Wieviel die Gastro- und Lebensmittelbranche für die Kameras ausgeben müssten, sagte das Rabbinat nicht. Shai Berman, Direktor des israelischen Restaurant- und Barverbands, lehnt den Vorschlag ab: Er erinnere ihn an George Orwells Überwachungsroman «1984». Es sei unvorstellbar, dass Geschäftsleute zustimmen würden, «dass sie jemand ununterbrochen überwachen darf und weiss was mit den Videos anstellt», sagte Berman gegenüber «Ha'aretz». (cbe)

Hier is(s)t niemand koscher: «Burning Man» in Israel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

117
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

117
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Frieden zwischen Israel und Palästina: Der Optimismus zu Donald Trumps Deal ist verflogen

Am Rande der Uno-Vollversammlung kam US-Präsident Donald Trump im September 2017 in New York mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen, damals sprachen die beiden noch miteinander. Trump sagte, er rechne sich «eine sehr, sehr gute Chance» aus, «den schwierigsten Deal von allen» hinzubekommen: Frieden zwischen Israel und den Palästinensern.

Abbas lobte damals Trumps Bemühungen, «den Deal des Jahrhunderts in diesem Jahr oder in den nächsten Monaten» zu vermitteln. Stattdessen ist Trumps …

Artikel lesen
Link zum Artikel