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Darum verklagt ausgerechnet Patagonia die Dragqueen Pattie Gonia

20 Janurary 2024 - Hollywood, California - Pattie Gonia. 2024 Environmental Media Association Awards Gala at Sunset Las Palmas Studios. Photo Credit: Billy Bennight/AdMedia 301032 2024-01-27 Californi ...
Die bekannte Klimaaktivistin und Dragqueen Pattie Gonia wird vom US-Outdoorunternehmen Patagonia verklagt. Bild: www.imago-images.de

Darum verklagt ausgerechnet Patagonia die Dragqueen Pattie Gonia

29.05.2026, 16:1429.05.2026, 16:14

Der US-Outdoor-Hersteller Patagonia zerrt die bekannte Dragqueen und Klimaaktivistin Pattie Gonia in Los Angeles vor Gericht. Das Unternehmen wirft ihr Markenrechtsverletzung vor, da sie unter ihrem Künstlernamen Kleidung verkaufen will.

Gegenüber dem «Guardian» betont das Unternehmen, dass dieser Schritt notwendig geworden sei, um die Marke zu schützen: «Obwohl wir uns wünschten, wir müssten dies nicht tun.» Wie es im Bericht heisst, verklagt das US-Unternehmen die Dragqueen auf einen symbolischen Schadenersatz von einem Dollar plus Anwaltskosten.

Pattie Gonia reagierte am Mittwoch das erste Mal auf die Klage, auf Instagram postete sie ein Video sowie einen Brief, die direkt an das Unternehmen gerichtet waren.

Darin forderte sie unter anderem Patagonia dazu auf, die Klage zurückzuziehen. Zudem kritisiert sie die Heuchelei des Unternehmens, das als Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Outdoor-Branche gilt: «Patagonia behauptet, im Geschäft zu sein, um den Planeten zu retten. Aber glauben die wirklich, dass die finanziellen Mittel und der Markenwert des Unternehmens so eingesetzt werden sollen?»

Das sei kein Markenkonflikt, so die Dragqueen weiter, sondern «hier versucht ein Unternehmen, eine Aktivistin auszuschalten. So schikanieren Unternehmen Einzelpersonen, die mit ihren Ressourcen nicht mithalten können.»

«Geht nicht um Gewinn»

Gegenüber dem «Guardian» wehrt sich Patagonia gegen die Vorwürfe: «Hier geht es weder um finanziellen Gewinn noch darum, die Identität oder das Recht einer Person auf Interessenvertretung, Protest oder kreativen Ausdruck in Frage zu stellen.»

Das Letzte, was das Unternehmen wollte, war ein Rechtsstreit mit jemandem, der die gleichen Werte teile, «aber wir müssen unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter schützen.» (ome)

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Neruda
29.05.2026 18:58registriert September 2016
Wer seiner Marke den Namen einer Region gibt, muss damit Leben, dass sich andere Leute gleich inspirieren lassen. Und immerhin hat Pattie Gonia noch etwas Denkarbeit in ihren Namen gesteckt und nicht 1 zu 1 übernommen 😄
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Chanti10
29.05.2026 19:43registriert Juli 2023
Finde es richtig, dass sie symbolisch den Präzedenzfall stoppen wollen. Sie soll für die Kleider doch einfach einen anderen Markennamen erfinden. Sollte doch zumutbar sein.
Es trägt ja auch niemand Kleider, die mit Robert Geissen angeschrieben sind.
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Kommissar Rizzo
29.05.2026 18:26registriert Mai 2021
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr Drag-Name kein Zufall ist.

Dass sie(?) nun Kleider unter "ihrem Namen" verkaufen will, der nun wirklich 1:1 nach Patagonia klingt (eben, kein Zufall), und dass das das Unternehmen nicht sooo toll findet, kommt ziemlich sicher nicht mal für Pattie überraschend - aber Inszenierung geht eben über alles! Sie soll froh sein, ist die Klagesumme ein symbolischer Dollar.
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