International
Klima

Kreuzfahrtschiffe als Hotels bei Weltklimakonferenz in Brasilien

Kreuzfahrtschiffe sollen als Hotel an Klimakonferenz im NOvember 2025 in Belém dienen
Die Costa Diadema ist eigentlich ein Kreuzfahrtschiff der italienischen Reederei Costa Kreuzfahrten.Bild: screenshot: cop30.br

Weltklimakonferenz hat ein Kapazitäts-Problem: Nun sollen Kreuzfahrtschiffe aushelfen

Bei der Weltklimakonferenz in Brasilien im November sollen zwei Kreuzfahrtschiffe als zusätzliche Hotels für Teilnehmende bereitgestellt werden.
17.07.2025, 11:5017.07.2025, 13:27

Vom 10. bis 21. November findet die Weltklimakonferenz (COP30) in der brasilianischen Küstenstadt Belém statt. Im Rahmen dieser werden in der brasilianischen Stadt 50'000 Teilnehmer aus 200 Staaten erwartet.

Der Unterkunftsplan von Belém beinhaltet bisher Hotels, Ferienwohnungen und umgebaute Schulen. Bislang habe man 36'000 Betten bereitgestellt, bis November sollen diese auf 50'000 erweitert werden, wie der Spiegel schreibt.

Wegen der begrenzten Hotelkapazität in Belém hat die brasilianische Regierung nun zwei Kreuzfahrtschiffe als zusätzliche Unterkunft aufgeboten. Die Schiffe MSC Seaview und Costa Diadema sollen während der Konferenz im Hafen der brasilianischen Stadt liegen. Dies teilt das staatliche Tourismusförderamt mit.

Kreuzfahrtschiffe sollen als Hotel an Klimakonferenz im NOvember 2025 in Belém dienen
Die MSC Seaview soll im Hafen von Belém stehen.screenshot: cop30.br

Die beiden Schiffe sollen rund 6000 Betten bereitstellen.
Für Delegationen aus ärmeren Ländern kostet eine Nacht 220 US-Dollar, für alle anderen Delegationen kostet eine Übernachtung bis zu 600 US-Dollar.

Zurzeit tuckert die MSC Seaview noch durch das Mittelmeer, die Costa Diadema ist momentan in Nordeuropa unterwegs, bis sie sich der MSC Seaview im Mittelmeer anschliesst und ebenfalls die spanischen und italienischen Küsten abklappert.

Klimakonferenz im Amazonasgebiet

Im April dieses Jahres zeigten Satellitenbilder, dass genau dort, wo im November die UNO-Klimakonferenz stattfinden soll, eine Autobahn quer durch den Regenwald gebaut wird. Die sogenannte «Allee der Freiheit» ist als neue Zugangsstrasse zu Belém gedacht. Die Autobahn soll im November 2025 eröffnet werden.

13 Kilometer lang und 24 Meter breit soll die Autobahn werden, mit je zwei Spuren in beiden Richtungen. Für den Bau musste die Strecke im Amazonasgebiet, wo später die Autobahn liegen soll, erst noch gerodet werden.

Der Bau der Autobahn wurde sechs Monate nach dem Bekanntgeben von Belém als Austragungsort der Klimakonferenz 2025 gestartet. Die Autobahn soll die umliegenden Dörfer mit der Stadt verbinden und soll nichts mit der Klimakonferenz zu tun haben.

Geplant ist der Bau bereits seit 2015. Bei den Anwohnern von Belém sorgt die Autobahn nichtsdestotrotz für Kritik. Daraufhin hatte die Regierung Ende 2024 versichert, dass beim Bau der neuen Strasse alle Umweltgesetze eingehalten werden. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Klimawandel: WEF-Kritiker marschieren nach Davos
1 / 9
Klimawandel: WEF-Kritiker marschieren nach Davos
Das WEF soll sich der Klimaverantwortung stellen: Mit dieser Forderung ist in Landquart der Klimamarsch nach Davos gestartet.
quelle: keystone / walter bieri
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Es hat mit Wehmut zu tun» – wie der Klimawandel die Schweizer Bergwelt verändert
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bulgarien hat gewählt: Präsidentin Jotowa nach Prognosen vorn
Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Bulgarien deutet sich nach ersten Prognosen eine Mehrheit für Amtsinhaberin Ilijana Jotowa an.
Wie aus Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe des bulgarischen Meinungsforschungsinstituts Mjara hervorgeht, könnte Jotowa, die Kandidatin der regierenden Mitte-Links-Partei Progressives Bulgarien (PB), auf 51 Prozent der Stimmen kommen.
Zur Story