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Berüchtigter Mafia-Boss Nitto Santapaola in Haft gestorben

Berüchtigter Mafia-Boss Nitto Santapaola in Haft gestorben

03.03.2026, 07:2803.03.2026, 07:28

Einer der berüchtigtsten Mafiabosse Italiens ist nach mehr als 30 Jahren Haft im Gefängnis gestorben. Benedetto «Nitto» Santapaola starb im Alter von 87 Jahren in einer Haftanstalt in Mailand, wie italienische Medien übereinstimmend meldeten. Er galt bis zu seiner Inhaftierung 1993 als Nummer zwei der sizilianischen Cosa Nostra. Santapaola war für seine Skrupellosigkeit bekannt, daher auch sein Spitzname «Il Cacciatore» (zu Deutsch: der Jäger).

**SPECIAL FEE** CATANIA - **SPECIAL FEE** BENEDETTO SANTAPAOLA, AKA NITTO, MAFIA BOSS OF THE SANTAPAOLA CLAN PUBLICATIONxNOTxINxITA Copyright: xFabrizioxVillax/xGIACOMINOFOTOx/xipa-agency.netx/xArchiv ...
Eine Aufnahme von Benedetto Santapaola aus dem Jahr 1995.Bild: www.imago-images.de

Er war ein enger Verbündeter der Nummer eins der sizilianischen Mafia, Salvatore «Totò» Riina (1930-2017), und zählte in den 1980er Jahren zu den prägenden Figuren der Cosa Nostra. Damals erschütterte diese ein blutiger Machtkampf. Ermittler stuften ihn als einen ihrer strategischen Köpfe ein. Er war zudem einer der Auftraggeber der Morde an den beiden bekannten Anti-Mafia-Staatsanwälten Giovanni Falcone und Paolo Borsellino im Jahr 1992.

Mehr als 30 Jahre unter extrem strengen Bedingungen in Haft

1993 wurde er nach elf Jahren auf der Flucht festgenommen. Seine Festnahme damals galt als spektakulär: Eine Sondereinheit überraschte Santapaola schlafend in einem Bauernhaus in der kleinen Gemeinde Mazzarrone in der Nähe von Catania, in der er vor allem agierte. Der Mafioso leistete damals keinerlei Gegenwehr, obwohl ein Revolver neben seinem Bett lag.

Santapaola verbüsste seit der Festnahme in einem Hochsicherheitsgefängnis in der norditalienischen Metropole Mailand mehrere lebenslange Haftstrafen wegen Mordes und anderer Verbrechen unter extrem strengen Haftbedingungen. Diese sieht Italien vor allem für gefährliche Mafiabosse und Terroristen vor. Sie sind als «41bis» – benannt nach dem Paragrafen des Strafvollzugsgesetzes – bekannt. In jenem Gefängnis starb Santapaola nun. (dab/sda/dpa)

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