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Vom Regen in die Traufe: 1000 Gefangene dürfen dank Papst Franziskus zur Beichte

epa05611729 A handout photo provided by the Vatican's 'Osservatore Romano' press office on 31 October 2016 of Pope Francis attending an Ecumenical event at Malmo Arena in Malmo, Sweden, ...
Bietet 1000 Gefangenen aus einem Dutzend Staaten die Gelegenheit zur Beichte: Papst Franziskus.Bild: EPA/ANSA

Vom Regen in die Traufe: 1000 Gefangene dürfen dank Papst Franziskus zur Beichte

03.11.2016, 22:1404.11.2016, 07:57

Anlässlich des zu Ende gehenden «Heiligen Jahres der Barmherzigkeit» der römisch-katholischen Kirche empfängt Papst Franziskus am Wochenende 1000 Gefangene aus einem Dutzend Staaten zu einem besonderen Ereignis im Vatikan. Sie können die Beichte ablegen und durch die Heilige Pforte im Petersdom schreiten.

Während eines Heiligen Jahres wird denen, die die sonst geschlossene Pforte durchschreiten, nach katholischem Glauben unter bestimmten Bedingungen ein vollständiger Erlass ihrer Sünden gewährt. Begleitet werden die 1000 Gefangenen von etwa 3000 Familienangehörigen.

Am Sonntag werden sie dann an einer vom Papst im Petersdom zelebrierten Messe teilnehmen. Einige Gefangene wurden zur Bewährung verurteilt, andere stehen unter Hausarrest und wieder andere verbüssen lebenslange Haftstrafen, weswegen sie eine Sicherheitseskorte bekommen.

«Gelegenheit für grosse Amnestie»

Während der Messe mit einem Gefangenenchor aus Bologna werden vier Häftlinge Zeugnis über ihre jeweilige Geschichte ablegen. Die bei der Eucharistie ausgegebenen Hostien wurden von Insassen des Hochsicherheitsgefängnisses Opera bei Mailand hergestellt.

Kurienerzbischof Rino Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, erklärte am Donnerstag, die Anwesenheit von Gefangenen im Petersdom sei für den Papst die «Gelegenheit einer grossen Amnestie» für die Reumütigen.

Als Papst Franziskus vom Winde verweht wurde:

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Papst Franziskus vom Winde verweht
Die wöchentliche Generalaudienz von Papst Franziskus auf dem Petersplatz war am 20. Mai 2015 eine windige Angelegenheit.
quelle: epa/ansa / fabio frustaci
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Das Heilige Jahr steht im Zeichen der Barmherzigkeit und endet am 20. November mit der feierlichen Wiederverschliessung der Heiligen Pforte. Bereits am 13. November werden Kathedralen weltweit ihre eigenen heiligen Tore schliessen, die sie aus Anlass des «Jubeljahrs» geöffnet hatten. (tat/sda/afp)

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