International
Italien

Auch Rom führt Tempo-30-Zone im Stadtzentrum ein

Auch Rom führt Tempo-30-Zone im Stadtzentrum ein

Im Stadtzentrum von Rom darf ab dem heutigen Donnerstag nur noch maximal mit 30 Stundenkilometern gefahren werden.
15.01.2026, 06:4415.01.2026, 06:44

Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung gilt vor allem im historischen Herzen der italienischen Hauptstadt, aber auch auf einigen breiteren Verkehrsadern entlang des Stadtkerns. Bisher galt die Begrenzung auf etwas weniger als der Hälfte der Strassen im Zentrum.

Brazilian Formula E Development Driver Lucas Di Grassi, center, foreground, steers his Formula E car amidst private traffic past the ancient Colosseum in Rome, Saturday, Dec. 1, 2012 to promote the ne ...
In Rom soll es künftig etwas gemächlicher zu- und hergehen.Bild: AP

Hauptziel der Massnahme ist die Reduzierung von Verkehrsunfällen und Senkung der Zahl der Verkehrstoten auf Null. Verkehrsdezernent Eugenio Patanè sagte, verschiedene Studien hätten gezeigt, dass die Senkung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer die Gefährlichkeit und die Schwere von Unfällen verringere. «Es ist daher keine ideologische Entscheidung», erklärte Patanè.

«So senken wir das Todesrisiko»

Ausserdem habe sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Fussgänger – wahrscheinlich auch durch den Ansturm von Touristen, die die Stadt zu Fuss erkunden – erhöht, was neue Konzepte erfordere. «Wir haben die Pflicht, den Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem stärkeren Verkehrsteilnehmer und dem verletzlicheren zu verringern. So senken wir das Todesrisiko», sagte er.

Die Ewige Stadt steht nach einem Bericht des Portals «Roma Today» auf Platz 17 der weltweit verkehrsreichsten Städte. Vor allem in der Hauptverkehrszeit sind die Strassen in vielen Gegenden überfüllt. Rund 76 Stunden verbrachten Römer im vergangenen Jahr durchschnittlich im Stau, hiess es laut «Roma Today» in einer Studie.

Bologna machte den Anfang

Bologna war die erste italienische Grossstadt, in der seit 2024 auf den städtischen Strassen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern gilt. Ausgenommen davon sind die Schnellstrassen in der Stadt in der Emilia-Romagna. Die Bilanz aus dem ersten Jahr mit der Regelung zeigt: Kein einziger Fussgänger starb im Jahr 2024 auf den Strassen Bolognas.

Für Schlagzeilen sorgte in der Vergangenheit auch Paris. In der französischen Stadt gilt aus vergleichbaren Gründen bereits seit 2021 Tempo 30. Seit Herbst 2024 gelten zudem spezielle Regeln für SUVs, beispielsweise müsse diese in der Innenstadt seither das Dreifache an Parkgebühren berappen.

(sda/dpa/con)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ELMatador
15.01.2026 08:17registriert Februar 2020
Und bei uns versucht man auf Bundes- und Kantonsebene, Gesetze zu erlassen, damit die Städte keine 30er-Zonen einführen dürfen.
264
Melden
Zum Kommentar
avatar
miinSänf
15.01.2026 07:54registriert September 2021
Warum soll uns das interessieren? Wir sind soviel besser als die Italiener, wir können eben 50 innerorts und brauchen keine 30er Zonen. Schon gar nicht um Fussgänger zu schützen.
8tung: Kann Ironie enthalten.
267
Melden
Zum Kommentar
18
«Lage ist heikel»: 8 Tote bei 3 Lawinen in Österreich
Es ist das in dieser Saison bisher tödlichste Lawinen-Wochenende in den Alpen: Bei drei Lawinenabgängen kamen allein am Samstag in Österreich laut Behörden acht Menschen ums Leben.
Die Skitourengeher wurden ausserhalb von Pisten von den Schneemassen verschüttet. Die acht Toten der drei Lawinenunglücke in Österreich stammen aus Tschechien und Österreich. Das teilte die Polizei mit. Behörden und Retter warnen vor einer weiterhin grossen Gefahr durch Abgänge.
Zur Story