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Inhaftierter Puigdemont twittert: «Ich werde nicht aufgeben»



Der in Deutschland inhaftierte katalanische Ex-Regionalchef Carles Puigdemont hat sich am Samstag erstmals seit seiner Festnahme persönlich zu Wort gemeldet.

In einem Tweet des 55-Jährigen, der derzeit in der Justizvollzugsanstalt Neumünster einsitzt, heisst es: «Damit das für alle klar ist: Ich werde nicht aufgeben, ich werde nicht verzichten, ich werde nicht vor den unrechtmässigen Handlungen derjenigen zurückweichen, die an den Urnen verloren haben.»

Weiter kritisierte er offenbar mit Blick auf die Zentralregierung in Madrid, diese wolle die Rechtsstaatlichkeit aufs Spiel setzen, nur um die Einheit des Landes zu gewährleisten.

Puigdemont verfügt nach Angaben des schleswig-holsteinischen Justizministeriums in der Haftanstalt Neumünster nicht über einen Zugang zum Internet. Er dürfe telefonieren sowie unter Aufsicht skypen, also mit Bildübertragung sprechen, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag in Kiel. Einen Zugang zum Internet gebe es in keiner Haftanstalt. Der Tweet Puidgemonts dürfte somit von Helfern ausserhalb der Haftanstalt abgesetzt worden sein.

Puigdemont, der im vergangenen Herbst ins Exil nach Brüssel gegangen war, war am vergangenen Sonntag auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Schleswig-Holstein festgenommen worden. Die Justiz prüft, ob er nach Spanien ausgeliefert werden soll. Der 55-Jährige soll sich in seiner Heimat unter anderem wegen Rebellion verantworten. Darauf stehen bis zu 30 Jahre Haft. (sda/dpa)

Tausende protestieren gegen Festnahme Puigdemonts

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 01.04.2018 07:19
    Highlight Highlight Der "Putschende Dämon" tat mir von Anfang an leid.
    Er wirkte bei seinen öffentlichen Auftritten und auf Protest-Zügen immer irgendwie so, wie ein Bücherwurm, der von der Unabhängigkeits-Bewegung aus seiner Lieblings-Bibliothek herausgeholt und jetzt vorwärts geschoben wird, bis zur Klippe, wo sie ihm zurufen:
    "Und nun spring in die Freiheit, oh Held unseres geliebten Katalaniens!"
    Dem drohen jetzt bis zu 30 Jahren Zuchthaus wegen Aufstand und Volksverhetzung gegen Spanien!
    Sieht so etwa Freiheit aus?
    (Das Leben ist hart und nie so, wie wir es erwarten...)
  • rocky53 31.03.2018 19:18
    Highlight Highlight gut den EU machthabern namens deutschland nicht gehorchen,denn nur sie befehlen,andere sind nur zubehör wo erwachen sollten,denn sie untertanen von merkel und co.
    • ujay 01.04.2018 17:52
      Highlight Highlight @Rocky...Inhalt, Satzbau und Grammatik, alles ungenügend bis dilettantisch....😂😂😂
  • Sophia 31.03.2018 18:20
    Highlight Highlight Der Pui macht eine gefährliche Politik, die ich nicht gut finde. Was wollen denn die Katalanen allein in der Welt ausrichten, wo immer mehr die ganz grossen Völker das Sagen haben? Aber er ist von den Katalanen gewählt und wegen politischen Meinungen darf in Europa niemand verfolgt werden.
    Vernünftig wäre, wenn beide Konfliktparteien endlich mal ernsthaft einen Kompromiss suchen würden und politische Differenzen auch politisch und nicht juristisch zu lösen versuchten. Die Deutschen waren mal wieder überkorrekt, sie haben sich da was eingehandelt, was sie kaum mehr gütlich zu lösen vermögen.
    • rodolofo 01.04.2018 07:25
      Highlight Highlight Vor allem überlegen sich die Separatisten nicht, was für Folge-Probleme sie sich einhandeln würden, wenn sie mit ihrer Unabhängigkeit durchkämen.
      Etwa die Hälfte der Katalanen würde dann zurück zu Spanien wollen und ganze Enklaven würden sich als Spanisch-Katalanen von Katalonien abspalten wollen, ähnlich wie heute die Kosovo-Serben sich vom neuen Staat Kosovo abspalten wollen.
      Die Abspalterei würde also immer weiter gehen!
      Am Ende würden auch einzelne Häuserblocks ihre Unabhängigkeit vom Quartier proklamieren...
    • Sophia 01.04.2018 14:03
      Highlight Highlight Rodolfo, aber ich halte nichts von der Dominothese, oder wie es damals hiess, Dominotheorie (Truman). Der spanische Staat könnte die Katalanen so in Europa und der Welt isolieren, dass die gar nicht mehr auf die Beine kämen, und das wäre eher für andere abschreckend. Die Katalen wollen unabhängig sein, weil es ihnen wirtschaftl. besser geht, als dem übrigen Spanien, das trifft nicht auf andere Gliedstaaten zu. Die Basken haben deswegen eingelenkt! Nein, der Seperatismus blüht immer dann, wenn sich Wohlstand einseitg verteilt, es geht immer nur ums Geld und um nichts anderes!
  • ujay 31.03.2018 17:19
    Highlight Highlight Puigdemont, der Täter inszeniert sich weiter als Opfer. Gerade er muss nicht von unrechtmässigem Handeln schwafeln. Nur so nebenbei....wohin ist das dem spanischen Staat unterschlagene Geld versickert?
    • Mario Kesselring 31.03.2018 20:11
      Highlight Highlight @ujay wohl noch nie was von der Unschuldsvermutung gehört? Rajoy selbst hat in einer Rede vor dem spanischen Parlament zugegeben das kein Cent Vom FLA in die Organisation des Referendums geflossen ist. Puigdemont hat nie zu Gewallt aufgerufen und nie Gewallt angewandt. Weder Rebellion noch Sedicion noch sonst was. Da bleibt wohl nicht sehr viel vom Täter übrig. Die spanische Regierung hat ihn in ihrem Siegesrausch aufgefordert sich den Wahlen vom 21. Dezember zu stellen, um dann mit Schrecken festzustellen, dass eine Mehrheit im Catalanischen Parlament ihn erneut zum Präsidenten wählen würde.
    • Sophia 01.04.2018 14:11
      Highlight Highlight Richtig, und die Rajoy-Partei hat völlig unnötig ein relativ gut funktionierendes Vertragswerk mit den Katalanen richterlich wieder rückgängig machen lassen, und das Verfassungsgericht ist gelinde gesagt, ein Franco-Veteranen Verein. Ein weiteres Beispiel konservativ-rechter Politik. Wäre Zapatero noch Regierungschef, wäre es nicht zu dieser verfahrenen Situation gekommen. Wählt niemals Rechte, die treten das Recht so lange, bis es weich ist, siehe Polen, siehe Ungarn, siehe Türkei!
    • ujay 01.04.2018 17:48
      Highlight Highlight @Kesselring@Sofia. Klar, das Katalonien- Referendum war natürlich höchst demokratisch. Und die verschwundenen Staatsgelder wurde nur verlegt und in Spanien regiert noch Franco. Klar gilt die Unschuldsvermutung, umso verdächtiger das rumgeeier von Puigdemont. Ihr macht es euch sehr leicht mit eurer Interpretation von Demokratie.

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