Polizei räumt linkes Zentrum: Heftige Ausschreitungen in Turin
Mehrere Beamte wurden verletzt. Demonstranten setzten Müllcontainer in Brand und zündeten Feuerwerkskörper, wie auf Videos des Senders Rai News zu sehen war. Ausserdem flogen Steine und Flaschen.
Die Polizei setzte nach Angaben der Agentur Ansa Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Laut Ansa wurden sieben Polizeibeamte verletzt, der Sender Rai News berichtete von neun.
Vizepremier und Aussenminister Antonio Tajani verurteilte die Ausschreitungen. Zu demonstrieren, sei ein Recht. Aber Autos zu zerstören oder Polizisten zu schlagen, die ihre Pflicht täten, sei nicht in Ordnung.
Linke Politiker erklärten hingegen, sie hätten friedlich demonstriert und seien bitter enttäuscht vom Ausgang des Tages, der das Ergebnis der Räumung des Zentrums Askatasuna und einer Atmosphäre der Spannung und Angst sei.
Zuvor Verwüstung der Redaktion von «La Stampa»
Die Behörden hatten vor wenigen Tagens das Jugendzentrum geräumt. Hintergrund war die Verwüstung der Redaktion der Turiner Tageszeitung «La Stampa» vor etwa drei Wochen, an der Linke mit Verbindungen zum Zentrum beteiligt gewesen sein sollen. Sie waren von einer propalästinensischen Kundgebung zu der Zeitungsredaktion gezogen, hatten Türen aufgebrochen und die Räume verwüstet. (sda/dpa)
