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Several thousand demonstrators of the Sardines movement gather to protest against the League's Matteo Salvini, in front of Milan's gothic cathedral, Italy, Sunday, Dec. 1, 2019. A grassroots group calling themselves

Grossdemo am Sonntag in Mailand. Bild: AP

Zehntausende Demonstranten protestierten in Mailand gegen Salvini



Zehntausende Demonstranten haben am Sonntag in Mailand im strömenden Regen gegen die rechte Lega und ihren Chef Matteo Salvini demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der spontan entstandenen Anti-Lega-Bewegung der «Sardinen».

Die Demonstration war ursprünglich auf dem zentralen Mercanti-Platz geplant. Angesichts des starken Menschenzustroms versammelten sich die Demonstranten auf dem Mailänder Domplatz. Bei der Protestkundgebung wurden Artikel der italienischen Verfassung verlesen.

epa08037819 People attend a rally staged by the anti-Salvini 'sardines' movement in Duomo Square, in Milan, northern Italy, 01 December 2019. A new grassroots movement called ' sardines' is fighting against Italy's rightwing strongman Matteo Salvini across the nation. The group is calling themselves 'sardines ' for how they pack squares around Italy.  EPA/Nicola Marfisi

Riesiger Aufmarsch trotz miesem Wetter. Bild: EPA

Die Demonstranten sangen das Partisanenlied «Bella Ciao», um gegen Salvinis Rechtspopulismus zu protestieren. Zu den Demonstranten zählte der Bestseller-Autor und Anti-Mafia-Experte Roberto Saviano, der seit jeher die Lega scharf kritisiert.

Zehntausende auch in Florenz auf der Strasse

Bereits am Samstagabend waren in Florenz zehntausende Menschen gegen Salvini auf die Strasse gegangen. Studenten, junge Berufstätige und Familien mit Kindern beteiligten sich am Samstag an dem Demonstrationszug, zu dem die sogenannte Sardinen-Bewegung aufgerufen hatte.

epa08012083 Italian League Party leader Matteo Salvini (R) attends the presentation of the book 'Perche' l'Italia divento' fascista (e perche' il fascismo non puo' tornare), by Italian journalist Bruno Vespa, in Rome, Italy, 20 November 2019.  EPA/ETTORE FERRARI

Zielscheibe der Proteste: Matteo Salvini. Bild: EPA

Sie demonstrierten gegen die Lega, die sich an den in der Toskana im Frühjahr geplanten Regionalwahlen beteiligen will. Die Toskana gilt als traditionell linke Region in Italien.

«Populisten, die Party ist zu Ende!», lautet der Slogan der Sardinen. Lokale Gruppen der Bewegung sind in mehreren italienischen Städten entstanden.

Manifest gegen Populisten

Auf Facebook wurde die Liste der Anti-Lega-Demonstrationen veröffentlicht, die die «Sardinen» in den nächsten Wochen planen. Protestveranstaltungen sind auch ausserhalb der nationalen Grenzen geplant. Gegründet wurde die Bewegung vor drei Wochen von dem 32-Jährigen Mattia Santori aus Bologna zusammen mit drei Ex-Studienkollegen.

Die Bewegung hat inzwischen ihr «Manifest gegen die Populisten» veröffentlicht. «Jahrelang habt ihr Populisten Lügen und Hass über uns ausgeschüttet. Ihr habt Lügen und Wahrheit vermischt und eine Welt geschildert, die euren Interessen entspricht. Ihr habt unsere Ängste und Schwierigkeiten ausgenutzt, um unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Eure politische Botschaften sind leer», heisst es im auf Facebook veröffentlichten Manifest.

Die «Sardinen» seien eine friedliche Bewegung aus «normalen Personen», die sich für die Gemeinschaft einsetzen wollen und jede Form von Rassismus und Nationalismus verwerfen. (sda/apa)

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