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Fahrer von Unglücks-Tram in Mailand soll am Handy gewesen sein

Fahrer von Unglücks-Tram in Mailand soll am Handy gewesen sein

20.03.2026, 10:2720.03.2026, 10:27

Der Verdacht nach einem schweren Strassenbahn-Unglück in Mailand mit zwei Toten und mehr als 50 Verletzten richtet sich zunehmend gegen den Fahrer.

epa12781995 Emergency services at the site of an accident after a tram derailed in Milan's Porta Venezia area, in Milan, Italy, 27 February 2026. One person was killed and almost 40 are injured a ...
In Mailand kam es Ende Februar zu einem tödlichen Tram-Unglück.Bild: keystone

Der 61-Jährige soll bis kurz zuvor am Handy gewesen sein, wie mehrere italienische Tageszeitungen aus den Ermittlungen berichteten. Er selbst hatte nach dem Unglück angegeben, sich unwohl gefühlt zu haben. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.

Die Strassenbahn war wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele im Zentrum der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt am 27. Februar gegen ein Gebäude geprallt. Eigentlich hätte sie an einer Kreuzung geradeaus fahren sollen, sie bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Zwei Männer im Alter von 49 und 59 Jahren kamen ums Leben. Der Fahrer wurde verletzt in eine Klinik gebracht.

Telefonat noch zwölf Sekunden vor dem Unglück?

Unmittelbar danach wurde bereits spekuliert, dass er einen Schwächeanfall erlitten haben könnte. Vor dem Unglück hatte er eine Haltestelle missachtet. Nun berichten die Zeitung «Corriere della Sera» und andere Blätter, dass der Fahrer telefoniert habe. Demnach war er zumindest zwölf Sekunden vor dem Unglück noch am Handy, möglicherweise auch noch länger.

Die Anwälte des Mannes hatten zuvor schon bestätigt, dass ihr Mandant während der Fahrt am Telefon war – allerdings habe er das letzte Gespräch anderthalb Minuten vor dem Unglück beendet. Die Ermittler kamen nun jedoch zu einem anderen Ergebnis. Genauen Aufschluss erhoffen sie sich von einem Abgleich der Verbindungsdaten mit den Aufzeichnungen der Verkehrsbetriebe. (dab/sda/dpa)

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