DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Grossdemo am Sonntag in Mailand.
Grossdemo am Sonntag in Mailand.Bild: AP

Zehntausende Demonstranten protestierten in Mailand gegen Salvini

01.12.2019, 20:40

Zehntausende Demonstranten haben am Sonntag in Mailand im strömenden Regen gegen die rechte Lega und ihren Chef Matteo Salvini demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der spontan entstandenen Anti-Lega-Bewegung der «Sardinen».

Die Demonstration war ursprünglich auf dem zentralen Mercanti-Platz geplant. Angesichts des starken Menschenzustroms versammelten sich die Demonstranten auf dem Mailänder Domplatz. Bei der Protestkundgebung wurden Artikel der italienischen Verfassung verlesen.

Riesiger Aufmarsch trotz miesem Wetter.
Riesiger Aufmarsch trotz miesem Wetter.Bild: EPA

Die Demonstranten sangen das Partisanenlied «Bella Ciao», um gegen Salvinis Rechtspopulismus zu protestieren. Zu den Demonstranten zählte der Bestseller-Autor und Anti-Mafia-Experte Roberto Saviano, der seit jeher die Lega scharf kritisiert.

Zehntausende auch in Florenz auf der Strasse

Bereits am Samstagabend waren in Florenz zehntausende Menschen gegen Salvini auf die Strasse gegangen. Studenten, junge Berufstätige und Familien mit Kindern beteiligten sich am Samstag an dem Demonstrationszug, zu dem die sogenannte Sardinen-Bewegung aufgerufen hatte.

Zielscheibe der Proteste: Matteo Salvini.
Zielscheibe der Proteste: Matteo Salvini.Bild: EPA

Sie demonstrierten gegen die Lega, die sich an den in der Toskana im Frühjahr geplanten Regionalwahlen beteiligen will. Die Toskana gilt als traditionell linke Region in Italien.

«Populisten, die Party ist zu Ende!», lautet der Slogan der Sardinen. Lokale Gruppen der Bewegung sind in mehreren italienischen Städten entstanden.

Manifest gegen Populisten

Auf Facebook wurde die Liste der Anti-Lega-Demonstrationen veröffentlicht, die die «Sardinen» in den nächsten Wochen planen. Protestveranstaltungen sind auch ausserhalb der nationalen Grenzen geplant. Gegründet wurde die Bewegung vor drei Wochen von dem 32-Jährigen Mattia Santori aus Bologna zusammen mit drei Ex-Studienkollegen.

Die Bewegung hat inzwischen ihr «Manifest gegen die Populisten» veröffentlicht. «Jahrelang habt ihr Populisten Lügen und Hass über uns ausgeschüttet. Ihr habt Lügen und Wahrheit vermischt und eine Welt geschildert, die euren Interessen entspricht. Ihr habt unsere Ängste und Schwierigkeiten ausgenutzt, um unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Eure politische Botschaften sind leer», heisst es im auf Facebook veröffentlichten Manifest.

Die «Sardinen» seien eine friedliche Bewegung aus «normalen Personen», die sich für die Gemeinschaft einsetzen wollen und jede Form von Rassismus und Nationalismus verwerfen. (sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Zehntausende feiern an der Gay Pride Parade in New York

1 / 14
Zehntausende feiern an der Gay Pride Parade in New York
quelle: epa/epa / porter binks
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Salvinis Rede über Sea-Watch sorgt für Aufregung

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
fools garden
01.12.2019 21:04registriert April 2019
Ich hab mich stets gewundert, wieso ein Land das einen so enorm großen Anteil seiner Bevölkerung im Ausland hat, so viel Fremdenhass generieren kann.
Schön wenn das Pendel etwas retour schlägt.
4510
Melden
Zum Kommentar
7
Ukraine-Krieg: In dieser Schicksalsschlacht droht Wladimir Putin eine Blamage
Trotz Unterlegenheit könnte eine ukrainische Gegenoffensive in Cherson Russland empfindliche Schäden zufügen. Eine Niederlage wäre für Putin eine Blamage.

In der Region Cherson bahnt sich eine Entscheidungsschlacht an. Nach den hart erkämpften Erfolgen im Donbass in der Ostukraine Anfang Juli sah sich das russische Kommando gezwungen, eine Kampfpause anzukündigen. Die Kremltruppen brauchten Zeit, um sich neu zu formieren. Moskau brachte einen riesigen Nachschub an Munition und Ausrüstung an die Front. Das Ziel: die nächste Offensive.

Zur Story